Jesus Worte am Kreuz - Bibelverstehen - Christlich psychologische Beratung - Bibelverstehen

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Die Worte Jesu Christi am Kreuz

Ein jeder hat von Gott aus einen freien Willen bekommen. Er kann demnach frei entscheiden, ob er  in Gottes Ordnung leben oder ihr entgegenwirken, Gutes oder Böses tun will.  Es steht ihm frei, ob er sich gemäß seiner Handlungsweise nach dem Kausalgesetz Seligkeit und das ewige Leben oder aber die Verdammnis und den Tod erwirbt.

Gott sah bereits beim Fall des ersten Menschenpaares, welches Unheil die Sünde nach sich ziehen wird, und was für die fernen Abkömmlinge im Lauf der Zeiten für Kriege, Krankheiten und unzählige andere üble Folgen daraus entstehen werden. Um die Menschenkinder von dem seit dem Sündenfall bestehenden Gericht zu erlösen, erbarmte sich die Liebe Gottes, wurde Selbst Mensch, um die Bande des ewigen Todes zu lösen.

Mit Jesus Darniederkunft und Seinem Erdenwandel erfüllte Gott alle Seine durch die Propheten im alten Bund in diesem Zusammenhang gemachten Vorhersagen. Und nun ist wiederum die Zeit herbeigekommen, welche der Herr schon bei Seinen irdischen Leibeslebzeiten vorausgesagt hat. Traurig wies er darauf hin, dass die Menschheit wieder von Ihm abfallen und eine Zeit auf Erden eintreten werde, in der die Liebe erkalten und, wenn es von Ihm zugelassen wäre, selbst Seine Auserwählten von Ihm abfallen würden (2.Tim 3, 1-5; Mt. 24,12 + 21-22). Diese Zeit ist da, wir können sie wie vorhergesagt an den Taten der Menschheit erkennen, die in einem Meer von Sünden und Lastern versunken ist (Mt 24, 6-12; 1. Tim 4,1-3; 2. Tim 3,1-9). Dass daraus - wie bereits in früheren Zeiten geschehen - wiederum ein angekündigtes Gericht über die Menschen hereinbricht, dürfte einem jeden klar sein, denn alles, was sich außerhalb der Ordnung Gottes befindet, wird, wenn das Maß voll ist, ge-richtet (gegen richten/in die Ordnung bringen) werden.

Wer Jesus liebt und einstens in Seine Herrlichkeit eingehen möchte, der sollte sich, um sein Ziel zu erreichen, die Mittel dazu zu eigen machen, d.h. die nur nach Gewinn und Genuss strebende Welt mit ihren vergänglichen Freuden lassen, sich zu Gott in Wort und Tat kehren solange es noch Zeit ist; denn nicht mehr lange, so ist Seine Geduld erschöpft, und die Menschheit wird dem Gericht Seines Zorns anheimfallen. Wir wissen aus der Schrift, dass es schrecklich ist, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen (Heb 10,31), und dass „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“ (Mt 24,35). So können wir in Seinen Worten, die Er blutend und sterbend am Kreuze sagte, auch eine wichtige Aussage für unsere jetzige Zeit finden.


„Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lk 23,34)

Als das Todesurteil vom römischen Gerichtshof kam, freuten sich die Hohepriester, ihre Rache und Bosheit an Jesus kühlen zu können, und Seine Feinde frohlockten darüber, Ihn qualvoll sterben zu sehen. Als Jesus Seiner Kleider beraubt und entblößt mit Seinen mit Nägeln durchstochenen Händen und Füßen an das Kreuz genagelt war, sprach Er die bewegenden Worte „Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ und fasste somit noch einmal das zusammen, was Er drei Jahre lang zu den Menschen gepredigt hatte und was den Grundkern Seiner Lehre ausmacht: Demut, Sanftmut und Duldsamkeit den Schwächen seines Nächsten gegenüber, sowie Vergebung der Sünden. Doch wie wenig wird diese Lehre aus den Himmeln befolgt: Mord, Raub, Zank und Totschlag bestimmen vorherrschend das heutige Verhalten der Menschen.


„Mich dürstet!“ (Jh 19,28)

Als Jesus am Kreuz aufgerichtet wurde sah Sein Leib, von Blut und Staub bedeckt, erbarmungswürdig aus, doch sein erbärmliches Aussehen ließ seine Feinde kalt. Da sprach Er: „Mich dürstet!“ Die Schergen verstanden nicht, was Er mit diesen Worten meinte, nämlich dass es Ihn nach der gelebten Liebe und damit dem Heil der Seelen, die in ihren Weltgelüsten zu Grunde gingen, dürstete. Ihn verhöhnend und um Ihn noch mehr zu quälen, gaben sie Ihm Galle mit Essig vermischt zum Trinken, was Er aber verschmähte.


„Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen!“ (Mt 27,46; Mk 15,34)

Als Zeichen, dass die Menschen in ihrer geistigen Blindheit nicht sahen, dass sie Gott in Seiner Mensch gewordenen Gestalt dem Leib nach töteten, begann alsbald die ganze Natur zu beben, die Elemente traten aus ihrer Ordnung, die Sonne als Inbegriff des ewigen Lichtes verlor ihren Glanz. Da rief Jesus als Menschensohn den in Ihm wohnenden Gottes-Geist und Seine Urkraft mit den Worten an: „Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen!“, denn in diesem Augenblick war Jesus ganz Mensch, das Göttliche in Ihm hatte sich zurückgezogen, da Jesus Leibeshülle als materieller Körper wie bei allen Menschen aus Erdenstoff (Materie) bestehend, Gott untertänig und gehorsam bis zum Tod am Kreuz sein musste. Daher suchte der Menschensohn Jesus in Seiner Verlassenheit Hilfe in der Anrufung Gottes allen zum Beispiel, dass ein jeder Erdenmensch Hilfe allein bei Gott suchen soll.


„Maria, siehe deinen Sohn, und du Sohn, siehe deine Mutter!“ (Jh 19,26-27)

Unter dem Kreuz sah Jesus Seine Ihm so liebe und treue Mutter Maria nebst Seinem Jünger Johannes, zu Tode betrübt stehen, und sprach zu ihr: „Maria, siehe deinen Sohn“ und zu Johannes „siehe deine Mutter“. Mit diesem Ausspruch zeigte Jesus Seine große Liebe zu den Menschen, die Er der erbarmenden Liebe Gottes, als Mutterliebe angedeutet, anempfiehlt und als Sohn die Menschenkinder anspricht, die sich durch die genaue Befolgung Seiner Lehre dieser Liebe wert machen können. Und so machte Er mit diesen Worten Sein geistiges Testament, indem Er die Weltkinder in einen neuen Bund führte, sie Gott übergab.


Heute noch wirst du bei mir im Paradiese sein!“ (Lk 23,43)

Die Zeit des Leibestodes war gekommen, Jesus erzitterte im Todesschauer. Da sah Er den mit Ihm zugleich an das Kreuz gebundenen Verbrecher, der seine Augen in Sehnsucht nach Ihm wandte, in erbarmungsvoller Gnade an, und versprach ihm, dass er noch am selben Tag bei Ihm im Paradies sein werde. Da Jesus Worte als Gottesworte Worte der Ewigkeit sind, gelten sie nicht nur jenem sündigen Verbrecher am Kreuz, sondern allen Menschen, die die Lehre Jesu angenommen haben und danach leben, da sie durch die Liebe und das Vertrauen zum Herrn den Weg zu Gott gefunden haben.


„Vater! In deine Hände empfehle ich Meinen Geist!“ (Lk 23,46)

Jesus war schon in den Todeszügen, als Er Seinen Geist in Gottes Hände legte. Dieses ist ebenfalls ein sehr bedeutendes Wort für alle Menschen; denn weshalb sollte Er, Gott Selbst, Seinen Geist in die Hände eines Gottes außerhalb von Sich empfehlen? Hier spricht also wieder Jesus als Menschensohn. Er gibt damit kund, dass eine jede Seele einstens zu ihrem Ursprung zurück zu kehren hat, und der Mensch, will er nicht sein Dasein in ewig qualvoller Gottesferne fristen, sein Leben und Tun so einrichten sollte, damit er am Ende seiner irdischen Laufbahn mit Freude und in Glückseligkeit seine Seele seinem himmlischen Vater übergeben kann.


„Es ist vollbracht!“ (Jh 19,30)

Als es die Seele Jesu drängte, den Leib zu verlassen, wurde Er immer schwächer. Das umstehende Volk verspottete Ihn noch immer. Doch, nachdem sich Jesus am Abend zuvor entschlossen hatte, den Kelch bis zur Neige zu leeren, ertrug Er auch weiterhin diese Schmach in verzeihender Demut und sprach, als der letzte Moment Seines irdischen Lebens gekommen war, Sein letztes Wort auf Erden: „Es ist vollbracht!“ Ja, in diesem Augenblick hat Gottes Sohn das große Werk der Erlösung des ganzen Menschengeschlechtes vollbracht. Auf dieses letzte Wort verschied Er, d.h. Seine Seele trat aus Seinem Leib und vereinte sich mit dem Gottesgeist. Damit befreite Er auch die Seelen der Urväter, die auf die Stunde der Erlösung warteten, denn kein Geschöpf konnte, bevor die Gerechtigkeit Gottes durch das große Liebewerk der Erlösung versöhnt war, in das Himmelreich eingehen. Jesus machte also durch seinen Opfertod wieder die Bahn frei, die Adam durch die Sünde des Ungehorsams gegen Gott versperrt hatte.

Damit dieses Sühneopfer nicht umsonst geschah, müssen wir den Weg der Buße, d.h. den Weg der Umkehr unter Haltung der göttlichen Gebote gehen, zu unserem Gott und Vater in Wort und Tat zurückkehren, d.h. in vollstem Glauben und Vertrauen nicht nur im Wort, sondern auch in der Tat Jesus bedingungslos nachfolgen, denn „der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm selber“ (Jk 2,17), da „in Christo Jesu gilt [nur] der Glaube, der durch die Liebe tätig ist“ (Gal 5,6). Nur so werden auch wir, gleich Jesus, den Sieg über Sünde und Tod erringen und der eigenen Auferstehung teilhaftig werden können! Denn Er spricht zu uns (Jh. 11, 25-26): „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?“





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