Osterwoche - Bibelverstehen - Bibelverstehen

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Vorbereitung auf Ostern

In Jesus betrat der so lange erwartete Messias den Boden dieser Erde: Gott Selbst wurde Mensch. Doch die Menschen erkannten Ihn nicht. Sie erwarteten einen großen König, einen mächtigen Herrscher, aber nicht einen Bruder und Diener der Menschen, der allen verkündigte: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt!“ (Joh 18,36).
Er kam als Helfer der Mühseligen und Beladenen, Heiler der Kranken, Befreier von Sünde und Schuld, begab sich in die Hände Seiner gefallenen Geschöpfe, trug die Last, die sie geschaffen und büßte, was sie verschuldet hatten. Seine Lehre war nicht „fürchte Gott“, sondern „liebe Ihn“. Er zeigte den Weg, den sie verloren hatten, und gab sich zuletzt Selbst als Lösegeld für die Gefangenen der Welt.
Indem Er das Gesetz erfüllte, brachte Er die Freiheit und die Frucht dieser Erfüllung macht Er jedem zum Geschenk, der Ihm in Wort und Tat nachfolgt. Doch wer möchte heutzutage noch dem Ruf Jesu folgen: „komm, folge mir nach und nimm das Kreuz auf dich“ (Mk 10,21)?

Die Erde ist ein Kampfplatz, auf dem Gott und Sein Gegenpol aufeinander treffen. Beide ringen um die Seele des Menschen, der mit der ihm gegebenen Willensfreiheit entscheiden kann, ob er sich mit der Welt oder Gott verbinden will (Mt 6,24; Lk 16,13). Die Entscheidung ist meist schwer zu treffen. Nur zu oft wird die innere, leise mahnende Stimme überhört und der lockenden und vielversprechenden lauten Stimme der Umwelt nachgegeben. Das Glücksbedürfnis wird mit dem Nächstliegenden zu stillen versucht, übersehen wird dabei jedoch, dass das irdische Glück nur in einem äußeren und unbeständigen Erfolg besteht. Doch welche Anstrengungen werden gemacht, welche Opfer erbracht, um dieses Glück zu erjagen! Und wo wird es gesucht? In Geld und Besitz, Macht und Ansehen, im anderen Geschlecht. Überall und immer auf die Dauer vergebens, da jede irdische Freude nicht von Bestand ist, da alles Glück und jeder Erfolg, der ohne geistigen Inhalt und Fortschritt rein auf materiellen Dingen beruhend sich früher oder später verflüchtigt, sich in Nichts auflöst, wie es uns u.a. auch Johannes in seinem ersten Brief, Kap. 2, V 15-17 erklärt: „Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. So jemand die Welt liebhat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist: des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit“.

Bestand hat allein die Liebe. Damit ist jedoch nicht gemeint die Liebe der bzw. zur Welt, sondern die wahre, geistige und damit uneigennützige Liebe, die Jesus gepredigt und vorgelebt hat.
Gott ist die Liebe und will wieder Liebe. Er wartet mit Sehnsucht auf einen jeden, hat uns alle zur Gotteskindschaft berufen. Wer einst zu den auserwählten Söhnen und Töchtern gehören wird, das liegt an jedem einzelnen selbst. Groß ist das Versprechen und der Lohn für diejenigen, die eine werktätige Nachfolge Jesu nicht scheuen und mit Dankbarkeit ihr Kreuz tragen, den Blick stets himmelwärts gerichtet, wissend, dass alles was Gott ihnen schickt, dazu dienen soll, ihn näher zu Ihm zu bringen, denn: „Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein“ (Off 21,7).





                             Jesus Christus, Gottes Sohn, erbarm dich über uns.
                             Du hättest wohl Freude haben können, doch du hast das Kreuz
                             erduldet und die Schande gering geachtet.
                             Dahingegeben in die Hände der Sünder, hast du die Bitterkeit des
                             Todes geschmeckt und die tiefste Not der Gottesferne.
                             Du hast Gehorsam gelernt, an dem, was du littest, und warst
                             gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tode am Kreuz.

                             Du starker Heiland und Erretter, befreie und erlöse uns.
                             Von Hass und Neid - von Hochmut und lieblosem Richten - von
                             Selbstsucht und Härte des Herzens.
                             von Trägheit und Kreuzesscheu -
                             von kaltem Stolz und feiger Anpassung.
                             Von Verzweiflung und Gotteshass -
                             von Lebensangst und Todesfurcht.

                             Gekreuzigter Jesus, durch deine Liebe hilf uns und stärke uns,
                             dass wir dir nachfolgen in Sanftmut und Demut,
                             dass wir unser Kreuz auf uns nehmen,
                             dass wir in der Verlassenheit zum Vater rufen,
                             dass wir uns in seine Hände befehlen,
                             dass wir Glauben haben bis ans Ende.

                             Hilf uns und stärke uns
                             im Kampf gegen die Angst,
                             in der Stunde der Versuchung,
                             im Dunkel der Anfechtung,
                             in der letzten Not.

                             Gekreuzigter Jesus, du Heiland und Erretter:
                             Sammle unter deinem Kreuz alle, für die du gestorben bist.
                             Führe herzu, die noch ferne sind.
                             Rufe zurück, die dich verloren haben.
                             Bringe die Irrenden heim.
                             Geh den Suchenden entgegen.
                             Hilf uns, eins zu werden, dass wir einander lieben
                             und einander von Herzen vergeben.

                             Jesus Christus, du unser Friede
                             wir bitten dich gib uns deinen Frieden.

                                                       Jürgen Grote


(s.a. Kreuz tragen)



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