Unrecht tun - Bibelverstehen - Bibelverstehen

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Christ sein im Alltag
Unrechtes Handeln durch Jesus Blut wieder gut?

„Hab‘ ich Unrecht heut‘ getan, sieh es lieber Gott nicht an.
Deine Gnad‘ und Jesu Blut machen allen Schaden gut.“


  • Ist es wirklich so einfach, dass wir Unrecht tun können, es der liebe Gott nicht ansieht und mit Seiner Gnade und Jesu Blut aller Schaden wieder gut gemacht ist?
  • Ist es darüber hinaus richtig zu meinen, man brauche nur an Jesus als den Sohn Gottes zu glauben um in den Himmel zu kommen bzw.
  • durch den Kreuzestod Jesu und damit sein Aufsichnehmen aller unserer Sünden seien wir auch schon alle erlöst, unsere vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Sünden vergeben?

Mit unserem Leben haben wir eine volle Willensfreiheit mitbekommen, mit der wir uns zu einem Hingang  zu unserem himmlischen Vater, Seinem Reich, entscheiden können, oder aber ob wir der Welt (Mammon/Fleisch/ Satan) anhängen wollen. Wie sagt Jesus doch gleich: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten; ihr könnt nicht gleichzeitig trinken des Herrn Kelch und der Teufel Kelch, ihr könnt nicht zugleich teilhaftig sein des Tisches des Herrn und des Tisches der Teufel (Joh 18,36; Mt 6,24; Lk 16,13; Kor 10,21) …“.

Also heißt es zunächst einmal entscheiden, wohin wir uns wenden, wohin wir gehen wollen.

Gottes Reich ist das Reich der Liebe. Der selbstlosen Liebe, wie sie uns Jesus vorgelebt und zum Ausüben aufgegeben hat. Und so ist der Schlüssel hierzu die uns von Ihm aufgegebene Gottes- und Nächstenliebe, die ein egoistisches Lieben, das nur auf die Befriedigung der eigenen Wünsche und Bedürfnisse abzielt, ausschließt, denn zwei Herren kann man nun mal nicht gleichzeitig dienen.
So kann man auch nicht gleichzeitig den Weg des Genusses (des Fleisches/der Welt)  gehen, der auf eine Sinnenbefriedigung aus ist und gleichzeitig Jesus nachfolgen wollen.

Ja, die Welt lockt mit ihren vielfältigen Angeboten, für jeden Geschmack ist etwas mit dabei, ob es sich dabei um Freizeitgestaltung, Befriedigung körperlicher Bedürfnisse, Geld, Macht oder sonst etwas handelt. Ein jeder möge sich dazu selbst prüfen, worin seine Schwäche zu finden ist, denn „ein jeglicher wird versucht, wenn er von seiner eigenen Lust gereizt und gelockt wird“ (Jak 1,14). Darauf, dass alle diese Wege von Ihm wegführen, weist uns die Bibel in mannigfaltiger Weise hin, und „der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt“ (Mt 7,13). Ganz zu schweigen von den Gefahren, die zu einer - was auch immer für eine - Suchtabhängigkeit führen kann,  wenn man immer mehr und mehr beginnt bzw. nicht aufhören kann,  aus dem Kelch des Teufels zu trinken bzw. an dessen Tisch zu essen, „denn der Stachel des [seelischen] Todes ist die Sünde“ (1.Kor 15,56) und „die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den [seelischen] Tod“ (Jak 1,15). „Irrt euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch [Welt] sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten“ (Gal 6, 7u.8), und so ist es wichtig, „nicht Schuldner dem Fleisch zu sein, dass wir nach dem Fleisch leben. Denn wo ihr nach dem Fleisch lebet, so werdet ihr [seelisch] sterben müssen; wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschäfte tötet, so werdet ihr [der Seele nach] leben“ (Rö 8, 12 u.13). "Und so sind diejenigen, die ihr Leben nach der Welt ausrichten, also „irdisch [fleischlich] gesinnt sind, die Feinde des Kreuzes Christi, welcher Ende ist die Verdammnis“ (Phil 3,19).

Jesus sagt: „Und ihr wollt nicht zu mir kommen, dass ihr das Leben haben möchtet. Ich nehme nicht Ehre von Menschen; aber ich kenne euch, dass ihr nicht Gottes Liebe in euch habt. Ich bin gekommen in meines Vaters Namen, und ihr nehmet mich nicht an. So ein anderer wird in seinem eigenen Namen kommen [weltliche Verführer mit ihren verlockenden Angeboten], den werdet ihr annehmen. Wie könnet ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmet? und die Ehre, die von Gott allein ist, suchet ihr nicht“ (Joh 5, 42ff).

Ist es nun unter diesen Gesichtspunkten möglich, dass Gott unser getanes Unrecht nicht ansieht?

Unrecht tun birgt die Sünde in sich, bringt uns weg von Gott, führt uns in die Gottesferne. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15,11ff) brauchen wir nicht zu belächeln und meinen, damit bin doch ich nicht gemeint, das bin ich nicht, ich habe mir ja kein Erbe ausbezahlen lassen, das ich verprasst hätte. Nein, dieses Gleichnis meint alle, die irgend einen der vielfältigen Wege des Unrechts, der Sünde gehen, egal wie immer dieser Sündenweg auch heißen mag! Und so wie der verlorene Sohn zunächst sein unrechtes und sündhaftes Verhalten bereuen und den Weg der Buße in Demut beschreiten musste, bevor ihm sein Vater entgegenlief, genauso gilt es auch für uns, denn „weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet? Du aber mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufst dir selbst Zorn an auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, der einem jeden geben wird nach seinen Werken …denn vor Gott sind nicht gerecht die das Gesetz hören, sondern die das Gesetz tun, werden gerecht sein“ (Rö 2, 4-10; 13). Jesus erklärt immer wieder: „Ich bin gekommen die Sünder zur Buße zu rufen“ (Mt 9,13; Mk 2,17; Lukas 5,32). In seiner zweiten Predigt mahnt uns Petrus: „So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden vertilgt werden“ (Apg 3,19). Weiter erklärt er: „Der Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es etliche für einen Verzug achten; sondern er hat Geduld mit uns und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass sich jedermann zur Buße kehre“ (2.Petr 3,9). Und Paulus weist uns darauf hin:  „Zwar hat Gott die Zeit der Unwissenheit übersehen; nun aber gebietet er allen Menschen an allen Enden, Buße zu tun“ (Apg 17,30).

Durch den Weg der Buße können wir also Sündenvergebung erhoffen und  erlangen. Buße will meinen, dass wir bereuen und den Weg der Sinnesänderung, der Bekehrung, der Umkehr zu Gott gehen: „Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille“ (Rö 12,2). „Prüfet, was da sei wohlgefällig dem Herrn“ (Eph 5,10). „Erneuert euch aber im Geist eures Gemüts“ (Eph 4,23).

Es reicht auch nicht aus, lediglich an Gott und Jesus zu glauben, ohne dass dabei dieser Glaube in die Tat umgesetzt wird, um auf wundersame Weise allen Unrechts, aller Sünde enthoben zu werden, „denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten“ (1. Joh 5,3), und in der Bergpredigt (Mt 7, 24-27) heißt es:  „Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann,  der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es  war auf Fels gegründet. Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein und sein Fall war groß.“
So mahnt uns Jesus, dass wir nicht nur Hörer, sondern auch Täter des Worts sein sollen, „denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot“ (Jak 2,26). Und auch Paulus weist uns auf dessen Wichtigkeit hin, denn „es gilt der Glaube, der durch die Liebe tätig ist“ (Gal 5,6). Weiter erklärt uns z.B. auch Jak in 2,17: „der Glaube, der nicht Werke hat, ist tot in sich selber“ und in Jak 1,22: „seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst“.

Wahres Glauben heißt daher, die Lehre Jesu tatsächlich auszuüben, sie voll und ganz tatkräftig im eigenen Leben umzusetzen („es ist aber leichter, dass Himmel und Erde vergehen, denn dass ein Tüttel am Gesetz falle“ (Lk 16,17)), Seinem Beispiel zu folgen, ansonsten wir nicht Seine Nachfolger sind, nicht werden und auch nicht in Sein Reich eingehen können. Denn dieses braucht Gewalt, um es an sich zu reißen(Mt 11,12; Lk 16,16), erläutert uns Jesus, und das „Mit-Gewalt-an-sich-reißen“ heißt, sich in der Selbstverleugnung zu üben, unseren Willen dem Seinen unterzuordnen, unsere Schwächen, die uns als Fesseln an die Welt binden, abzulegen, wobei wir nur auf dem Weg der Buße, d.h. durch Demut, Liebe und Sanftmut, wie er es uns vorgelebt hat, zu Ihm gelangen können, wo Er uns dann auf diesem Weg sicher mit Seiner Gnade entgegenkommen wird, so wie der Vater in dem Gleichnis dem verlorenen Sohn (Lk 15, 11ff).

Auch wenn Jesus mit seinem Kreuzestod die ganze Menschheit aus der Sünde und daraus hervorgehender Knechtschaft befreit hat, so ist es dennoch irrig anzunehmen, Er habe uns damit auch gleichzeitig durch Sein für uns vergossenes Blut von unseren eigenen begangenen, weiterhin begehenden und zukünftigen Sünden erlöst. Nur wer Ihm konsequent nachfolgt, Seine Lehre kompromisslos und werktätig umsetzt, kann auf Seine erlösende Gnade hoffen: „Und darum ist er [Christus] auch der Mittler des neuen Bundes, damit durch seinen Tod, der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen. Denn wo ein Testament [= Bund] ist, da muss der Tod dessen geschehen sein, der das Testament gemacht hat. Denn ein Testament tritt erst in Kraft mit dem Tode; es ist noch nicht in Kraft solange der noch lebt, der es gemacht hat. … Nun aber, am Ende der Welt, ist er [Christus] ein für alle Mal erschienen, durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben. Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht: So ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten zum Heil. … Zuerst hatte er gesagt: „Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht“, obwohl sie doch nach den Gesetz geopfert werden. Dann aber sprach er: „Sieh ich komme, zu tun deinen Willen.“ Da hebt er das erste auf, damit er das zweite einsetze. Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für alle Mal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi. … Weil wir denn nun, liebe Brüder, durch das Blut Jesu die Freiheit haben zum Eingang in das Heiligtum, den er uns aufgetan hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, das ist: Durch das Opfer seines Leibes, und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes, so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in vollkommenem Glauben, besprengt in unseren Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leib mit reinem Wasser. Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat; und lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken. … Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir hinfort kein anderes Opfer mehr für die Sünden, sondern nichts als ein schreckliches Warten auf das Gericht und das gierige Feuer, das die Widersacher verzehren wird.“ (Heb 9,15 ff.)

Es ist also nicht so, dass wir durch das Erlösungswerk Jesu gewissermaßen einen Freibrief zum Sündigen haben und Gott unser Unrecht nicht ansieht, sondern „zur Freiheit hat uns Christus befreit  [und damit freien Entscheidung, ob wir zu Ihm zurückkehren wollen]! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“ (Gal 5,1). Wer sündigt, fällt also wieder unter das alte Muss-Gesetz, denn: „So wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis [handeln entgegen Seiner Lehre, sündigen also], so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Wenn (!) wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns [Krankheit, Leid und Not als Aufrüttler und Reinigungsmaßnahmen] von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns“ (1.Joh 1,6-10).
„Ihr aber seid zur Freiheit berufen! Allein sehet zu, dass ihr durch die Freiheit dem Fleisch nicht Raum gebet… Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, und der Geist wider das Fleisch; dieselben sind widereinander, dass ihr nicht tut, was ihr wollt. Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. Offenbar sind aber  die Werke des Fleisches … Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. …Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lüsten und Begierden. So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln“ (Gal 5,13ff). „Wer arges tut, der hasst das Licht und kommt nicht an das Licht. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, dass seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan.“ (Joh 3,20)

Unser wunderbarer himmlischer Vater wünscht sich unsere Heimkehr und wartet mit ausgestreckten Armen auf uns, schenkt uns Seine Gnade und Erbarmung, kommt uns auch entgegen, doch nachlaufen tut Er uns nicht. Auf den Weg zu Ihm müssen wir uns schon von uns aus machen, durch ein Ausrichten unseres Lebens nach Seinem Willen, Seiner Lehre, Haltung Seiner Gebote, Bekämpfung und Ablegung unserer Schwächen, die uns an die Welt fesseln.

Wir können nicht Unrecht tun in der Hoffnung, dass es der liebe Gott nicht ansieht, meinen, der Kreuzestod Jesu habe uns ja schon von unserem sündigen Leben bzw. fortwährendem Sündigen erlöst, oder allein unser Glaube an Ihn ohne das Leben auch nach Seiner Lehre auszurichten reiche aus um in den Himmel zu kommen, denn beim Ablegen unseres Leibes werden wir nach unseren Werken gerichtet werden: „Und ich sah die Toten, groß und klein, stehend vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan. Und ein anderes Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken.“ (Offbg 20,12). „Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie seine Werke sind“ (Offbg 22,12). „Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse“ (1.Korinther 5,10).

Demnach ist es wichtig, dass wir unser sündhaftes Verhalten, unsere Schwächen bekämpfen und ablegen, um auch wahrhaft an dem Erlösungswerk Jesu teilhaftig werden zu können:  „Und da ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet nach seinem Werk, so führt euer Leben, solange ihr hier in der Fremde weilt, in Gottesfurcht“ (1.Petr 1,17). „Und daran merken wir, dass wir ihn [Gott] kennen, wenn wir seine Gebote halten. Wer sagt: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in dem ist die Wahrheit nicht. Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind. Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der soll auch leben, wie er gelebt hat" (1.Joh 2,3-6)

Fazit:
Jesus ist in die Welt gekommen, um uns durch seinen Kreuzestod von der Sünde, des Gerichts und ewigen (seelischen) Todes zu erlösen, damit wir hierdurch zu einem freien und selbständigen Leben übergehen können, wofür uns ein freies Erkennen und Wollen geschenkt ist, mit dem wir uns selbst zu bestimmen und zu vervollkommnen haben, um dadurch für ewig freie, uns selbst bestimmende Wesen zu sein. Der Weg zur Vollendung ist Seine uns gegebene Lehre, Seine Worte, nach denen wir tatkräftig aus unserem freien Willen heraus leben und handeln müssen, so wir dieses hohe Ziel erreichen wollen.
Jeder Mensch trägt jedoch Schwächen in sich, welche die Fesseln sind, die die Seele an das Fleisch (die Materie) binden. Um diese Schwächen erkennen zu können sind wir allerlei Versuchungen und Verlockungen ausgesetzt. Gelingt es uns sie zu erkennen (der Weg zu Ihm führt über die Selbsterkenntnis), uns in diesem Punkte zu verleugnen, lösen wir damit diese Fesseln und können dadurch zur Vollendung gelangen, was die Neu- bzw. Wiedergeburt im Geiste zur Folge hat, so dass wir dann mit Paulus ausrufen können: „Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir“ (Galater 2,20). „Jesus: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen“ (Joh 3,3).

Leben wir nun so, wie es uns Jesus über Johannes in 8,31 f kundgibt:  „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort“, d.h. dass wir Seine Worte nicht nur im Gedächtnis behalten, sondern auch  - und vor allem -  im Tun danach, „so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“, d.h. wir werden dann in uns zu erkennen vermögen, dass Seine Worte Worte der Liebe und die ewige und lebendige Wahrheit sind, die uns wahrhaft frei machen wird. Alles aber kann ein Schlüssel zur Wahrheit sein, was uns zur Liebe mahnt und zieht. Folgen wir danach solchem Zuge und solcher Mahnung und gehen ein in die Liebe unseres Herzens, so werden wir die Wahrheit finden, die uns von jedem Trug frei machen wird!








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