Taufe - Bibelverstehen

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Die  Bibel zur Taufe

„Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden;
wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden“.
Markus 16,16


Durch die Taufe erfolgt die Aufnahme in die christliche Gemeinschaft. Dieses äußere Zeichen allein aber gibt weder den Glauben noch die versprochene Seligkeit. Auch reicht es nicht aus, lediglich an Gott, in Jesus Christus auf Erden erschienen zu glauben ohne auch Seine Lehre in der Tat anzunehmen, d.h. in seinem Leben werktätig und kompromisslos umzusetzen, denn „der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm selber. Aber es möchte jemand sagen: Du hast den Glauben, und ich habe die Werke; zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, so will ich dir meinen Glauben zeigen aus meinen Werken“ (Jak 2,17-18), „denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne Werke tot“ (Jak 2,26). “In Christo Jesu gilt weder Beschneidung noch unbeschnitten sein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe tätig ist“ (Gal 5,6), Und so „seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein, wodurch ihr euch selbst betrügt“ (Jak 1,22); sintemal vor Gott nicht, die das Gesetz hören, gerecht sind, sondern die das Gesetz tun, werden gerecht sein“ (Rö 2,13). „Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der ist einem törichten Manne gleich, der sein Haus auf den Sand baute. Da nun ein Platzregen fiel und kam ein Gewässer und wehten die Winde und stießen an das Haus, da fiel es und tat einen großen Fall“ (Mt 7,26). Daher „werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel“ (Mt 7,21).

Wo im Neuen Testament von der Taufe gesprochen wird, steht der Glaube und die Unterweisung im Wort Gottes weder daneben, noch dahinter, sondern davor. Die Reihenfolge im Markusevangelium heißt: Predigt des Evangeliums - Glaube - Taufe. Aus diesem Grund machen daher Kindertaufen nur bei Eltern einen Sinn, die Jünger Jesu sind, Ihm also in Wort und Tat nachfolgen, wodurch die Kinder durch den Glauben ihrer Eltern mit geheiligt werden „denn der ungläubige Mann ist geheiligt durchs Weib, und das ungläubige Weib ist geheiligt durch den Mann. Sonst wären eure Kinder unrein; nun aber sind sie heilig“ (1.Kor 7,14).

Der Glauben vieler Gottesdienstbesucher begründet sich auf dem Bezahlen ihrer Kirchensteuern, womit sie meinen die Eintrittskarte in den Himmel erhalten und genug für ihr Glaubensleben getan zu haben. Eine wahrhaftige Nachfolge Jesu ist nicht mehr gefragt, denn „wir sind ja getauft“, und, wenn notwendig, reicht es ja auch aus, irgendeine Bußmesse zu besuchen und beim Geistlichen die Absolution für die Sünden zu holen. Wer will da noch etwas von dem breiten und schmalen Weg, vom Verlorensein und Gerettetsein wissen? Haben wir doch die fürbittenden Angebote der Kirche, für die wir sie bezahlen!


Doch so einfach ist dies nicht, und auch eine Taufe bedeutet keinesfalls die Freisprechung von den eigenen Sünden, besagt nicht „das Abtun des Unflats am Fleisch sondern den Bund eines guten Gewissens mit Gott“ (1.Petr 3,21). Wer da nicht lebendig, also dem Halten der göttlichen Gebote und den Werken nach gläubig lebt, für den ist auch eine Taufe nichts wert, denn „es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott“ (Micha 6,8). Ein jeder aber, der die Gebote Gottes kennt, sie übertritt und ihnen zuwider handelt, sündigt, wodurch der Bund, der durch die Taufe eingegangen ist, gebrochen wird mit der Folge „welcher Ende ist die Verdammnis“ (Phil 3,19), denn „darin offenbart wird die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt; wörtlich: "Gottes Gerechtigkeit", welche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben steht: "Der Gerechte wird seines Glaubens leben“ (Rö 1,17).

Wer sündigt, ist ein Knecht der Sünde. „Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht“ (Jh 8,34), und „der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm Herrn“ (Rö 6,23).

Solange jemand sündigt, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen, es nicht ererben: „Das sage ich aber, liebe Brüder, dass Fleisch und Blut nicht können das Reich Gottes ererben; auch wird das Verwesliche nicht erben das Unverwesliche“ (1.Kor. 15,50). „Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Hass, Mord, Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch zuvor gesagt und sage noch zuvor, dass, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben“ (Gal 5,19-21; s.a. 1.Kor 6,9-10; Eph 5,5).

Weder Taufe noch sakramentale Kirchendienste sind ein Garantieschein für ein ewiges Leben, sind auch keine stets vollgültige Eintrittskarte in das Himmelreich, das Reich Gottes, demnach das Reich des Lichtes, der Wahrheit und der Liebe, welches sich inwendig in einem jeden selbst befindet. „Da er aber gefragt ward von den Pharisäern: Wann kommt das Reich Gottes? antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußerlichen Gebärden; man wird auch nicht sagen: Siehe hier! oder: da ist es! Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch“ (Lk 17, 20-21). „Jesus kam nach Galiläa und predigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllet, und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“  (Mk 1,15). An das Evangelium zu glauben heißt aber auch, danach zu leben und zu handeln.


Jesus sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben“ (Joh 11,25). An Ihn glauben heißt, kompromisslos nach Seiner Lehre zu leben: „Und daran merken wir, dass wir ihn [Gott] kennen, wenn wir seine Gebote halten. Wer sagt: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in dem ist die Wahrheit nicht. Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind. Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der soll auch leben, wie er gelebt hat“  (1.Joh 2,3-6). Infolgedessen werden also diejenigen, „die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens gelangen, die aber Übles getan haben, zur Auferstehung des Gerichts“ (Joh 5,29).

Die Taufe ist ein Bund mit Gott, ein Versprechen, nach Seinen Geboten zu leben um Ihn dadurch zu erkennen und zu Ihm als dem ewigen Leben Selbst eingehen zu können. Wer sündigt bricht diesen Bund und kann solange an der Auferstehung zum ewigen Leben nicht teilhaftig werden als er nicht den Weg der Buße und damit Haltung der göttlichen Gebote geht.

Es ist traurig, wie die Kirche immer mehr von ihrer Bestimmung abfällt, Gottes Gebote zu verteidigen und das Evangelium zu verkünden. Sie schwimmt mit dem Zeitgeist in der Hoffnung, dadurch die Menschen von einem Austritt abhalten bzw. wieder in die Kirche hineinziehen zu können. Doch es wird ihr nichts nützen: „Denn es ist Zeit, dass anfange das Gericht an dem Hause Gottes“ (1.Petr 4,17). „Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr gleich seid wie die übertünchten Gräber, welche auswendig hübsch scheinen, aber inwendig sind sie voller Totengebeine und alles Unflats!  Also auch ihr: von außen scheint ihr den Menschen fromm, aber inwendig seid ihr voller Heuchelei und Untugend“ (Mt 23,27-28). „Weh euch Schriftgelehrten! denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen. Ihr kommt nicht hinein und wehret denen, die hinein wollen“ Lk 11,52).  
Viele Gläubige reagieren mit einem Kirchenaustritt auf die allerorten herrschenden Missstände. „Gott hat seine Wurfschaufel in der Hand: er wird seine Tenne fegen und den Weizen in seine Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit ewigem Feuer“ (Mt 3,12; s.a. Lk 3,17). Die Kirche wird für ihre Verfehlungen, deren Duldung und Irreführungen zur Rechenschaft gezogen werden. „Wenn ich dem Gottlosen sage: Du musst des Todes sterben, und du warnst ihn nicht und sagst es ihm nicht, damit sich der Gottlose vor seinem gottlosen Wesen hüte, auf dass er lebendig bleibe: so wird der Gottlose um seiner Sünde willen sterben; aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern“ (Hes 3,18).  Und doch frägt sie sich nicht: „Predige ich denn jetzt Menschen oder Gott zu Dienst? Oder gedenke ich, Menschen gefällig zu sein? Wenn ich den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich Christi Knecht nicht“ (Gal 1,10).

Ein wahrer Nachfolger Jesu sollte wachsam sein: „Lasset euch niemand verführen in keinerlei Weise; denn er (Jesus) kommt nicht, es sei denn, dass zuvor der Abfall komme und offenbart werde der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens, der da ist der Widersacher und sich überhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, also dass er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich aus, er sei Gott“ (2.Thess 2, 3-4).

„Denn Gottes Zorn vom Himmel wird offenbart über alles gottlose Wesen und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten. Denn was man von Gott weiß, ist ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart, damit dass Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird ersehen, so man des wahrnimmt, an den Werken, nämlich an der Schöpfung der Welt; also dass sie keine Entschuldigung haben, dieweil sie wussten, dass ein Gott ist, und haben ihn nicht gepriesen als einen Gott noch ihm gedankt, sondern sind in ihrem Dichten eitel geworden, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert. Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben verwandelt die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes in ein Bild gleich dem vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere. Darum hat sie auch Gott dahingegeben in ihrer Herzen Gelüste, in Unreinigkeit, zu schänden ihre eigenen Leiber an sich selbst, sie, die Gottes Wahrheit haben verwandelt in die Lüge und haben geehrt und gedient dem Geschöpfe mehr denn dem Schöpfer, der da gelobt ist in Ewigkeit. Amen. Darum hat sie auch Gott dahingegeben in schändliche Lüste: denn ihre Weiber haben verwandelt den natürlichen Brauch in den unnatürlichen; desgleichen auch die Männer haben verlassen den natürlichen Brauch des Weibes und sind aneinander erhitzt in ihren Lüsten und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihres Irrtums (wie es denn sein sollte) an sich selbst empfangen. Und gleichwie sie nicht geachtet haben, dass sie Gott erkenneten, hat sie Gott auch dahingegeben in verkehrten Sinn, zu tun, was nicht taugt, voll alles Ungerechten, Hurerei, Schalkheit, Geizes, Bosheit, voll Neides, Mordes, Haders, List, giftig, Ohrenbläser, Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hoffärtig, ruhmredig, Schädliche, den Eltern ungehorsam, Unvernünftige, Treulose, Lieblose, unversöhnlich, unbarmherzig. Sie wissen Gottes Gerechtigkeit, dass, die solches tun, des Todes würdig sind, und tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun“  (Rö 1,18ff).





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