Selbstmord - Bibelverstehen

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Die Bibel zu Selbstmord

Kein Leben ist frei von Problemen und Sorgen. Manchen Menschen erscheinen sie jedoch manchmal so groß und unlösbar, dass sie ihrem Elend entfliehen wollen und Hand an sich legen, um ihrem ihnen nicht mehr erträglich erscheinenden Dasein ein Ende zu machen. Doch was kommt danach?
Das Leben ist ein Geschenk Gottes. Aus Liebe hat Er uns geschaffen und das Leben in uns hinein gehaucht, ohne das wir gar nicht existieren könnten: „Und Gott der Herr machte den Menschen aus einem Erdenkloß, und blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele“ (1.Mo 2,7).

Ein gläubiger Christ erkennt und glaubt an die Liebe, die Sein Schöpfer zu ihm hat. Er weiß, dass Gott die Liebe und das Leben Selbst ist: „Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“ (1.Joh 4,16). „Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und hat uns einen Sinn gegeben, dass wir erkennen den Wahrhaftigen. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben“ (1.Joh 5,20).

Gott hat uns das Leben des Leibes gegeben, mit dessen Hilfe wir das ewige Leben der Seele erreichen können und sollen (1.Tim 6,12+19), und wir wissen, dass unser „Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst. Denn ihr seid teuer erkauft; darum so preist Gott an eurem Leibe und in eurem Geiste, welche sind Gottes“ (1.Kor 6,19-20).

Mit unserem irdischen Leben hat uns Gott eine vollkommene Willensfreiheit geschenkt, mit der wir zwischen zwei Wegen wählen können (Mt 6,24): Entweder wir nehmen Jesus an, lieben Ihn und leben aus diesem Grund auch werktätig nach Seiner Lehre, wodurch wir in der Liebe zu Ihm wachsen, und Ihn und damit die Liebe Selbst auch mehr und mehr in uns aufnehmen und stets glücklicher und seliger werden, oder wir nehmen Jesus nicht bzw. nicht wirklich und konsequent nach Seiner Lehre lebend an, sondern leben nach unseren auf uns bezogenen, um unser Ich kreisenden Interessen, wodurch wir aber auch immer unglücklicher werden, da hierin keine wahre Liebe zu finden ist (Joh 12,25; Mt 16,25).

Schwierigkeiten gehören zum Leben mit dazu. Sie helfen uns innerlich zu wachsen und zu reifen, sind aber auch Prüfungen, inwieweit wir Gott wirklich lieben und Ihm vertrauen. Jesus weist darauf hin, dass kein anderer Weg als nur allein der Weg des Kreuzes zum ewigen Leben führt: „Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Wer mir will nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben will behalten, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinet- und des Evangeliums willen, der wird's behalten. Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne, und nähme an seiner Seele Schaden? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele löse?“ (Mk 8,34-37)
Den Weg des Kreuzes gehen heißt also auch das uns Auferlegte aus Liebe zu Jesus anzunehmen und willig zu tragen. Und wenn es einmal nicht mehr weiterzugehen oder unerträglich zu werden scheint, können wir uns jederzeit gläubig an Ihn wenden, denn Er hat uns ja auch versprochen: „Wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan“ (Mt 7,8).
Er wird niemanden Seine Hilfe verweigern, ihm, soweit es ihm zu seinem ewigen Heil dient, geben worum er bittet, und niemanden ohne Trost und Stärkung lassen, denn Er sagt: „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Mt 11,28)

Wer sich tötet hat am Glauben Schiffbruch erlitten (1.Tim 1,19), hat keine Liebe mehr zum Leben, ist ein Feind seines Lebens geworden. Und da Gott das Leben Selbst ist, ist er deshalb auch ein Feind Gottes geworden.
Wer sich umbringt, tötet sich selbst. Er sündigt damit gegen das Gebot „Du sollst nicht töten“ (2.Mo 20,13), auch wenn nicht ausdrücklich erwähnt ist, dass man sich nicht selbst töten soll. Töten ist und bleibt töten, egal ob damit einem anderen oder sich selbst das Leben genommen wird.
Wie wird es wohl demjenigen im Jenseits ergehen, der der Liebe bar geworden ist? Das Leben Drüben geht dort weiter wo und wie es hier aufgehört hat (Mt 6,21).Wie quälend wird es für einen Selbstmörder sein, wenn ihm klar wird, dass er sich zwar seines Leibes aber nicht seiner Probleme entledigt hat?
Auf eine magische Erlösung sollte sich niemand Hoffnung machen. Gott nimmt die auf, die Ihn lieben und zu Ihm gehen. Doch denjenigen, die Ihm den Rücken zuwenden, läuft Er nicht hinterher. Schließlich haben wir ja unsere Willensfreiheit mit der wir wählen und entscheiden können.

Was können wir aber tun für die Menschen, die sich in ihrem unglücklichen Verirrtsein das Leben genommen haben?

Wir haben das Gebet; uns bleibt die Fürsprache und Bitte an unseren himmlischen Vater. Hoffen wir auf Seine große Gnade und Erbarmung.



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