Liebe und Geborgenheit - Bibelverstehen - Bibelverstehen

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Christ sein im Alltag
Liebe und Geborgenheit


Gott ist die Liebe.
Da wo wahre Liebe ist, da sind wir daheim
und dürfen uns geborgen fühlen.


Geborgenheit ist ein zentrales Lebensgefühl und ohne die Liebe nicht denkbar. Da wo wir wahrhaftig - um unserer selbst willen - geliebt werden, fühlen wir uns geborgen.

Gott ist die Liebe. In dieser Form schenkt Er sich uns immer wieder, indem Er sich in uns für uns regt, durch uns als Liebe, die wir anderen schenken dürfen, hindurchfließt, und uns wiederum in Anderen und durch Andere begegnet.

Um sich diesem Fluss der Liebe völlig hingeben zu können ist es wichtig, dass wir uns trotz aller Verletzungen, die uns im Laufe unseres Lebens immer wieder unweigerlich widerfahren, nicht verschließen, sondern ein offenes Herz für Seine Liebe behalten und stets in unserer Liebe zu Ihm wachsen, denn nur in einem liebeerfüllten und dafür offenen Herzen kann er auferstehen, mit uns „eins sein, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir“ (Joh 17,21), uns vollenden.

Die Liebe ist die Brücke zwischen Ihm und uns, nur durch die Liebe können wir uns Ihm und Er sich uns nähern, „und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“ (1.Joh 4,16); daher auch Seine Liebegebote. Viele verschließen sich jedoch der Liebe aufgrund bitterer Lebenserfahrungen und daraus resultierender Angst, verletzt zu werden. Doch damit versperren sie auch unserem himmlischen Vater seinen Einzug in ihre Herzen, der nur in einem von Liebe erfüllten Herz wohnen kann. Daher ist es wichtig, die eigenen erlittenen Lebenswunden anzusehen, sich selbst und andere davon Betroffene verzeihend zu heilen, seine eigene Verletzlichkeit anzunehmen und zu überwinden. Dann braucht es auch keinen Mut und keine Überwindung mehr, sich Gott voll und ganz anzuvertrauen.

Mutlosigkeit entsteht bei Vertrauensmangel. Es läuft etwas nicht so, wie wir es uns vorstellen, erhoffen, wollen. Doch unsere Vollendung erfolgt nicht von selbst. Wie uns die Bibel aufzeigt, müssen wir dafür arbeiten und alle Hindernisse, die uns von Ihm trennen, überwinden: falsche Erziehungsmuster, Ansichten anderer, die wir angenommen haben, Verletzungen und alles, was man unter dem Begriff „Welt“ zusammenfassen kann. Gerade der trügerische Schein der Welt und die Hinterlist des Satans mit seinem Einschmeicheln von z.B. „das ist doch harmlos, nichts dabei, machen alle so…“ oder auch Angstmacherei (Angst als DIE Waffe des Satans) sind die größten Barrieren auf dem Weg zu unserem himmlischen Vater, denn sind wir in das eine oder andere abgerutscht, bedarf es meistens einer größeren Überwindung auf den alten Pfad zurückzukehren. Wir sollten daher sehr achtsam mit allem sein, was wir tun, damit wir uns nicht eines Tages in die falsche Richtung verlieren.

Ich meine, das beste Mittel dagegen ist, sich immer wieder darin zu üben, nach Seinem Willen zu forschen und sich Seiner Führung zu überlassen, Veränderungen zuzulassen, sich mit sich selbst konfrontieren lassen bzw. Selbstbeschau zu halten, denn „der Mensch prüfe aber sich selbst“ (Kor 11,28); „habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken. Denn wo du solches tust, wirst du dich selbst selig machen“ (Tim 4,16), auch wenn dies mit Schmerzen verbunden ist, die wir jedoch mit Seiner Hilfe, die Er uns - so wir sie wollen, erbitten und zulassen - immer zukommen lässt, überwinden können.

„Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan“ (Mt 7,7; Lk 11,9)

„Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan“ (Mt 7,8; Lk 11,10).

„Und alles, was ihr bittet im Gebet, so ihr glaubet, werdet ihr's empfangen“ (Mt 21,22; Mk 11,24).
 
Die Liebe zu Ihm muss aus unserem Herzensgrund erwachsen. Den müssen wir dafür reinigen und alles hinauswerfen, was nicht dort hineingehört. Doch wenn wir uns in uns verschließen, führt dies in der Konsequenz zu einer Absonderung von Ihm und damit zu Einsamkeit, in der wir auch keine Geborgenheit mehr finden.

Verletzungen durch andere geschehen meistens nicht absichtlich, oder aber nach meiner Erkenntnis: Nur Verletzte verletzen. Wenn wir dies immer wieder mit in Betracht ziehen, können wir unter diesem Gesichtspunkt nachsichtiger und verzeihender miteinander umgehen.

Verletzungen werfen uns aber auch auf uns selbst zurück, konfrontieren uns mit unseren eigenen Schwächen. Im Schmerz und seiner Überwindung liegt aber auch eine Chance zu wachsen, frei zu werden für Geborgenheit, die wir bei denen finden dürfen, die uns um unserer selbst lieben und es daher gut mit uns meinen. „Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe“ (1.Joh 4,18).





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