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Wer ist Jesus?

Der historische Jesus
Auch wenn die tatsächliche Existenz von Jesus immer wieder angezweifelt und bestritten wurde, so hält sie dennoch heute die Allgemeinheit der Historiker und neutestamentlichen Forscher für gesichert - auf die einschlägige Literatur sei an dieser Stelle verwiesen.
Besonders beachtenswert ist die Niederschrift von Flavius Josephus, jüdischer Historiker in Antiquitates Judaicae - Testimonium Flavianum: Kapitel 18, Verse 63-64 (93 n.Chr.): „Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann, wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf. Er vollbrachte nämlich ganz unglaubliche Taten und war der Lehrer aller Menschen, die mit Lust die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und auch viele Heiden an sich. Dieser war der Christus. Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu. Denn er erschien ihnen am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorhergesagt hatten. Und bis auf den heutigen Tag besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort“ (Gerd Theißen/Annette Merz: Der historische Jesus, die Quellen und ihre Auswertung 2001, S. 75).
Auch Bischof Agapios von Hierapolis weist in seiner christlichen Universalgeschichte vom 10.Jahrhundert darauf hin: „Zu dieser Zeit gab es einen weisen Menschen, der Jesus genannt wurde. Und er wies einen guten Lebenswandel auf und war als tugendhaft bekannt und hatte viele Leute aus den Juden und den anderen Völkern als seine Jünger. Pilatus hatte ihn zur Kreuzigung und zum Tode verurteilt; aber diejenigen, die seine Jünger geworden waren, gaben seine Jüngerschaft nicht auf und erzählten, dass er ihnen drei Tage nach der Kreuzigung erschienen sei und lebe und demnach vielleicht der Messias sei, über den die Propheten Wunderbares gesagt haben.“ (Shlomo Pines: An Arabic version of the Testimonium Flavianum and its implications, Israel Academy of Sciences and Humanities (Hrsg.), 1971; dt. Theißen/Merz (2011), S. 81).
Darüber hinaus werden sowohl die Evangelien als auch die Briefe der Zeitgenossen von Jesus Christus selbst (Markus (70 n.Chr.), Matthäus (80 n.Chr.), Lukas (80 n.Chr.), Johannes (ca. 90 n.Chr.), Paulus (ca. 50 n.Chr., demnach 20 Jahre nach dem Tod Jesu)) als wahr und echt anerkannt, und können somit auch als ein Beweis für das Leben Jesu auf unserer Erde gelten.

Betrachten wir nun, was in der Bibel über Jesus Christus geschrieben steht. Zuvor sollten wir uns erinnern, dass die Bibel lehrt, dass es seit jeher nur einen einzigen Gott gibt, der der selbe im Alten Testament („denn ich bin Gott, und keiner mehr“ Jes 45,22; vgl. 5. Mo 6,4) wie im Neuen Testament ist („und dass kein andrer Gott sei als der eine“ 1. Kor 8,4; „haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von welchem alle Dinge sind und wir zu ihm; und einen Herrn, Jesus Christus, durch welchen alle Dinge sind und wir durch ihn“ 1. Kor 8,6). Bevor wir der Frage über die Identität von Jesus Christus nachgehen wollen erinnern wir uns, dass die Bibel uns lehrt, dass es seit jeher nur einen einzigen Gott gibt, der der selbe im Alten Testament („denn ich bin Gott, und keiner mehr“ Jes 45,22) wie im Neuen Testament ist („und dass kein andrer Gott sei als der eine.“ 1.Kor 8,4; „haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von welchem alle Dinge sind und wir zu ihm; und einen Herrn, Jesus Christus, durch welchen alle Dinge sind und wir durch ihn.“ 1.Kor 8,6)


Jesus wird Gott genannt
Im Alten Testament kündigt der Prophet Jesaja die Geburt Jesu an und nennt ihn Gott: „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; er heißt Wunderbar, Rat, Held, Ewig-Vater Friedefürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhl Davids und in seinem Königreich, dass er's zurichte und stärke mit Gericht und Gerechtigkeit von nn an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth.“ (Jes 9,5-6)

Auch im Neuen Testament wird Jesus als Gott bezeichnet:

  • durch Gott Selbst: „Nachdem vorzeiten Gott manchmal und mancherleiweise geredet hat […] von dem Sohn: "Gott, dein Stuhl       währt von Ewigkeit zu Ewigkeit; das Zepter deines Reichs ist ein richtiges Zepter […] darum hat dich, o Gott, gesalbt dein Gott mit dem Öl der Freuden über deine Genossen.“ (Hebr 1, 8-9)

  • durch die Apostel: „Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott.“ (Joh 20,28); „und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.“ (1.Joh 5,20)

  • und durch Paulus: „aus welchen Christus herkommt nach dem Fleisch, der da ist Gott über alles, gelobt in Ewigkeit.“ (Rö 9,5)

  • durch Jesus an Satan: "Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht auch geschrieben: "Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen.“ (Mt 4,7; Lk 4,12)


Jesus wird als König bezeichnet und erhält die gleiche Ehre wie Gott
„Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehren einziehe! Wer ist derselbe König der Ehren? Es ist der Herr, stark und mächtig, der Herr, mächtig im Streit. Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehren einziehe! Wer ist derselbe König der Ehren? Es ist der Herr Zebaoth; er ist der König der Ehren.“ (Ps 24,7-10)

  • Jesus ist der Herr der Herrlichkeit: „welche keiner von den Obersten dieser Welt erkannt hat; denn so sie die erkannt hätten, hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt.“ (1. Kor 2,8)

  • Auch die Kinder rufen die Ehre des Ewigen aus: „Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen, du, den man lobt im Himmel! Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen, dass du vertilgest den Feind und den Rachgierigen.“ (Ps 8,2-3)

  • Jesus bestätigt, dass Er damit gemeint ist: „und sprachen zu ihm: Hörst du auch, was diese sagen? Jesus sprach zu ihnen: Ja! Habt ihr nie gelesen: "Aus dem Munde der Unmündigen und Säuglinge hast du Lob zugerichtet?" (Mt 21,16)

  • Bemerkenswert ist der Ruhm Gottes auch in dem folgenden Text beschrieben: „Ich sage: Mein Gott, nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage! Deine Jahre währen für und für. Du hast vormals die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk. Sie werden vergehen, aber du bleibest. Sie werden veralten wie ein Gewand; sie werden verwandelt wie ein Kleid, wenn du sie verwandeln wirst. Du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. Die Kinder deiner Knechte werden bleiben, und ihr Same wird vor dir gedeihen.“ (Ps 102,25-28)

  • Die gleichen Ehrbezeichnungen sind auch Jesus im Neuen Testament gewidmet: „Du, Herr, hast von Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk. Sie werden vergehen, du aber wirst bleiben. Und sie werden alle veralten wie ein Kleid; und wie ein Gewand wirst du sie wandeln, und sie werden sich verwandeln. Du aber bist derselbe, und deine Jahre werden nicht aufhören." Zu welchem Engel aber hat er jemals gesagt: "Setze dich zu meiner Rechten, bis ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße?" (Hebr 1,10-13)

  • Der Apostel Johannes versichert, dass Christus Gott ist, als er einen Text Jesajas Jesus zuschreibt, der von der Ehre Gottes zeugt:
„Solches sagte Jesaja, da er seine Herrlichkeit sah und redete von ihm.“ (Joh 12,41)
„Da sprach ich: Weh mir, ich vergehe! denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den Herrn Zebaoth, gesehen mit meinen Augen.“ (Jes 6,5)

  • Jesus-Christus ist würdig, den ganzen Ruhm und die Ehre zu erhalten, denn Er ist Gott:

  • von Gott sprechend: "Herr, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen haben sie das Wesen und sind geschaffen.“ (Off 4,11)

  • von Jesus sprechend: „und sie sprachen mit großer Stimme: Das Lamm, das erwürget ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob.“ (Off 5,12)

  • Vergessen wir nicht, dass Gott seinen Ruhm keinem anderen gibt: „Ich, der Herr, das ist mein Name; und will meine Ehre keinem andern geben noch meinen Ruhm den Götzen.“ (Jes 42,8)

  • Dennoch wird der Ruhm Jesus bezeugt: „[…] Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel. Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen kommen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.“ (Mt 24,30)
„[…] bei welchen der Gott dieser Welt der Ungläubigen Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit Christi.“ (2.Kor 4,4)


Genau wie Gott wird Jesus Retter genannt
Gott selbst lehrt, dass es außer Ihm keinen Retter gibt: „[…] Ich, ich bin der Herr, und ist außer mir kein Heiland.“ (Jes 43,11)

  • Jehova ist der Retter: „Denn ich bin der Herr, dein Gott, der Heilige in Israel, dein Heiland.“ (Jes 43,3)
„So spricht der Herr, dein Erlöser, der Heilige in Israel: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was nützlich ist, und leitet dich auf dem Wege, den du gehst.“ (Jes 48,17)
„Denn der dich gemacht hat, ist dein Mann, der Herr Zebaoth heißt sein Name, und dein Erlöser, der Heilige in Israel, der aller Welt Gott genannt wird.“ (Jes 54,5)
„[…] Denn er sprach: Sie sind ja mein Volk, Kinder, die nicht falsch sind. Darum war er ihr Heiland.“ (Jes 63,8)
„Israel, hoffe auf den Herrn! denn bei dem Herrn ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm, und er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden.“ (Ps 130,7)
„[…] und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilands.“ (Lk 1,47)
„[…] Denn dahin arbeiten wir auch und werden geschmäht, dass wir auf den lebendigen Gott gehofft haben, welcher ist der Heiland aller Menschen, sonderlich der Gläubigen.“ (1.Tim 4,10)

  • Jesus ist der Retter: „Und sie wird einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen; denn er wird sein Volk selig machen von ihren Sünden.“ (Mt 1,21)
„denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“ (Lk 2,11)
„[…] Des andern Tages sieht Johannes Jesum zu ihm kommen und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt.“ (Joh 1,29)
„und sprachen zum Weibe: Wir glauben nun hinfort nicht um deiner Rede willen; wir haben selber gehört und erkannt, dass dieser ist wahrlich Christus, der Welt Heiland.“ (Joh 4,42)
„Und wer meine Worte hört, und glaubt nicht, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt selig mache.“ (Joh 12,47)
„an welchem (Jesus Christus) wir haben die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade.“ (Eph 1,7)
„[…] Und da er vollendet war, ist er geworden allen, die ihm gehorsam sind, eine Ursache zur ewigen Seligkeit.“ (Hebr 5,9)

  • Paulus versichert, dass nur der Herr, Jesus, uns retten kann: „Und ist in keinem andern Heil, ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden.“ (Apg 4,12)

Kein anderer als Christus kann die Menschen aus ihren Sünden erretten. Nun haben wir aber gesehen, dass Jehova erklärt, dass es keinen anderen Retter außer Ihm gibt (Jes 43,11), aber es ist nur Jesus, der uns für ewig errettet und selig macht, also ist Er Gott, der Retter.
Dazu auch Jes 35,4: „Saget den verzagten Herzen: Seid getrost, fürchtet euch nicht! Sehet, euer Gott, der kommt zur Rache; Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen.“


Jesus wird als Herr bezeichnet
  • Jehova ist der Herr: „Abram sprach aber: Herr, Herr, was willst du mir geben?“ (1.Mo 15,2)
„Herr, Herr, du hast angehoben…“ (5.Mo 3,24)

  • Jesus ist der Herr: „denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr.“ (Lk 2,11)
„Ihr heißet mich Meister und Herr und saget recht daran, denn ich bin es auch.“ (Joh 13,13)
„Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott.“ (Joh 20,28)
„So wisse nun das ganze Haus Israel gewiss, dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zu einem Herrn und Christus gemacht hat.“ (Apg 2,36)
„[…] und dass er hat den Frieden verkündigen lassen durch Jesum Christum (welcher ist ein Herr über alles).“ (Apg 10,36)
„Denn so du mit deinem Munde bekennst Jesum, dass er der Herr sei, und glaubst in deinem Herzen, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du selig.“ (Rö 10,9)
„[...] und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr sei“ (Phil 2,11)
„Denn wir sind nicht klugen Fabeln gefolgt, da wir euch kundgetan haben die Kraft und Zukunft unsers Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen.“ (2.Petr 1,16)
„Diese werden streiten mit dem Lamm, und das Lamm wird sie überwinden (denn es ist der Herr aller Herren und der König aller Könige) und mit ihm die Berufenen und Auserwählten und Gläubigen.“ (Off 17,14)
„Und er hat einen Namen geschrieben auf seinem Kleid und auf seiner Hüfte also: Ein König aller Könige und ein Herr aller Herren.“ (Off 19,16)

Diese Bezeichnung von „Herr aller Herren“ wird Gott gegeben in 5. Mo 10,17 („Denn der Herr, euer Gott, ist ein Gott aller Götter und Herr über alle Herren, ein großer Gott“), doch wir wissen dass es nur einen einzigen Gott und einen einzigen Herrn gibt: „ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater unser aller, der da ist über euch allen und durch euch alle und in euch allen.“ (Eph 4,5-6).
Wenn Jesus also auch als Herr über alle bezeichnet wird (s. Apg 10,36), kann er nur Gott sein.


Jehova und Jesus haben beide ein Volk

  • Das Volk Jehovas: „Zu derselben Zeit, spricht der Herr, will ich aller Geschlechter Israels Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.“ (Jer 31,1)
„Und ihr sollt wohnen im Lande, das ich euren Vätern gegeben habe, und sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein.“ (Hes 36,28)

  • Das Volk Jesu: „Und sie wird einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen; denn er wird sein Volk selig machen von ihren Sünden.“ (Mt 1,21)

Wir wissen, dass es nur ein Volk Gottes gibt. Und dieses Volk kann nur einen Bräutigam haben; im Alten Testament spricht man von Gott: „Denn der dich gemacht hat, ist dein Mann, der Herr Zebaoth heißt sein Name, und dein Erlöser, der Heilige in Israel, der aller Welt Gott genannt wird“ (Jes 54,5), und im Neuen Testament spricht man von Jesus: „Jesus sprach zu ihnen: Wie können die Hochzeitleute Leid tragen, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, dass der Bräutigam von ihnen genommen wird; alsdann werden sie fasten.“ (Mt 9,15)


Jesus, der Heiland
Außerdem können wir, um Heil zu erfahren, anrufen:

  • den Namen Jehova: „Und es soll geschehen, wer des Herrn Namen anrufen wird, der soll errettet werden.“ (Joel 3,5)

  • aber auch den Namen Jesu: „Denn so du mit deinem Munde bekennst Jesum, dass er der Herr sei, und glaubst in deinem Herzen, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du selig. Denn so man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und so man mit dem Munde bekennt, so wird man selig. Denn die Schrift spricht: "Wer an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden werden." Es ist hier kein Unterschied unter Juden und Griechen; es ist aller zumal ein Herr, reich über alle, die ihn anrufen. Denn wer den Namen des Herrn wird anrufen, soll selig werden.“ (Rö 10,9-13)
„Und soll geschehen, wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll selig werden.“ (Apg 2,21)


Jesus, der gute Hirte
  • Im Alten Testament wird Jehova als guter Hirte vorgestellt: „Der Herr ist mein Hirte.“ (Ps 32,1)

  • Jesus beschreibt sich auch als guter Hirte: "Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für seine Schafe.“ (Joh 10,11), und sagt gleichzeitig, dass es nur einen Hirten geben wird: „Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle; und dieselben muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und wird eine Herde und ein Hirte werden.“ (Joh 10,16)

Es gäbe aber einen offensichtlichen Widerspruch wenn Jesus der spirituelle Hirte, aber nicht auch Gott wäre.


Jesus, der Fels
  • Nach Paulus ist Jesus der Fels: „sie tranken aber vom geistlichen Fels, der mitfolgte, welcher war Christus.“ (1.Kor 10,4)

  • Im Alten Testament  ist es Gott, der Seinem Volk zu trinken gibt: „Siehe, ich will daselbst stehen vor dir auf einem Fels am Horeb; da sollst du den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen, dass das Volk trinke.“ (2.Mo 17,6)

  • Gott Selbst wird im Alten Testament ebenfalls als Fels bezeichnet: „Gebt unserm Gott allein die Ehre! Er ist ein Fels.“ (5.Mo 32,3-4)
„Er hat den Fels seines Heils gering geachtet.“ (5.Mo 32,15)
„Der Herr ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter.“ (2.Sam 22,2)
„Herr, mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils und mein Schutz!“ (Ps 18,3)
„Verlasset euch auf den Herrn ewiglich; denn Gott der Herr ist ein Fels ewiglich.“ (Jes 26,4)


Jesus hat kein Anfang und kein Ende
Wir wissen, dass Gott unendlich und ewig ist, Er hat also weder einen Anfang noch ein Ende: „Wer tut's und macht es und ruft alle Menschen nacheinander von Anfang her? Ich bin's, der Herr, der Erste und der Letzte.“ (Jes 41,4)
„So spricht der Herr, der König Israels, und sein Erlöser, der Herr Zebaoth: Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott.“ (Jes 44,6)
„Höre mir zu, Jakob, und du, Israel, mein Berufener: Ich bin's, ich bin der Erste, dazu auch der Letzte.“ (Jes 48,12)

Wir wissen auch, dass Gott der einzige ist, der ewig ist: „Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist ein einiger Herr.“ (5.Mo 6,4), aber wenn Jesus als der Erste und der Letzte vorgestellt wird, also dass er nicht geschaffen worden ist, kann er nur Gott sein: „Siehe, er (Jesu Christo) kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen und die ihn zerstochen haben; und werden heulen alle Geschlechter auf der Erde. Ja, amen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.“ (Off 1,7-8)
„war eines Menschen Sohne gleich […] und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige; ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel der Hölle und des Todes.“ (Off 1,12-18)
„Und dem Engel der Gemeinde zu Smyrna schreibe: das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und ist lebendig geworden.“ (Off 2,8)
„Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will den Durstigen geben von dem Brunnen des lebendigen Wassers umsonst.“ (Off 21,6)
„Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte. […] Ich, Jesus, habe gesandt meinen Engel, solches zu bezeugen an die Gemeinden. Ich bin die Wurzel des Geschlechts David, der helle Morgenstern.“ (Off 22,13-16)
„Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich.“ (Joh 8,58)
„Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“ (Heb 13,8)


Gott wohnt in Jesus
Vom Apostel Johannes wissen wir, dass Jesus Mensch war: „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns.“ (Joh 1,14)
„Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: ein jeglicher Geist, der da bekennt, dass Jesus Christus ist in das Fleisch gekommen, der ist von Gott.“ (1.Joh 4,2)

Aber was Jesus von den anderen Menschen unterscheidet ist, dass Gott Selbst in ihm wohnte: „Tue ich nicht die Werke meines Vaters, so glaubet mir nicht; tue ich sie aber, glaubet doch den Werken, wollt ihr mir nicht glauben, auf dass ihr erkennet und glaubet, dass der Vater in mir ist und ich in ihm.“ (Joh 10,37-38)
„Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der Vater aber, der in mir wohnt, der tut die Werke. Glaubet mir, dass ich im Vater und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch um der Werke willen.“ (Joh 14,10-11)

  • Paulus erklärt uns: „Denn Gott war in Christo und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.“ (2.Kor 5,19)

  • Paulus unterstreicht sogar die göttliche Gegenwart in Jesus: „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.“ (Kol 2,9)
„Denn es ist das Wohlgefallen gewesen, dass in ihm alle Fülle wohnen sollte.“ (Kol 1,19)

Kein Wesen kann die Fülle der Gottheit in sich haben, Gott allein besitzt sie durch Seine Unendlichkeit. Da Gott aber ein einziger ist, können wir daraus schließen, dass wenn Jesus die Fülle der göttlichen Natur in sich hat, dies bedeutet, dass er gleichwesentlich zum Vater ist. Sonst müssten zwei Götter existieren. Aber Jesus sagt ja selbst: „Ich und der Vater sind eins.“ (Joh 10,30)
Gott ist durch Jesus Mensch geworden, damit Er uns durch Ihn, Jesus, sichtbar wird. Jesus vereinigt also in sich beide Naturen - bezeugt sich gleichzeitig als Mensch und als einziger und wahrer Gott.


Jesus ist gekommen, um uns Gott sichtbar zu machen
„Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat es uns verkündigt.“ (Joh 1,18)
„…welcher ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor allen Kreaturen.“ (Kol 1,15)
„Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.“ (Joh 12,45)
„Wer mich sieht, der sieht den Vater.“ (Joh 14,9)


Das Alte Testament schreibt die Prophezeiungen über das Leben Jesu Jehova Selbst zu

Johannes den Täufer bereitet den Weg
Das Alte Testament verkündigt, dass jemand die Ankunft Gottes vorbereiten wird: „Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg, macht auf dem Gefilde eine ebene Bahn unserm Gott!“ (Jes 40,3), und „Siehe, ich will meinen Engel senden, der vor mir her den Weg bereiten soll.“ (Mal 3,1)
„Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der Herr.“ (Sach 2,14)

Der Text von Jesaja besagt, dass der Weg für den Ewigen, für Gott, bereitet wird, und Johannes der Täufer war der besagte Wegbereiter für Jesus: „Und er ist der, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat und gesprochen: "Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg und macht richtig seine Steige!" (Mt 3,3)
Wir sehen also, dass Gott uns verkündet hat, persönlich zu uns auf die Erde zu kommen, und Er hat Sein Wort gehalten.


Verrat für 30 Silberlinge
Der Prophet Sacharja hat prophezeit, dass Gott für 30 Silberlinge verraten wird, und dass das Geld für den Kauf eines Grundstückes vom Töpfer verwendet würde: „Und der Herr sprach zu mir: Wirf's hin, dass es dem Töpfer gegeben werde! Ei, eine treffliche Summe, der ich wert geachtet bin von ihnen! Und ich nahm die dreißig Silberlinge und warf sie ins Haus des Herrn, dass es dem Töpfer gegeben würde.“ (Sach 11,13)
Jesus ist derjenige, der für 30 Silberlinge verkauft wurde: „Da das sah Judas, der ihn verraten hatte, dass er verdammt war zum Tode, gereute es ihn, und brachte wieder die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und den Ältesten […] Sie hielten aber einen Rat und kauften den Töpfersacker darum zum Begräbnis der Pilger. Daher ist dieser Acker genannt der Blutacker bis auf den heutigen Tag. Da ist erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, da er spricht: "Sie haben genommen dreißig Silberlinge, damit bezahlt war der Verkaufte, welchen sie kauften von den Kindern Israel,  und haben sie gegeben um den Töpfersacker, wie mir der Herr befohlen hat."“ (Mt 27,3-10)


Kreuzestod Jesu
Sacharja hat ebenfalls vom Tod Jesu prophezeit, indem er verkündete, dass Gott durchbohrt werden wird: „Dies ist die Last des Wortes vom Herrn über Israel, spricht der Herr, der den Himmel ausbreitet und die Erde gründet und den Odem des Menschen in ihm macht. […] Aber über das Haus David und über die Bürger zu Jerusalem will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets; und sie werden mich ansehen, welchen sie zerstochen haben.“ (Sach 12,1-10)


Wiederkunft Jesu
Der Prophet prophezeit auch die Wiederkunft Gottes auf dem Ölberg: „Aber der Herr wird ausziehen und streiten wider diese Heiden, gleichwie er zu streiten pflegt zur Zeit des Streites. Und seine Füße werden stehen zu der Zeit auf dem Ölberge, der vor Jerusalem liegt gegen Morgen.“ (Sach 14,3-4)

Es handelt sich um die Wiederkunft Jesu: „Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren. Da wandten sie um gen Jerusalem von dem Berge, der da heißt Ölberg, welcher ist nahe bei Jerusalem und liegt einen Sabbatweg davon.“ (Apg 1,11-12)


Jesus hat alle göttlichen Attribute

Allmacht
„Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ (Mt 28,18)
„Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selber tun, sondern was er sieht den Vater tun; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.“ (Joh 5,19)


Macht, Leben zu schenken
  • Gott ist Schöpfer: Gottes Wort besagt, dass Gott allein Schöpfer ist: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ (1.Mo 1,1)
„So spricht der Herr, dein Erlöser, der dich von Mutterleibe hat bereitet: Ich bin der Herr, der alles tut, der den Himmel ausbreitet allein und die Erde weit macht ohne Gehilfen.“ (Jes 44,24)
„Denn sein ist das Meer, und er hat's gemacht; und seine Hände haben das Trockene bereitet. Kommt, lasst uns anbeten und knieen und niederfallen vor dem Herrn, der uns gemacht hat.“ (Ps 95,5-6)
„Du hast vormals die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk.“ (Ps 102,26)
„Der Herr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unausforschlich.“ (Jes 40,28)

  • Auch Jesus wird als Schöpfer bezeichnet: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen. […] Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ (Joh 1,1-5;14)
„seines lieben Sohnes […] welcher ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor allen Kreaturen. Denn durch ihn ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Obrigkeiten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.“ (Kol 1,13;16)
„Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich euch gesagt: Er wird's von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.“ (Joh 16,15)
Jesus zum Vater: „Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verklärt.“ (Joh 17,10)
Wir wissen aber, dass es einen einzigen Schöpfergott gibt, also können Vater und Sohn nur eins sein:
„Seht ihr nun, dass ich's allein bin und ist kein Gott neben Mir!“ (5.Mo 32,39)
„Ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr; so bin ich euer Gott. Auch bin ich, ehe denn ein Tag war, und ist niemand, der aus meiner Hand erretten kann.“ (Jes 43,12-13)


Gott erweckt Tote
  • Jehova weckt Tote wieder auf: „Der Herr tötet und macht lebendig, führt in die Hölle und wieder heraus.“ (1.Sam 2,6)
„Den hat Gott auferweckt, und aufgelöst die Schmerzen des Todes, wie es denn unmöglich war, dass er sollte von ihm gehalten werden.“ (Apg 2,24)
„Den hat Gott auferweckt von den Toten; des sind wir Zeugen.“ (Apg 3,15)
„…sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.“ (2.Kor 1,9)

  • Jesus weckt ebenfalls die Toten wieder auf: „Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, also auch der Sohn macht lebendig, welche er will.“ (Joh 5,21)
„Denn das ist der Wille des, der mich gesandt hat, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, habe das ewige Leben; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.“ (Joh 6,40)
„Und er trat hinzu und rührte den Sarg an; und die Träger standen. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, stehe auf! Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden; und er gab ihn seiner Mutter.“ (Lk 7,14-15)
„Jesus sprach: Hebt den Stein ab! Spricht zu ihm Martha, die Schwester des Verstorbenen: Herr, er stinkt schon; denn er ist vier Tage gelegen. Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt, so du glauben würdest, du würdest die Herrlichkeit Gottes sehen? Da hoben sie den Stein ab, da der Verstorbene lag. Jesus aber hob seine Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Doch ich weiß, dass du mich allezeit hörst; aber um des Volkes willen, das umhersteht, sage ich's, dass sie glauben, du habest mich gesandt. Da er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtüchern an Füßen und Händen und sein Angesicht verhüllt mit dem Schweißtuch. Jesus spricht zu ihnen: Löset ihn auf und lasset ihn gehen!“ (Joh 11,39-44)

  • Jesus hat sich selbst auferweckt: „Darum liebt mich mein Vater, dass ich mein Leben lasse, auf dass ich's wiedernehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selber. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wiederzunehmen. Solch Gebot habe ich empfangen von meinem Vater.“ (Joh 10,17-18)

  • Jesus ist das Leben: Jesus ist nicht nur die Quelle allen Lebens, sondern Er ist das Leben selbst.
„Jesus: […] wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird ewiglich nicht dürsten; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm ein Brunnen des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.“ (Joh 4,13-14)
„Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ (Joh 6,35)
„Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ (Joh 11,25)
„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ (Joh 14,6)


Allwissenheit Jesu
Nur Gott kann wahrhaft in die Herzen der Menschen sehen: „denn du allein erkennst das Herz der Menschenkinder.“ (2. Chr 6,30)
„Ich, der Herr, kann das Herz ergründen und die Nieren prüfen und gebe einem jeglichen nach seinem Tun, nach den Früchten seiner Werke.“ (Jer 17,10)

  • Jesus sagt das gleiche: „Das sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie Feuerflammen, und seine Füße sind gleichwie Messing: […] Und alle Gemeinden sollen erkennen, dass ich es bin, der die Nieren und Herzen erforscht; und ich werde geben einem jeglichen unter euch nach euren Werken.“  (Off 2,18-23)

  • Jesus kennt ebenfalls das Herz und die Gedanken der Menschen: „Da aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denkt ihr so arges in euren Herzen?“ (Mt 9,4)
„Aber Jesus vertraute sich ihnen nicht; denn er kannte sie alle und bedurfte nicht, dass jemand Zeugnis gäbe von einem Menschen; denn er wusste wohl, was im Menschen war.“ (Joh 2,24-25)
„Nun wissen wir, dass du alle Dinge weißt und bedarfst nicht, dass dich jemand frage.“ (Joh 16,30)
„…und sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge.“ (Joh 21,17)


Macht, Sünden zu vergeben
  • Jehova vergibt die Sünden: „… Herr, Gott barmherzig und gnädig... Habe ich, Herr, Gnade vor deinen Augen gefunden, so gehe der
Herr mit uns.“ (2.Mo 34,6-8)
„Aber du, mein Gott, vergabst und warst gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Barmherzigkeit und verließest sie nicht.“ (Neh 9,17)

  • Jesus Macht, Sünden zu vergeben: „…Auf das ihr aber wisset, dass des Menschen Sohn Macht hat, zu vergeben die Sünden auf
Erden…“ (Mk 2,1-12; Mt 9,6)
„Den hat Gott durch seine rechte Hand erhöht zu einem Fürsten und Heiland, zu geben Israel Buße und Vergebung der Sünden.“ (Apg 5,31)
„Und er hat euch auch mit ihm lebendig gemacht, da ihr tot waret in den Sünden und in eurem unbeschnittenen Fleisch; und hat uns geschenkt alle Sünden.“ (Kol 2,13)
„…und vertrage einer den andern und vergebet euch untereinander, so jemand Klage hat wider den andern; gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr.“ (Kol 3,13)


Warum ist Jesus auf die Welt gekommen?
Aus dem Vorstehenden können wir ersehen, dass Gott in der Person Jesus Mensch geworden ist, Jesus als wahrster Gott und wahrster Mensch zugleich auf Erden wandelte.
Demnach ist Jesus seinem Körper und seiner Seele nach uns Menschen gleich, unterscheidet sich jedoch von uns durch die Tatsache, dass er der Inbegriff der gänzlichen Fülle der Gottheit ist, d.h.: In Jesus wohnt die Gottheit in ihrer allerunendlichsten Fülle wahrhaft körperlich wesenhaft (Kol 2,9; Joh 1,14; Joh 10,30; Joh 10,38 + 14,10; Joh 12,45; Joh 14,9; 1. Joh 5,20; Rö 9,5; 2. Kor 5,19).

Wie aber konnte Jesus Mensch und Gott zugleich sein? Wie konnte er Gott sein, wenn er zum Vater betete, Dinge nicht wusste, die allein der Vater weiß (Mk 13,32), den Vater als seinen Gott bezeichnete?

Auch wenn zum einen Jesus die volle Natur und das Abbild Gottes in sich trug, so zog sich die Göttlichkeit in ihm dennoch von Zeit zu Zeit zurück, damit er wie alle Menschen sich frei entscheiden konnte, ob er sein Leben entweder nach den göttlichen Geboten oder nach materiellen Leitsätzen ausrichtet.
Das beste Beispiel hierfür ist, neben der Versuchung in der Wüste (Mt 4,1-11), das Geschehen am Ölberg, als Jesus vor seiner Gefangennahme aus seinem freien menschlichen Willen heraus entschied, sich dem Willen des Vaters zu unterwerfen: "Und er riss sich von ihnen einen Steinwurf weit und kniete nieder, betete und sprach: Vater, willst du, so nehme diesen Kelch von mir, doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe! Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. Und es kam, dass er mit dem Tode rang und betete heftiger. Es ward aber sein Schweiß wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde" (Lk 22,41-44).

Gerade diese menschliche Seite an Jesus und der Weg, den er hier auf Erden für uns gegangen ist, zeigen uns, dass er auch für uns Menschen gangbar ist. Durch die Abwendung von den Verlockungen und Reizen dieser Welt und Führung eines Lebens in Demut und Selbstverleugnung können auch wir uns von der Welt und dem Bösen befreien und in Gottes Reich eingehen (weiteres dazu siehe hier).

Jesus ist also auf unsere Erde gekommen, um uns Menschen durch Sein Beispiel in Wort und Tat den Weg zur wahren, selbständigen, ewigen Lebensfreiheit zu zeigen. Folgen wir daher seinem Ruf:

„Wer mir will nachfolgen, der verleugne sich selbst
und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“
Markus 8,34







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