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Durch das Gesetz zur Freiheit

Das Alte Testament stellt den Vorhof dar.
Das Neue Testament das Heiligtum.
Das Ewige Evangelium ist das Allerheiligste.
Im ersten treibt die Frucht.
Im zweiten offenbaren sich Gnade und Glaube.
Im dritten wird die vollkommene Ausströmung der Liebe sein.
Das erste war die Zeit der Knechtschaft.
Das zweite die Zeit sohnhafter Verbindung.
Im dritten wird die Freiheit leuchten.

Joachim von Fiore (gest. 1202)


Durch das Gesetz zur Freiheit

Gott gab unter dem alten Bund (Altes Testament) den Menschen Gesetze, und wer sich daran hielt konnte zwar gerecht werden, aber nicht in das Reich Gottes eingehen.

Jesus hat mit Seinem Erlösungswerk mit der Menschheit einen neuen Bund geschlossen und sie von ihrer Sünde erlöst, wodurch einem jeden die Möglichkeit der Rückkehr zu Gott gegeben ist (Neues Testament).

Durch die Brücke, die Jesus dadurch den Menschen zu Gott geschlagen hat, kann ein jeder, der an Ihn glaubt und seinen Glauben werktätig umsetzt, in das Reich Gottes eingehen und als Kind Gottes in vollster Freiheit leben.


Der Sündenfall und die Erlösung

Adam ist der erste aus Gottes Hand geschaffene Mensch auf der Erde. Er war vollkommen, die Schöpfung war ihm untertan, seine Fähigkeiten waren ein Geschenk und eine große Gnade der ewigen Liebe. Sie waren ihm gegeben, damit er nach dem Willen Gottes weisen Gebrauch davon machte. Er sollte dabei aus freiem Willen heraus Gott in Demut und Treue gehorsam sein, anderenfalls er verstoßen würde, was den Tod zur Folge hätte.
Und so stand es Adam also aufgrund seiner Willensfreiheit frei sich zu erhalten oder zu verderben.

„Und Gott der Herr gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen von allerlei Bäumen im Garten; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon isst, wirst du des Todes sterben“ (1.Mo, 2,16-17).

Damit er nicht alleine bliebe, bekam Adam Eva zur Gefährtin und in beiden obsiegte die Begierde, die Frucht vom verbotenen Baum zu essen.
Adam war schwach geworden; vergaß wissentlich Gott zu seinem eigenen größten Schaden, indem er sich an Ihm ungehorsam und hochmütig werdend versündigte, was seinen Tod und Verstoß aus dem Paradies zur Folge hatte (1.Mo, Kap 2 und 3).

„Denn der Tod ist der Sünde Sold“ ( Rö 6,23).

„Wie durch einen Menschen die Sünde ist gekommen in die Welt und der Tod durch die Sünde, und ist also der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, dieweil sie alle gesündigt haben“ (Rö 5,12).

Mit diesem Tod ist jedoch nicht gemeint der Tod des Leibes oder der Seele, sondern das Absondern und Entfernen von Gott, was eben die Sünde ausmacht. Sie ist eine Störung der göttlichen Ordnung und damit der wirkliche (geistige)Tod.  Auch ist sie des Menschen eigenes Werk, da sie aus seinem Fleisch (Begierden und äußere Sinnlichkeiten des Menschen) und dem Willen der Seele hervorgeht.

„der Stachel des Todes ist die Sünde“ (1.Kor 15,56).

„tot […]durch Übertretungen und Sünden“ (Eph 2,5;  Kol 2,13)

"Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten" (Eph 5,14).

Da Adam gegen das leichte „Du-sollst-Gesetz“ verstoßen hatte, stellte Gott von nun an die Menschheit unter ein schwereres Gesetz, das in den fünf Büchern Mose beschrieben ist, und bei dessen Nichtbeachtung Er Sanktionen, sowohl für den einzelnen (z.B. Steinigen bei Ehebruch) wie auch die Menschheit insgesamt verhängte, s. die Sündflut u.a..

„Was soll denn das Gesetz? Es ist hinzugekommen um der Sünden willen“ (Gal 3,19).
„Durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde“ (Rö 3,20).

Durch das durch den Sündenfall gegebene Gesetz war eine weite Kluft zwischen Gott und den Menschen entstanden, über die keiner zu Ihm zurückkehren konnte, und so konnte aus diesem Grund auch niemand je die wahre Lebensfreiheit erlangen, da das Gesetz eine Hemmung, nicht aber eine Förderung des Lebens ist.

„Doch herrschte der Tod von Adam an bis auf Moses auch über die, die nicht gesündigt haben mit gleicher Übertretung wie Adam“ (Rö 5,14).

„Wenn aber ein Gesetz gegeben wäre, das da könnte lebendig machen, so käme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetz. Aber die Schrift hat alles beschlossen unter die Sünde […] wurden wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben, der da sollte offenbart werden. Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum, dass wir durch den Glauben gerecht würden“  (Gal 3,21-24).

Um die dadurch entstandene Einschränkung aufzuheben, begab sich in Seiner großen Gnade und Erbarmung Gott in der Person Jesus Christus auf Erden, nahm mit Seinem Erlösungswerk alle Sünden der Menschen auf sich und gab ihnen dafür eine neue Gnade und ein neues Leben voll des wahren Lichtes, und zeigte ihnen durch Sich Selbst den rechten Weg und den rechten Zweck ihres Seins.

„In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen“  (Joh 1,4).

„Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn [werktätig] glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“  (Joh 3,16).

„Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm“ (Joh 3,36).

Zum ersten Mal war Gott schaubar geworden:  

„Ich und der Vater sind Eins“ (Joh 10,30).  

„Wer Mich sieht, sieht Den, der Mich gesandt hat!“  (Joh 12,45).

„Wer Mich sieht, sieht den Vater“ (Joh 14,9).

„Denn in Christus wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig“ (Kol 2,9).

Und so kann ein jeder der eines guten Willens ist, Ihn und durch Ihn sich selbst und die eigene allerfreieste Lebensbestimmung erkennen.

Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir. Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Stuhl zu sitzen, wie ich überwunden habe und mich gesetzt mit meinem Vater auf seinen Stuhl. Wer Ohren hat, der höre“ (Off 3,20-22).

„Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“ (Joh 14,23).

„Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; prüfet euch selbst!“ (2.Kor 13,5).

„Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken. Denn wo du solches tust, wirst du dich selbst selig machen und die dich hören“ (1.Tim 4,16). „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“  (Joh 8,32).

„Ein jeglicher aber prüfe sein eigen Werk; und alsdann wird er an sich selber Ruhm haben und nicht an einem andern“ (Gal 6,4).

Gott hat durch das Erlösungswerk Jesus die unübersteigbare Kluft, die durch das Gesetz gegeben war, wieder aufgehoben und so konnte und kann ein jeder Mensch nun immer aus dem Joch des Gesetzes treten, so er seinen alten Menschen gegen den neuen aus Christo umtauscht, darum es denn auch heißt, dass man den alten Menschen ausziehen und den neuen anlegen solle, oder: wer das alte Leben lieb hat, es verlieren wird; wer es aber flieht, es - nämlich als ein neues - erhalten wird, was gleichbedeutend damit ist, dass man nicht der Welt, sondern der Lehre Jesu nach ein Leben führen soll, um damit gleich Jesu den Tod (die Sünde) zu überwinden und in das ewige Leben einzugehen.

„Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Denn wer sein [weltliches] Leben erhalten will, der wird's verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden [das ewige Leben in Gott]. Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse?“ (Mt 16,24-26).

„Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille“ (Rö 12,2).

„So legt nun von euch ab nach dem vorigen Wandel den alten Menschen, der durch Lüste im Irrtum sich verderbt. Erneuert euch aber im Geist eures Gemüts und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit“  (Eph 4,22).

„Zieht den alten Menschen mit seinen Werken aus und ziehet den neuen an, der da erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbilde des, der ihn geschaffen hat, da ist  alles und in allen Christus“ (Kol 3,9ff).

„Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, und der Geist wider das Fleisch; dieselben sind widereinander, dass ihr nicht tut, was ihr wollt. Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz […] Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lüsten und Begierden. So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln“ (Gal 5,16-25).

„Denn das Gesetz des Geistes, der da lebendig macht in Christo Jesu, hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes“ (Rö 8,2).

„Und wer seine Gebote hält, der bleibt in ihm und er in ihm. Und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt, an dem Geist, den er uns gegeben hat“ (1.Joh 3,24).

„Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit" (1.Kor 2,14).

„Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden“ (Mt 16,25; Lk 9,24).

„Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmet das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzt ist, welches kann eure Seelen selig machen. Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein, wodurch ihr euch selbst betrügt. Denn so jemand ist ein Hörer des Worts und nicht ein Täter, der ist gleich einem Mann, der sein leiblich Angesicht im Spiegel beschaut. Denn nachdem er sich beschaut hat, geht er davon und vergisst von Stund an, wie er gestaltet war. Wer aber durchschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin beharrt und ist nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter, der wird selig sein in seiner Tat“ (Jak 1,21 ff).

„So seid nun Gottes Nachfolger als die lieben Kinder und wandelt in der Liebe, gleichwie Christus uns hat geliebt und sich selbst dargegeben für uns als Gabe und Opfer, Gott zu einem süßen Geruch. Hurerei aber und alle Unreinigkeit oder Geiz lasset nicht von euch gesagt werden, wie den Heiligen zusteht, nicht schandbare Worte und Narrenteidinge oder Scherze, welche euch nicht ziemen, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, dass kein Hurer oder Unreiner oder Geiziger, welcher ist ein Götzendiener, Erbe hat in dem Reich Christi und Gottes. Lasset euch niemand verführen mit vergeblichen Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens. Darum seid nicht ihr Mitgenossen. Denn ihr waret weiland Finsternis; nun aber seid ihr ein Licht in dem Herrn. Wandelt wie die Kinder des Lichts, die Frucht des Geistes ist allerlei Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit, und prüfet, was da sei wohlgefällig dem Herrn, und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, strafet sie aber vielmehr. Denn was heimlich von ihnen geschieht, das ist auch zu sagen schändlich. Das alles aber wird offenbar, wenn's vom Licht gestraft wird; denn alles, was offenbar ist, das ist Licht. Darum heißt es: "Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten." So sehet nun zu, wie ihr vorsichtig wandelt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen, und kaufet die Zeit aus; denn es ist böse Zeit. Darum werdet nicht unverständig, sondern verständig, was da sei des Herrn Wille. Und saufet euch nicht voll Wein, daraus ein unordentlich Wesen folgt, sondern werdet voll Geistes: redet untereinander in Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singet und spielet dem Herrn in eurem Herzen und saget Dank allezeit für alles Gott und dem Vater in dem Namen unsers Herrn Jesu Christi, und seid untereinander untertan in der Furcht Gottes“ (Eph 5,1-21).


„Sei ein Vorbild den Gläubigen
im Wort, im Wandel, in der Liebe,
im Geist, im Glauben, in der Keuschheit.“

                                                                            1. Tim 4,12


Das Gesetz führt zur Freiheit

Nach dem Sündenfall hatte Gott den Menschen Gesetze gegeben, nach denen sie fortan zu leben hatten. Beschrieben sind sie in den fünf Büchern Mose.

Durch sein Erlösungswerk hat Jesus die im Alten Testament gegebenen Offenbarungen, Bundesschlüsse und Verheißungen bestätigt, und alle Völker in diesen Bund mit einbezogen.

„Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen; nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern machte, da ich sie bei der Hand nahm, dass ich sie aus Ägyptenland führte, welchen Bund sie nicht gehalten haben, und ich sie zwingen musste, spricht der Herr; sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein; und wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: "Erkenne den Herrn", sondern sie sollen mich alle kennen, beide, klein und groß, spricht der Herr. Denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünden nimmermehr gedenken“ (Jer 31,31-34).

„Siehe, es kommen die Tage, spricht der Herr, dass ich über das Haus Israel und über das Haus Juda ein neues Testament machen will; […]das ist das Testament, das ich machen will dem Hause Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will geben mein Gesetz in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben, und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein“ (Heb 8,8-10).

„Oder ist Gott allein der Juden Gott? Ist er nicht auch der Heiden Gott? Ja freilich, auch der Heiden Gott“ (Rö 3,29; 9,24).

Mit dem Erscheinen Jesu Christi ist für uns Christen kein neues Wort Gottes gegeben. Jesus ist das „fleischgewordene Wort Gottes“.

„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit“ ( Joh 1,14).


Das Gesetz gilt weiterhin.
„Ich sage aber davon: Das Testament, das von Gott zuvor bestätigt ist auf Christum, wird nicht aufgehoben“  (Gal 3,17).

„Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen“ (Mt 5,17).

Mit seinem Kommen übertrug Jesus zwar das ganze Mosaische Gesetz wie auch alle Propheten in das alleinige Zweigesetz „Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst“, doch ist darin eine Aufhebung des Gesetzes nicht zu ersehen, sondern lediglich eine Zusammenfassung. Und ein jeder, der ernsthaft darüber nachdenkt und sich daran hält wird erkennen, dass alle übrigen Gebote, die man auch als eine den Menschen von Gott gegebene Lebensordnung bezeichnen könnte, durch das Halten dieses Zweigesetzes erfüllt werden, das ein vorgezeichneter Weg ist, den wir zu wandeln haben, wenn wir das Ziel des Lebens erreichen wollen.

„Denn alle Gesetze werden in einem Wort erfüllt, in dem: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" (Gal 5,14).

Die Liebe ist demnach die Erfüllung des Gesetzes, „denn wer den anderen liebt, der hat das Gesetz erfüllt“ (Rö 13, 8-10), und so ist für einen jeden Menschen zunächst eine buchstäbliche Beachtung und Einhaltung der Gebote (als gegebenes Gesetz) notwendig, da er nur dadurch zur geistigen Freiheit gelangen kann.


Das Gesetz ist der Weg:
„Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! sondern wir richten das Gesetz auf“(Rö 3,31).

Das Gesetz (die Gebote) ist die äußere Weisheit der Lehre Jesu, welche dem Menschen zur buchstäblichen Beachtung gegeben ist, um dadurch zur geistigen Freiheit zu gelangen.

Johannes beschreibt dies sehr gut in seinem 1. Brief, Kap. 3:„Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, dass wir Gottes Kinder sollen heißen! Darum kennt euch die Welt nicht; denn sie kennt ihn nicht. Meine Lieben, wir sind nun Gottes Kinder; und es ist noch nicht erschienen, was wir sein werden. Wir wissen aber, wenn es erscheinen wird [wir Gottes Kinder sein werden], dass wir ihm gleich sein werden; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und ein jeglicher, der solche Hoffnung hat zu ihm, der reinigt sich, gleichwie er auch rein ist.
Wer Sünde tut, der tut auch Unrecht, und die Sünde ist das Unrecht. Und ihr wisset, dass er ist erschienen, auf dass er unsre Sünden wegnehme, und es ist keine Sünde in ihm. Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; wer da sündigt, der hat ihn nicht gesehen noch erkannt. Kindlein, lasst euch niemand verführen! Wer recht tut, der ist gerecht, gleichwie er gerecht ist. Wer Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. Wer aus Gott geboren ist, der tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt bei ihm; und kann nicht sündigen, denn er ist von Gott geboren. Daran wird's offenbar, welche die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels sind. Wer nicht recht tut, der ist nicht von Gott, und wer nicht seinen Bruder liebhat.
Denn das ist die Botschaft, die ihr gehört habt von Anfang, dass wir uns untereinander lieben sollen. Nicht wie Kain, der von dem Argen war und erwürgte seinen Bruder. Und warum erwürgte er ihn? Weil seine Werke böse waren, und die seines Bruders gerecht. Verwundert euch nicht, meine Brüder, wenn euch die Welt hasst. Wir wissen, dass wir aus dem Tode in das Leben gekommen sind; denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, der bleibt im Tode. Wer seinen Bruder hasst, der ist ein Totschläger; und ihr wisset, dass ein Totschläger hat nicht das ewige Leben bei ihm bleibend. Daran haben wir erkannt die Liebe, dass er sein Leben für uns gelassen hat; und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleibt die Liebe Gottes bei ihm? Meine Kindlein, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. Daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind, und können unser Herz vor ihm damit stillen, dass, so uns unser Herz verdammt, Gott größer ist denn unser Herz und erkennt alle Dinge. Ihr Lieben, so uns unser Herz nicht verdammt, so haben wir eine Freudigkeit zu Gott, und was wir bitten, werden wir von ihm nehmen; denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm gefällig ist. Und das ist sein Gebot, dass wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesu Christi und lieben uns untereinander, wie er uns ein Gebot gegeben hat. Und wer seine Gebote hält, der bleibt in ihm und er in ihm. Und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt, an dem Geist, den er uns gegeben hat.“


Das Ziel ist, die Kindschaft Gottes zu erlangen.
Der Weg dahin heißt Buße (Umkehr), sich von allen Sünden zu reinigen um rein zu werden wie Jesus es war.

Rein können wir werden, indem wir an Jesus Christus glauben, diesen Glauben in die Tat umsetzen, Ihn über alles und unsere Brüdern und Schwestern lieben wie uns selbst.

Erst wenn wir Gott in der Tat und in der Wahrheit über alles Gesetz (Gebot) hinaus lieben, sind wir aus dem Gesetz frei, denn dann zählt nur noch die Liebe.

„So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden vertilgt werden“ (Apg 3,19).

„Nun aber sind wir vom Gesetz los und ihm abgestorben, das uns gefangen hielt, also dass wir dienen sollen im neuen Wesen des Geistes [der Liebe] und nicht im alten Wesen des Buchstabens“  (Rö 7,6).
„Denn das Gesetz des Geistes [der Liebe], der da lebendig macht in Christo Jesu, hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes“ (Rö 8,2).

„Wandelt wie die Kinder des Lichts, die Frucht des Geistes ist allerlei Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit“ (Eph 5,9).

„Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit“ (Gal 5,22).
                                                                                                                                                                      



Jesus ermöglicht die Freiheit


Durch das Erlösungswerk Jesu sind wir zur Freiheit berufen (Gal 5,13).
Im Alten Testament waren die Menschen dem Joch des Gesetzes untertan, durch den neuen Bund hat Jesus uns allen die Möglichkeit geschenkt Kinder Gottes zu werden.

„Sintemal auch Christus einmal für unsre Sünden gelitten hat, der Gerechte für die Ungerechten, auf dass er uns zu Gott führte, und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. In demselben ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis [Totenreich/Menschen des AT, um auch ihnen die Möglichkeit der Rückkehr zu Ihm zu ermöglichen], die vorzeiten nicht glaubten, da Gott harrte und Geduld hatte zu den Zeiten Noahs, da man die Arche zurüstete, in welcher wenige, das ist acht Seelen, gerettet wurden durchs Wasser; welches nun auch uns selig macht in der Taufe, die durch jenes bedeutet ist, nicht das Abtun des Unflats am Fleisch [Sünden, die wir aus unseren äußeren Sinnlichkeiten und Begierden begehen], sondern der Bund eines guten Gewissens mit Gott durch die Auferstehung Jesu Christi, welcher ist zur Rechten Gottes in den Himmel gefahren, und sind ihm untertan die Engel und die Gewaltigen und die Kräfte“  (1.Petr 3, 18-19).

Es obliegt unserer Willensfreiheit,

- uns durch eine egoistische Liebe einen kurzfristigen Vorteil zu verschaffen, woraus sich jedoch ein langfristiger Nachteil ergibt

„Wisset ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? So jemand den Tempel Gottes verderbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, der seid ihr“ (1.Kor 3,16-17).
„Weh den abtrünnigen Kindern, spricht der Herr, die ohne mich ratschlagen und ohne meinen Geist Schutz suchen, zu Häufen eine Sünde über die andere“ (Jes 30,1).

„Der Stachel des Todes ist die Sünde“ (1.Kor 15,56).

„die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod“  (Jak 1,15).

„Irrt euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten“ (Rö 8,12).

„Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm Herrn“  (Rö 6,23).

„Siehe, des Herrn Hand ist nicht zu kurz, dass er nicht helfen könne, und seine Ohren sind nicht hart geworden, dass er nicht höre; sondern eure Untugenden scheiden euch und euren Gott voneinander, und eure Sünden verbergen das Angesicht vor euch, dass ihr nicht gehört werdet“ (Jes 59,1-2).

oder   

- einen kurzfristigen Nachteil (durch Selbstverleugnung sein Kreuz auf sich nehmen) in Kauf nehmen, woraus sich ein ewiger Vorteil, nämlich unsere Freiheit in der Liebe Gottes, ergeben wird.

„Denn der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit“ (2.Kor 3,17).

„Wer aber durchschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin beharrt und ist nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter, der wird selig sein in seiner Tat“  (Jak 1,25).

Der Mensch will alles besser wissen, er achtet nicht die Gebote und sündigt somit wider die göttliche Ordnung. In seiner Selbstüberschätzung und  seinem Hochmut rennt er gegen Gott an in dem Glauben, er wüsste alles besser.

„Aber sie übertreten den Bund wie Adam; darin verachten sie mich“ (Hos 6,7).

Da ihm jedoch kein langfristiges Gelingen beschieden ist, gerät er in Wut, womit er sich immer weiter von Gott absondert.

„Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist“ (Jak 1,20).

„Nun aber leget alles ab von euch: den Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, schandbare Worte aus eurem Munde“ (Kol 3,8).

„Denn Gott hat uns nicht gesetzt zum Zorn, sondern die Seligkeit zu besitzen durch unsern Herrn Jesus Christus“  (1. Thess 5,9).

(Es prüfe sich daher ein jeder, wie viel Wut und Grimm noch in ihm ist, so hat er einen Maßstab, wie weit er noch in der Sünde verhaftet und von Gott entfernt ist).

Vor dem Erlösungswerk Jesu war der Mensch aufgrund des Sündenfalls Adams seinen Trieben und Leidenschaften ausgeliefert. Eine Überwindung war ihm wegen der Tiefe, in die die Menschheit hinein gefallen war, nicht möglich.

Wer streng nach den Gesetzen Mose lebte, konnte zwar Gerechtigkeit erlangen, jedoch nicht die Freiheit bzw. Möglichkeit, ein Kind Gottes zu werden.

„Abram glaubte dem Herrn, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit“ (1.Mo 15,6).

„und es wird unsre Gerechtigkeit sein vor dem Herrn, unserm Gott, so wir tun und halten alle diese Gebote, wie er uns geboten hat“ (5.Mo 6,25).

„Der Herr aber wird einem jeglichen vergelten nach seiner Gerechtigkeit und seinem Glauben“ (1.Sam 26,23).

„Breite deine Güte über die, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit über die Frommen“ (Ps 36,11).
„sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande und wird mit dem Stabe seines Mundes die Erde schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen töten“ (Jes 11,4).

Die Sünde ist ein Abgrund, der uns von Gott trennt. Über diesen Abgrund hat uns Jesus Christus durch seinen Kreuzestod eine Brücke gebaut, damit wir zu Ihm heim gehen können, wodurch wir die Gotteskindschaft erlangen können.

„auch wir selbst […] sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft“ (Rö 8,23).

„Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, dass wir Gottes Kinder sollen heißen!“ (1.Joh 3,1).
„auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel“  (Mt 5,45).
                                                                                                                                                       

Liebe heißt die Brücke zwischen Ihm und uns, ist das Band, das uns mit Ihm verbindet, wodurch wir mit Ihm kommunizieren und Ihm als unserem himmlischen Vater begegnen können.

„Gleichwie mich mein Vater liebt, also liebe ich euch auch. Bleibet in meiner Liebe!“ (Joh 15,9).                                                                                                          

„So ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe“ (Joh 15,10).

„denn die Hauptsumme des Gebotes ist Liebe von reinem Herzen und von gutem Gewissen und von ungefärbtem Glauben“ (1.Tim 1,5).

Es obliegt unserer Willensfreiheit,

- ob wir den kurzen Weg der Selbstverleugnung gehen wollen, der zur ewigen Seligkeit führt

„Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir“ (Mt 16,24 u. Mk 8,34).

Lukas betont dabei in 9,23: “Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“

„Und wer nicht sein Kreuz [der Selbstverleugnung]  trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein“ (Lk 14,27),

oder aber

- die kurze Erdenzeit zum Vorteil aus dem Sündigen zu nutzen um danach einen langen geistigen Weg zur Seligkeit zu gehen, bzw. schlimmstenfalls bei einem unverbesserlichen Willen dem andauernden geistigen Tod zu erliegen.

„[…] ob sie wohl selbst Knechte des Verderbens sind. Denn von wem jemand überwunden ist, des Knecht ist er geworden“ ( 2.Petr 2,19).

„Aber der Stachel des Todes ist die Sünde“ (1.Kor 15,56).

„Darnach, wenn die Lust empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert sie den Tod“  ( Jak 1,15).

Jesus hat uns durch Sein Erlösungswerk, Seiner unendlichen Selbstdemütigung als Gott, aus der tiefsten Materie heraus eine Brücke zu Ihm geschlagen und uns zur Freiheit berufen sie zu begehen.

„ Jesus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Joh 14,6).

„Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren“ (Joh 14,21).

„Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen“ (Joh 14,23).

Es hat demnach ein jeder die Möglichkeit diese Chance zu nutzen, sich Jesus zuzuwenden, Seine Gebote zu halten und Ihn um Hilfe zu bitten, die er sicher auch nicht demjenigen verwehren wird, der ernsthaft seine ganze Liebe auf Ihn richtet und danach trachtet, Ihn durch die Heilige Schrift besser kennen und verstehen zu lernen.

„Lehre mich heilsame Sitten und Erkenntnis; denn ich glaube deinen Geboten“ (Ps 119,66).

„Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen. Er tut, was die Gottesfürchtigen begehren, und hört ihr Schreien und hilft ihnen“ (Ps 145,18-19).

„So aber jemand unter euch Weisheit mangelt, der bitte Gott“  (Jak 1,5).

„So ihr in mir bleibet und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren“ (Joh 15,7, s.a. Mk 11,24).

Je mehr wir Jesus lieben, umso leichter fällt es uns, nicht mehr zu sündigen, und wenn wir die größtmögliche Liebe zu Ihm erlangt haben, werden wir auch zu keiner Sünde mehr fähig sein, denn wenn wir jemanden lieben, verletzen wir ihn nicht, sind unfähig etwas zu tun, was ihn traurig machen könnte.

Damit ist natürlich nicht gemeint eine falsch verstandene Nächstenliebe, die dem Nächsten immer und alles gewährt was er (eigenliebig) möchte nur um ihn nicht traurig zu machen oder zu verletzen, sondern nur alles das, was sich in der göttlichen Ordnung befindet und dem Nächsten zu seiner Entwicklung zu Gott hin dient.

„Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch. Das ist das Gesetz und die Propheten“  (Mt 7,12).

„Seid niemand etwas schuldig als dass ihr euch untereinander liebt, denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt“ (Rö 13,8).

„Die Liebe sei nicht falsch. Hasset das Arge, hanget dem Guten an“ (Rö 12,9).

Aus sich heraus kann niemand die göttlichen Gebote halten sondern nur derjenige, der Jesus wirklich liebt. Und je mehr er Ihn liebt, desto mehr Hilfe erhält er auch von Jesus und umso weniger sündigt er.

„Lasset uns ihn lieben; denn er hat uns zuerst geliebt“ (1.Joh 4,19).

„Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“ (1. Joh 4,16).

Er muss alles, was der Welt angehört hinter sich lassen und seine Liebe immer stärker auf Jesus richten, die Weltweisheit muss sich der geoffenbarten Gottesweisheit unterordnen.

„erkenne die Liebe Christi, die doch alle Erkenntnis übertrifft, auf dass ihr erfüllt werdet mit allerlei Gottesfülle“ (Eph 3,19).

Er muss alles Vertrauen auf Gott setzen. Das ist der rechter Glaube, der frei macht; wer jedoch der Welt anhängt, ist unfrei und ein Knecht der Sünde.

„Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse?“  (Mt 16,26, Mk 8,36, Lk 9,25).

„Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse“ (Joh 3,19).

„[…] als hättet ihr die Freiheit zum Deckel der Bosheit“ (1.Petr 2,16).

„Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben“ (Joh 8,12).

Nur wer sich selbst die Freiheit zum Sündigen nimmt, gelangt zu der Freiheit des Geistes. Benutzt er seine Freiheit zum Sündigen, so wird er ein Knecht der Sünde.

„Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht“  (Joh 8,34).

„Wer Sünde tut, der tut auch Unrecht, und die Sünde ist das Unrecht“ (1.Joh 3,4).

„frei werden vom Dienst des vergänglichen Wesens zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes“ (Rö 8,21).
„So bestehet nun in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, und lasset euch nicht wiederum in das knechtische Joch fangen“ (Gal 5,1).

„Denn der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit“ (2.Kor 3,17).
„Wer aber durchschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin beharrt und ist nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter, der wird selig sein in seiner Tat“ (Jak 1,25).

„So ihr bleiben werdet an meiner Rede [d.h. dass wir Seine Rede nicht nur im Gedächtnis behalten, sondern - und vor allem - im Tun danach], so seid ihr meine rechten Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen [d.h. wir werden dann in uns erkennen vermögen, dass Seine Rede  Worte der Liebe und die ewige und lebendige Wahrheit sind, die uns wahrhaft frei machen wird]“ ( Joh 8,31-32).

„Das Gesetz des Geistes [die Liebe], der da lebendig macht in Christo Jesu, hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes“ (Rö 8,2).

„Über alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit“  (Kol 3,14).

„Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist“ (Mt 5,48).


Die Liebe ist es, die uns frei macht.
Ganz Liebe sein heißt vollkommen sein.



Das Jenseits - Weiterleben nach dem Leibestod
- Erlösung, Gericht und Auferstehung -


Unsere Lebensaufgabe liegt darin, die Kindschaft Gottes zu erlangen, wozu uns Gott die Erde als Lehr- und Lebensschule eingerichtet hat.

„Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, dazu du auch berufen bist“ (1.Tim 6,12).
„und hat uns verordnet zur Kindschaft gegen sich selbst durch Jesum Christum nach dem Wohlgefallen seines Willens“ (Eph 1,5).

„sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft und warten auf unsers Leibes Erlösung“ (Rö 8,23).

„Und darüber sehnen wir uns auch nach unsrer Behausung, die vom Himmel ist, und uns verlangt, dass wir damit überkleidet werden“ (2.Kor 5,2).

Die Kindschaft Gottes können wir jedoch nur erlangen, wenn wir uns von unseren Sünden und weltlichen Schlacken gereinigt haben und vollkommen geworden sind.

„Reiniget die Hände, ihr Sünder, und macht eure Herzen keusch“ (Jak 4,8).

„Waschet, reiniget euch, tut euer böses Wesen von meinen Augen, lasst ab vom Bösen“ (Jes 1,16).

„dass Christus wohne durch den Glauben in euren Herzen und ihr durch die Liebe eingewurzelt und gegründet werdet“ (Eph 3,17).

„Ihr seid teuer erkauft; darum so preiset Gott an eurem Leibe und in eurem Geiste, welche sind Gottes“ (1.Kor 6,20).

„Euer Geist ganz samt Seele und Leib müsse bewahrt werden unsträflich auf die Zukunft unseres Herrn Jesu Christi“ (1. Thess 5,23).

„Denn wer da weiß Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist's Sünde“ (Jak 4,17).

„Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen“ (Mt 5,8).

„Der Jünger ist nicht über seinen Meister; wenn der Jünger ist wie sein Meister, so ist er vollkommen“ (Lk 6,40).


Vollkommen sein heißt ganz aus der Liebe heraus zu leben.

„Über alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit“ (Kol 3,14).

„Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist“ (Mt 5,48).
Mit Seinem Erlösungswerk hat uns Jesus die bis dahin verschlossenen Pforten zum Himmel und ewigen Lebens geöffnet und mit Seiner uns erteilten Lehre den Weg dahin aufgezeigt. Aufgrund der uns gegebenen Willensfreiheit bleibt es jedoch einem jeden überlassen, ob er diesen Weg wandeln will oder nicht. Niemand sollte auf eine magisch-wunderbare Erlösung hoffen. Wer nicht an Jesus glaubt und damit gleichzeitig  auch seinen Glauben unverfälscht werktätig umsetzt, für den wird alles beim alten bleiben.

„Was hilfst, liebe Brüder, so jemand sagt, er habe den Glauben, und hat doch die Werke nicht? Also auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm selber“ ( Jak 2,14 +17).
„Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne Werke  tot“ (Jak 2,26).

„Wer übertritt und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat keinen Gott; wer in der Lehre Christi bleibt, der hat beide, den Vater und den Sohn“ (2. Joh 1,9).

Wer das Göttlich-Gute und Wahre nicht in der Tat annimmt, stößt es zurück, verkehrt das Gute in Böses und das Wahre in ein Falsches und somit das Leben in die Sünde, den Tod.  

„Aber fleischlich [weltlich/begierlich/schlecht] gesinnt sein ist der Tod, und geistlich [gut und wahrhaftig] gesinnt sein ist Leben und Friede“ (Rö 8,6).

„Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht“ (Rö 8,7).

„Wisset ihr nicht, dass der Welt Freundschaft Gottes Feindschaft ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein“ (Jak 4,4).

„Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. So jemand die Welt liebhat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters“ (Joh 2,15).

Die Erlösung ist für uns nur dann wirksam, wenn wir genau so nach der Lehre Jesu leben, wie sie es uns vorschreibt.

„Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote“ (Mt 19,17).

„Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken. Denn wo du solches tust, wirst du dich selbst selig machen und die dich hören“ (Tim 4,16).

„Allenthalben aber stelle dich selbst zum Vorbilde guter Werke, mit unverfälschter Lehre, mit Ehrbarkeit“ (Tit 2,7).

„Wenn du den Brüdern solches vorhältst, so wirst du ein guter Diener Jesu Christi sein, auferzogen in den Worten des Glaubens und der guten Lehre, bei welcher du immerdar gewesen bist“ (1.Tim 4,6).
„Gott sei aber gedankt, dass ihr […]nun gehorsam geworden von Herzen dem Vorbilde der Lehre, welcher ihr ergeben seid“ (Rö 6,7).

„Denn ihr waret weiland Finsternis[…]habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, strafet sie aber vielmehr. Denn was heimlich von ihnen geschieht, das ist auch zu sagen schändlich[…] Darum heißt es: "Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten [den Sündern (1.Kor.15, 56), denen, die in einem weltlichen Leben versunken sind (Joh. 18,36)], so wird dich Christus erleuchten" (Eph 5,8-14).

„Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? Und er [Jesus] reckte die Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brüder! wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mein Bruder, Schwester und Mutter“  (Mt 12, 48-50).

„Sehet euch vor, dass wir nicht verlieren, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangen. Wer übertritt und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat keinen Gott; wer  in der Lehre Christi bleibt, der hat beide, den Vater und den Sohn.
So jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht, den nehmet nicht ins Haus und grüßet ihn auch nicht. Denn wer ihn grüßt, der macht sich teilhaftig seiner bösen Werke“ (2.Joh 1,8-11).

„Ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. […]Darum gehet aus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt kein Unreines an, so will ich euch annehmen und euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der allmächtige Herr" (2.Kor 6, 14-18).

„Wir gebieten euch aber, liebe Brüder, in dem Namen unseres Herrn Jesu Christi, dass ihr euch entzieht von jedem Bruder, der da unordentlich wandelt und nicht nach der Satzung, die er von uns empfangen hat“ (2.Thess 3,6).

„fleischlich gesinnt sein [weltlich, seinen Begierden und Lüsten nach lebend] ist der Tod, und geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede“ (Rö 8,6).
„Denn wo ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben müssen; wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschäfte tötet, so werdet ihr leben“ (Rö 8,13).

„Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, auf dass sie gerichtet werden nach dem Menschen am Fleisch, aber im Geist Gott leben“ (1.Petr 4,6).

Wer auf ein zu großes Hindernis auf seinem Weg trifft, kann dabei getrost und voller Vertrauen Jesu um Hilfe bitten.

„Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan“ (Mt 7,7-8; Lk 11,9f).

„Darum sage ich euch: Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubet nur, dass ihr's empfangen werdet, so wird's euch werden“ (Mk 11,24).

Wer gerecht und vertrauensvoll im Glauben bittet, dem verwehrt Jesus Seine Hilfe nicht und gibt ihm Kraft, das sich ihm in den Weg gestellte Hindernis zu überwinden, wobei jedoch ein jeder selbst so viel dazu beitragen muss als in seinen Kräften liegt. Alles Weitere wird ihm zu der für ihn passenden und rechten Zeit gegeben werden.


Was aber, wenn wir bis zum Ablegen unseres Leibes nicht vollkommen geworden sind?
Nach dem Leibestod tritt der Mensch hinaus in das rein geistige Reich, Gottes endloses Reich, und wird dort nach der Beschaffenheit seines Herzens entweder den Himmel oder die Hölle antreffen.

„Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser Mensch bringt Böses hervor aus dem bösen Schatz seines Herzens“ (Lk 6,45).

„Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz“ (Mt  6,21; Lk 12,34).

„Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen, und wisset, dass ihr von dem Herrn empfangen werdet die Vergeltung des Erbes; denn ihr dienet dem Herrn Christus. Wer aber Unrecht tut, der wird empfangen, was er unrecht getan hat; und gilt kein Ansehen der Person“ (Kol 3,23-25).

„ein jeglicher empfange, nach dem er gehandelt hat bei Leibesleben, es sei gut oder böse“ (2.Kor 5,10).
                                                                                                                                                        

Himmel und Hölle sind in keinen Örtlichkeiten zu finden, sondern sind Seinszustände in uns selbst.
Während des irdischen Lebens ist die Hölle im engsten Sinn das Fleisch, gleichbedeutend mit Materie/Welt und der ärgste Feind des ewigen Lebens. Sie verschafft dem Menschen alles, was ihn mit allerlei fleischlich bzw. materiell behaglichen Reizen erfüllt.
Die Prinzipien der Hölle bestehen aus Eigenliebe, Selbstsucht und Herrschsucht, woraus alle Zwistigkeit und Streit hervorgehen.

„Und er [Jesus] sprach: Was aus dem Menschen geht, das macht den Menschen gemein; denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, gehen heraus böse Gedanken; Ehebruch, Hurerei, Mord, Dieberei, Geiz, Schalkheit [Arglist, betrügerische Gesinnung] , List, Unzucht, Schalksauge, Gotteslästerung, Hoffart [Hochmut], Unvernunft. Alle diese bösen Stücke gehen von innen heraus und machen den Menschen gemein“ (Mk 7,20-23).

„verkehrten Sinn, zu tun, was nicht taugt, voll alles Ungerechten, Hurerei, Schalkheit, Geizes, Bosheit, voll Neides, Mordes, Haders, List, giftig, Ohrenbläser, Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hoffärtig, ruhmredig, Schädliche, den Eltern ungehorsam, Unvernünftige, Treulose, Lieblose, unversöhnlich, unbarmherzig. Sie wissen Gottes Gerechtigkeit, dass, die solches tun, des Todes würdig sind, und tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun“ (Rö 1,28-32).

„Und die Zunge ist auch ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. Also ist die Zunge unter unsern Gliedern und befleckt den ganzen Leib und zündet an allen unsern Wandel, wenn sie von der Hölle entzündet ist“ (Jak 3,6).

„Wohlan nun, ihr Reichen, weinet und heulet über euer Elend, das über euch kommen wird! Euer Reichtum ist verfault, eure Kleider sind mottenfräßig geworden. Gold und Silber ist verrostet, und sein Rost wird euch zum Zeugnis sein und wird euer Fleisch fressen wie ein Feuer“ (Jak 5,1-3).

„Ihr aber, meine Lieben, erbauet euch auf euren allerheiligsten Glauben durch den heiligen Geist und betet, und erhaltet euch in der Liebe Gottes, und wartet auf die Barmherzigkeit unsers Herrn Jesu Christi zum ewigen Leben. Und haltet diesen Unterschied, dass ihr euch etlicher erbarmet, etliche aber mit Furcht selig machet und rücket sie aus dem Feuer [der Hölle]“ (Jud 1, 20-23).

Wer ein eigenliebiges, egoistisches und damit gottabgewandtes Leben führt, der hat sich damit auch schon in seinem Herzen zu Lebzeiten die Hölle geschaffen, weil das Böse eines Menschen auch seine Hölle ist.
Und da der Mensch selbst der Erzeuger seines Bösen ist, so bringt er sich auch selbst in die Hölle und nicht Gott.

„Wer auf sein Fleisch [äußeren Sinne und Begierden] sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten“ (Gal 6,8).

„Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist“  (Rö 8,7).

„Wir wissen aber, dass Gott die Sünder nicht hört“  (Joh 9,31).

„Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch zuvor gesagt und sage noch zuvor, dass, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben“ (Gal 5,21).

„Wisset ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden?“  (1. Kor 6,9).

„Denn das sollt ihr wissen, dass kein Hurer oder Unreiner [sittlich nicht reiner] oder Geiziger, welcher ist ein Götzendiener, Erbe hat in dem Reich Christi und Gottes“ (Eph 5,5).

Das Feuer aller bösen Seelen in ihrer eigens geschaffenen Hölle ist ihre böse, nie zu sättigende Selbstliebe und Herrschsucht.

„Ich will den Erdboden heimsuchen um seiner Bosheit willen und will dem Hochmut der Stolzen ein Ende machen und die Hoffart der Gewaltigen demütigen“ (Jes 13,11).

„Denn Gott widersteht den Hoffärtigen.“  (1.Petr 5,5; Jak 4,6).

„Es ist dir besser, dass du als ein Krüppel zum Leben eingehest, denn dass du zwei Hände habest und fahrest in die Hölle, in das ewige Feuer, da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlöscht“ (Mt 9, 43-44).

Ein jeder, der ernsthaft nach den Liebegeboten sein Leben führt, schafft sich damit in seinem Herzen den Himmel, dessen Prinzipien Demut, Liebe zu Gott und Liebe zum Nächsten sind. Der Himmel oder das Reich Gottes ist das Reich des Lichtes, der Wahrheit und der Liebe. Es ist und entwickelt sich innerhalb und nicht außerhalb eines Menschen und wer es sich durch seine Liebe erschafft, befindet sich, wo er auch immer sein mag - ob noch im Leib oder in seiner puren Seele im Jenseits - überall im Reiche Gottes.

„Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch“  (Lk 17,20).
„Mach dich auf, werde Licht“( Jes 60,1).

„Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes“ ( 2.Kor 6,16).

„Wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten“ (Gal 6,8).

„Wenn nun dein Leib ganz licht ist, dass er kein Stück von Finsternis hat, so wird er ganz licht sein, wie wenn ein Licht mit hellem Blitz dich erleuchtet“ (Lk 11,36).

„bis dass Christus in euch Gestalt gewinne“ (Gal 4,19).

„Christus in euch“ (Kol 1,27).

„werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch“ (Joh 14,20).                                                                                                       

„Wer überwindet soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln“ (Off 3,5).

„Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem heiligen Geiste“  (Rö 14,17).
                                                                                            

Auf welche Verhältnisse man im Jenseits trifft, hängt demnach von der Wesensart des eigenen Herzens ab, und so bereitet sich ein jeder, je nachdem er Gutes tut oder Böses, entweder den Himmel oder die Hölle.

„Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer denn kein zweischneidig Schwert, und dringt durch, bis dass es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens“ (Hebr 4,12).

„Gott, welcher geben wird einem jeglichen nach seinen Werken“ (Rö 2,6).

Ein jeder prüfe daher die Neigung seines Herzens, und er wird leicht finden, mit welchem Geist sein Herz voll ist, und wohin ihn „sein Schatz“ (Mt 6,21; Lk 12,34) zöge, würde er jetzt von der Erde abberufen.

„ist aber dein Auge ein Schalk (arglistiger, betrügerischer Gesinnung), so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!“ (Mt 6,23).
„Wie geschrieben steht: Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben“ (1.Kor 2,9).

Sowohl im Himmel wie auch in der Hölle ist eine ewige Weiterentwicklung möglich, denn in Gottes Schöpfung liegt ein ständiges und ewiges Wachsen. Doch während im Himmel ein ewiges Liebeleben in Gott herrscht und der Mensch dadurch auch immer mehr und mehr glücklich und selig werden kann, so herrscht in der Hölle eine ewige und nie zu sättigende Selbst- und Herrschsucht, was eine immer größer werdende Pein zur Folge hat.


Gott als Richter
Wie wir vorstehend gesehen haben, schafft ein jeder Mensch durch seinen Lebenswandel sich selbst die Verhältnisse, in die er nach dem Ablegen seines Leibes im jenseitigen geistigen Reich eingehen wird. Und so ist er auch schon sein eigener Richter, denn wie seine Liebe ist, so sind seine Taten, und so auch sein Leben, sowohl hier wie auch im Jenseits.

„Denn welcher unwürdig isset und trinket, der isset und trinket sich selber zum Gericht, damit, dass er nicht unterscheidet den Leib des Herrn“ (1.Kor 11,29).

„und werden hervorgehen, die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Übles getan haben, zur Auferstehung des [eigen geschaffenen] Gerichts“  (Joh 5,29).

„Wer an ihn [werktätig] glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes“ (Joh 3,18).

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen“ (Joh 5,24).

„Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Joh 3,16).

Betont sei an dieser Stelle nochmals, dass es zum Eingehen in das ewige Leben nicht ausreicht lediglich an Jesus ohne oder lediglich seinen Begierden/Schwächen angepasstes Umsetzen Seiner Lehre im täglichen Leben zu glauben, denn Er  sagt uns:  „Wer mich liebt, der wird mein Wort halten“(Joh 14,23). Und Sein Wort halten heißt, es auch tatkräftig umzusetzen!

„und er ist darum für alle gestorben, auf dass die, so da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist“ (2.Kor 5,15).

Nach dem Ablegen unseres Leibes müssen wir für unsere Taten im irdischen Leben Rechenschaft ablegen. Wir müssen dabei ausnahmslos für alle unsere Handlungen einstehen, egal ob sie bewusst oder unbewusst geschahen, willentlich oder unwillentlich, wissentlich oder unwissentlich, oder auch in der Annahme „der Zweck heilige die Mittel“ (so z.B. das leider viel verbreitete Verdrehen(‘Anpassen‘) der Lehre Jesu an die heutige Gesellschaft (Säkularisierung)), um so das eigene und das schlechte Gewissen der anderen zu beruhigen; vielleicht auch in der irrigen Meinung, andere dadurch zum Glauben führen zu können entgegen dem ausdrücklichen Auftrag und Verheißung Jesu: „lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende!“ (Mt 28,20), „denn wir sind nicht, wie die vielen, die das Wort Gottes verfälschen; sondern als aus Lauterkeit und als aus Gott reden wir vor Gott in Christo“ (2.Kor 2,17).

„Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar werde, auch nichts Heimliches, das nicht kund werde und an den Tag komme“ (Lk 8,17).

„da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesus Christus richten wird“ (Rö 2,16).

„Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, auf dass ein jeglicher empfange, nach dem er gehandelt hat bei Leibesleben, es sei gut oder böse“ (2.Kor 5,10).

Gott ist den Unschuldigen pur Liebe, aber auch ein ewiges Gericht denen, die einmal Sein Gesetz und Wort haben und nicht danach tun.

Wie sich der Gute im allgemeinen stets mehr und mehr zum Besseren hin entwickelt, so wird auf der anderen Seite der Böse auch stets böser, weshalb den Bösen ein Maß gesetzt ist, bei dessen Erreichen ein Strafgericht erfolgt, durch das sie wieder zu einer Besinnung gebracht werden sollen, so dass möglicherweise doch der eine oder andere eine bessere Richtung einschlägt.

„Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit“ (2.Tim 3,16).

Gott mahnt die gesamte Menschheit immer wieder mit kleineren und auch größeren Katastrophen zur Umkehr bevor es zu einem großen allgemeinen Gottesgericht kommt, wie z.B. über Sodom und Gomorrha, die Sündflut, das angekündigte Endgericht, was nur dann hereinbricht, wenn die Menschen verstockt sind und nicht auf Seine Warnungen hören wollen. Dass ein Abwenden eines solchen Gerichts möglich ist, zeigt uns z.B. Jona in Kap. 3:

„Und es geschah das Wort des Herrn zum andernmal zu Jona und sprach: Mache dich auf, gehe in die große Stadt Ninive und predige ihr die Predigt, die ich dir sage! […] Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen. Da glaubten die Leute zu Ninive an Gott und ließen predigen, man sollte fasten, und zogen Säcke an, beide, groß und klein. […] Da aber Gott sah ihre Werke, dass sie sich bekehrten von ihrem bösen Wege, reute ihn des Übels, das er geredet hatte ihnen zu tun, und tat's nicht“ ( Jon 3,1 s.a. Mt. 12,4).

So wie in der Liebe Gottes eine ewige Freiheit herrscht, so ist in Seinen Gerichten keine Freiheit mehr, sondern die ewige Gefangennehmung im Zorn Gottes, was gut in  Römer 1, 18-32 zu der Gottlosigkeit der Nationen beschrieben steht:

„Denn Gottes Zorn vom Himmel wird offenbart über alles gottlose Wesen und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten. Denn was man von Gott weiß, ist ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart, damit dass Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird ersehen, so man des wahrnimmt, an den Werken, nämlich an der Schöpfung der Welt; also dass sie keine Entschuldigung haben, dieweil sie wussten, dass ein Gott ist, und haben ihn nicht gepriesen als einen Gott noch ihm gedankt, sondern sind in ihrem Dichten eitel geworden, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert. Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben verwandelt die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes in ein Bild gleich dem vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere. Darum hat sie auch Gott dahingegeben in ihrer Herzen Gelüste, in Unreinigkeit, zu schänden ihre eigenen Leiber an sich selbst, sie, die Gottes Wahrheit haben verwandelt in die Lüge und haben geehrt und gedient dem Geschöpfe mehr denn dem Schöpfer, der da gelobt ist in Ewigkeit. Amen. Darum hat sie auch Gott dahingegeben in schändliche Lüste: denn ihre Weiber haben verwandelt den natürlichen Brauch in den unnatürlichen; desgleichen auch die Männer haben verlassen den natürlichen Brauch des Weibes und sind aneinander erhitzt in ihren Lüsten und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihres Irrtums wie es denn sein sollte an sich selbst empfangen. Und gleichwie sie nicht geachtet haben, dass sie Gott erkenneten, hat sie Gott auch dahingegeben in verkehrten Sinn, zu tun, was nicht taugt, voll alles Ungerechten, Hurerei, Schalkheit [Arglist, betrügerische Gesinnung], Geizes, Bosheit, voll Neides, Mordes, Haders, List, giftig, Ohrenbläser, Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hoffärtig, ruhmredig, Schädliche, den Eltern ungehorsam, Unvernünftige, Treulose, Lieblose, unversöhnlich, unbarmherzig. Sie wissen Gottes Gerechtigkeit, dass, die solches tun, des Todes würdig sind, und tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun.“

Neben den einzeln stattfindenden Strafgerichten, mit denen die Menschen zu ihrer Besserung wachgerüttelt werden sollen, gibt es in der Heiligen Schrift auch Hinweise auf ein weiteres allgemeines Weltgericht, das sich unter ganz bestimmten Zeichen ankündigen würde:

  • Matthäus, Kap. 24:               Endzeitrede
  • 2. Thessalonicher, Kap. 2: Die Ankunft Christi und der ihr vorausgehende Verführer; Ermahnung zum Festhalten an der Wahrheit
  • 2.Timotheus, Kap. 3:           Verderbnis der Endzeit; Ermunterung zum Festhalten am Wort Gottes und zur Verkündigung trotz Verfolgung
  • 1.Timotheus, Kap. 4:           Ermahnung, falsche Lehren abzuweisen.

Wenn man das dort Beschriebene mit unserer Zeit des totalen Sittenverfalls und den Geschehnissen und Katastrophen, die allenthalben und in immer kürzeren Zeitabständen herein brechen, vergleicht, so dürfte es wohl nicht mehr schwierig sein auszumachen, welche Stunde es für die Menschheit geschlagen hat.

„Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten werden etliche von dem Glauben abtreten und anhangen den verführerischen Geistern und Lehren der Teufel durch die, so in Gleisnerei (Heuchelei) Lügen reden und Brandmal [Zugehörigkeitszeichen] in ihrem Gewissen haben, die da gebieten, nicht ehelich zu werden…“ (1. Tim 4,1ff).

„zu der letzten Zeit werden Spötter sein, die nach ihren eigenen Lüsten des gottlosen Wesens wandeln“  (Jud 1,18; 2.Pet 3,3).

Doch anstatt an Umkehr zu denken ist es wie zu Noahs Zeiten: „sie aßen, sie tranken, sie freiten und ließen sich freien, bis an den Tag, da ...“ (Mt 24,38).

Wie in Matthäus 24 zu lesen ist, wird das Evangelium von der Erlösung und vom Reich Gottes auf der ganzen Erde noch einmal als ein letzter Aufruf gepredigt werden,  daraufhin das Ende der jetzigen Weltordnung folgen wird. Wenn es nun heißt, dass diese Verkündung des Evangeliums der Welt/den Nationen zu einem "Zeugnis" gegeben wird, so geht es darum, den jetzt noch Gott widerstrebenden Menschen ein  letztes Zeugnis der Wahrheit zu geben. Denn niemand soll dereinst sagen können, er habe von nichts gewusst und keine Möglichkeit gehabt sich für Gott zu entscheiden.

„Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß Treu und Wahrhaftig, und er richtet und streitet mit Gerechtigkeit. Seine Augen sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt viele Kronen; und er hatte einen Namen geschrieben, den niemand wusste denn er selbst. Und war angetan mit einem Kleide, das mit Blut besprengt war; und sein Name heißt "das Wort Gottes". Und ihm folgte nach das Heer im Himmel auf weißen Pferden, angetan mit weißer und reiner Leinwand. Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, dass er damit die Heiden schlüge; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter des Weins des grimmigen Zorns Gottes, des Allmächtigen. Und er hat einen Namen geschrieben auf seinem Kleid und auf seiner Hüfte also: Ein König aller Könige und ein Herr aller Herren“ (Off 19,11-16).

„Darum seid auch ihr bereit; denn des Menschen Sohn wird kommen zu der Stunde, da ihr's nicht meinet“ (Lk 12,40).

Und für alle, die für Jesus Christus eintreten wollen, sollte gelten: „fälschen auch nicht Gottes Wort; sondern mit Offenbarung der Wahrheit beweisen wir uns wohl an aller Menschen Gewissen vor Gott. […]Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesum Christum, dass er sei der Herr“ (2.Kor 4,1-5).


Jüngster Tag und Auferstehung
Unter dem „jüngsten Tag“ ist verschiedenes zu verstehen, so ist und dauert der "jüngste Tag" für alle Menschen fortwährend. Ein jeder neuer Tag ist auch gleichzeitig ein jüngster Tag.

Für diejenigen, die sich vervollkommnet haben ist es aber auch ein Tag der Auferstehung zum ewigen Leben, die Neugeburt, die man auch als Wiedergeburt des Geistes bezeichnet.

„Wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten“ (Gal 6,8).

„als die da wiedergeboren sind, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da ewig bleibt“ (1.Petr 1,23).

Er ist aber auch ein Tag des Gerichts für alle diejenigen, die Gott nicht im Geist und der Wahrheit, und somit in aller Liebe in sich aufnehmen wollen.

„Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse“ (Joh 3,19).

„Ich sage euch aber, dass die Menschen müssen Rechenschaft geben am Jüngsten Gericht von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben“ (Mt 12,36).

Der jüngste Tag für die Seele ist der, an dem sie aus dem Leib genommen wird. Wer die Lehre Jesus hört, an Ihn glaubt und danach handelt, den wird Er Selbst (zur Auferstehung) auferwecken an seinem jüngsten Tag, der sogleich nach dem Austritt der Seele aus dem Leib erfolgen wird, da sie in sich bereits zu Lebzeiten den Himmel erschaffen hat.  

„Also auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät verweslich, und wird auferstehen unverweslich. […] Es wird gesät ein natürlicher Leib, und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Ist ein natürlicher Leib, so ist auch ein geistlicher Leib[…] Aber der geistliche Leib ist nicht der erste, sondern der natürliche; darnach der geistliche.“ (1. Kor 15,42-46).

„Denn das ist der Wille des, der mich gesandt hat, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, habe das ewige Leben; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage“ (Joh 6,40).

Verwundert euch des nicht, denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, werden seine Stimme hören, und werden hervorgehen, die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Übles getan haben, zur Auferstehung des Gerichts" (Joh 5,28-29).

„dass gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Ungerechtigkeit“ (2. Thess 2,12).

„Und da ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet nach seinem Werk, so führt euer Leben, solange ihr hier in der Fremde weilt, in Gottesfurcht“ (1.Petr 1,17).

„Und ich sah die Toten, beide, groß und klein, stehen vor Gott, und Bücher wurden aufgetan. Und ein anderes Buch ward aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach der Schrift in den Büchern, nach ihren Werken“ (Off 20,12).


Gibt es eine ewige Strafe und Verdammnis?
Gott Selbst ist die ewige Liebe und das ewige Leben, so dass es kaum anzunehmen ist, dass Er je ein Wesen für den ewigen Tod erschaffen haben soll. In der Heiligen Schrift steht wohl geschrieben von einem ewigen Tod, welcher ein ewig festes Gericht ist, das aus der unwandelbaren göttlichen Ordnung hervor geht. Wer dagegen, und so lange er dagegen, verstößt, wird er auch dem Gericht anheimfallen, d.h. wer sich von der Welt und ihrer Materie hinreißen lässt und in der Sünde lebt, der ist so lange als verloren und tot zu betrachten, als er sich von der gerichteten Materie nicht trennen will. Es muss also ein ewiges Gericht und einen ewigen Tod geben, aber daraus folgt nicht, dass ein im Gericht gefangener Geist auch ewig darin verbleiben müsse. Eine Befreiung daraus obliegt seiner freien Willensentscheidung zur Umkehr (Buße) und Besserung.

So darf z.B. der reiche Mann, der im irdischen Leben nicht an den Gott Abrahams geglaubt und für seine Nebenmenschen keine Spur von Liebe gehabt hat, im Jenseits durch die Pein und Qual, die er in der Gottesferne leiden muss, seine „Augen aufschlagen“, d.h. zu höheren Anschauungen kommen, den Glauben Abrahams als wahr erkennen und in der Liebe zum Nächsten so weit fortschreiten, dass er Abraham inständig bittet, seine noch auf Erden in Glaubensfinsternis lebenden Brüder ernstlich zu warnen, damit sie nicht auch an diesem Ort der Pein kommen (Lk 16,19-31).
Sind diese Fortschritte des einstigen finsteren Weltmenschen in der Erkenntnis und Liebe nicht schon deutliche Anzeichen einer jenseitigen Weiterreifung der Seele? Und wird die Liebe und Allerbarmung  Gottes dieser bekehrten Seele es ewig wehren, sich dem Herzen Gottes und der Vollendung und Seligkeit zu nähern?

Weiter ist in der Heiligen Schrift auch nirgendwo die Rede von einer ewigen Verdammnis irgendeines Geistes, sondern nur von einer ewigen Verdammnis der Widerordnung gegenüber der ewig währenden göttlichen Ordnung, die notwendig ist, da anderenfalls nichts bestehen könnte. Aus diesem Grund gibt es auch eine ewige Hölle, aber keinen Geist, der wegen seiner Sünden ewig zur Hölle verdammt wäre, sondern nur bis zu seiner Bekehrung und Besserung, so dass auch keine Rede davon ist, dass jemand auf ewig verdammt werde, sondern es heißt: „darum werdet ihr desto mehr Verdammnis empfangen “(Mk 12,40; Lk 20,47).

Spricht man von einer unübersteigbaren Kluft („und über das alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, dass die wollten von hinnen hinabfahren zu euch, könnten nicht, und auch nicht von dannen zu uns herüberfahren“ Lk 16,26),  ist der nie übersteigbare Unterschied zwischen Gottes freiester Ordnung in den Himmeln und der ihr in allem widerstrebenden Widerordnung in der Hölle zu verstehen. Dass jemand, der in sich aufgrund seines freien Willens vollkommen zur Hölle in sich selbst geworden ist, nicht leicht aus dieser herauskommen wird, dürfte einem jeden begreiflich werden, wenn er sich einen Herrschsuchts-Hochmütigen oder Stolzen vorstellt, der in die Sanftmut und Demut der Himmel übergehen soll. Dies ist zwar keine Unmöglichkeit, aber dennoch äußerst schwierig, da der Stolze immer wieder zum Stolz zurückkehrt, der Unkeusche zur Unkeuschheit, der Neider zum Neid, der Geizhals zum Geiz, der Lügner zu der Lüge, der Prasser zum Prassen etc. (man denke hierbei einmal über seine eigenen Schwächen nach und die Schwierigkeit, sich von ihnen frei zu machen). Egal wie oft ihnen ihre unordentlichen Eigenschaften gerügt werden, so verfallen sie doch immer wieder in die gleichen sündigen Leidenschaften, sobald ihnen zu ihrer nötigen Selbstrichtung die für das ewige, freie Leben notwendige Freiheit gegeben wird. Und je öfter sie rückfällig werden, desto schwächer werden sie und desto schwerer wird es ihnen, sich aus den bösen Leidenschaften und Süchten zu erheben und als geläuterte Geister in Gottes wahre und ewige göttliche Freiheit überzugehen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass durch das Gesetz der Anziehung („wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.“ Mt 6,21; Lk 12,34) sich der Hinübergegangene in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten befindet, d.h. dass dort weit und breit die Nachbarn das selbe haben, sind und wollen wie er, so dass ebenfalls aus diesem Grund eine Weiterentwicklung im Jenseits erschwert ist, da jemand, der lediglich mit Gleichdenkenden und Gleichfühlenden umgeben ist, sich sehr schwer aus diesem Kreis heraus entwickeln kann, der wie eiserne Fesseln an ihm hängt. Hier auf Erden ist dies um ein Vielfaches leichter.

Deine eigenen Taten sind Dein Richter, denn wie deine Liebe ist so sind deine Taten und so auch dein Leben, daher:

„Habe acht auf dich selbst
und auf die Lehre;
beharre in diesen Stücken!
Denn wo du solches tust,
wirst du dich selbst retten
und die, die dich hören.“

1.Tim 4,16









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