Die Bibel zu Fastnacht - Bibelverstehen - Bibelverstehen

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Fastnacht, Fasching und Karneval als „fünfte Jahreszeit“ – eine Gott wohlgefällige Zeit?

Fastnacht oder Karneval ist eine schon aus den heidnischen Zeiten bekannte Zeit, die bei den Römern „die Feste des Bachus“ hieß, und unter dem Titel „Bachanalien“ gefeiert wurde, wo alles erlaubt war, was sonst sittlich verboten wurde. Fastnacht gibt es aber auch im christlichen Jahreslauf, wo sie die Tage vor Beginn der österlichen Fastenzeit bilden, die mit dem Aschermittwoch beginnt.
Da in früheren Zeiten in der sechswöchigen Fastenzeit unter Androhung empfindlicher Strafen der Konsum von Fleisch und Genuss aller weiteren aus Großvieh- und Geflügelhaltung gewonnenen Nahrungsmittel wie Schmalz und Fett, Milch, Butter, Käse und Eier untersagt war, hatte dies für die letzten Tage vor der Fastenzeit zur Folge, dass nochmals geschlachtet wurde und man die unter das Fastenverbot fallenden Speisen aufbrauchte um sie vor ihrer Verderblichkeit zu bewahren. Bald darauf kamen zu diesem „Essfest“ Unterhaltungselemente wie Musik und Tanz hinzu, bei denen es dann immer weniger prüde zuging, zumal die Fastenzeit nicht nur eine Enthaltung von Speisen sondern auch von der Sexualität forderte, wodurch gerade die vor dem Aschermittwoch liegenden Tage immer mehr zu sexuellen Ausschweifungen missbraucht wurden.
Später entwickelten sich dann fastnächtliche Bräuche mit organisierten Vorführungen und Umzügen, begleitet von wilden Lärmorgien, grotesken Schlittenfahrten und ähnlichem mehr. Während des 15. Jahrhunderts kam der Brauch der Verkleidung und der Maskierung hinzu, um sich so im Schutz der Unkenntlichkeit der Kontrolle der Obrigkeit zu entziehen. Immer mehr wurde dieses Fastnachtsfest ausgebaut und organisiert, Zünfte entstanden wie auch die durch sie repräsentierten Gestalten. So trat die unheimliche Figur des Teufels bereits vor 1500 „leibhaftig“ in Erscheinung und trieb sein Unwesen, später zusammen mit dem furchterregenden Wilden Mann; das Weib wurde durch in Weiberkleidung verkleidete Männer verlacht, die sozial Verachteten wie Zigeuner, Schwarzhäutige oder Vertreter anderer gesellschaftlicher Randgruppen, die nicht dem vor-herrschenden christlichen Bild entsprachen, wurden unter dem Deckmantel Fastnacht mehr und mehr verhöhnt und verspottet.
Die Kritik der Kirche an der zu großen Ausgelassenheit und den daraus erfolgenden Auswüchsen des Fastnachtsfestes wurde immer stärker, Theologen sprachen von einer Diabolisierung. Aufgrund dieses moralisierenden kirchlichen Ansatzes begann in der Fastnacht mehr und mehr die Gestalt des Narren als Symbol für Geistesblindheit, Ignoranz und Gottesleugnertum, ja sogar für die Erbsünde schlechthin aufzutreten. Und so stand unter kirchlicher Sicht die Zeit der Fastnacht als eine zeitlich begrenzte Demonstration einer gottfernen Welt (heute ja bekannt als die sogenannte fünfte Jahreszeit) mit der Folge, dass nach und nach der zusammengesetzte Begriff "Fastnachtsnarr" zur Generalbezeichnung für sämtliche fastnächtlichen Masken und Kostümträger gleich welcher Art wurde.
Da die Reformatoren mit dem von der katholischen Kirche geduldeten „Teufelszeug“ der Fastnacht nichts anfangen konnten, wurde dieser Brauch in ihrem Einflussbereich abgeschafft mit Ausnahme von Basel, die mit ihrem „Morgenstreich“ bis heute noch immer den Fastnachtsbrauch aufrecht erhält. Erst im ausgehenden 20. Jahrhundert wurde in vielen evangelischen Städten wieder eine Fastnacht eingeführt.

Wenden wir nun unser Augenmerk unter Glaubensgesichtspunkten auf die heutige Fastnachtsgestaltung und was uns die Heilige Schrift dazu sagt.
An Fastnachtsveranstaltungen werden neben privaten Partys öffentliche Tanzveranstaltungen, Prunksitzungen, Umzüge und vieles mehr angeboten. Und egal, welcher Art von Unterhaltung wir uns zuwenden, überall bietet sich das gleiche Bild: Glaube und Moral sind ausgeschaltet, Alkohol, Drogen, Sexualität und Gewalt werden verharmlost und ausgelebt, in Bütten- und sonstigen Fastnachtsreden werden Kirche, Politiker und andere Personen gedemütigt, verspottet und ausgelacht, so z.B. Angela Merkel nackt als kriechend „kapitulierende Wölfin“ oder anderenorts mit einem das Allernötigste verdeckenden Bikini überdimensional groß auf Umzugswägen durch die Straßen gerollt, halb- bis fast nackte Männer und Frauen auf Umzugswägen oder vom Podest irgendwelcher sogenannter Prunksitzungen werfen stark alkoholisiert und grölend - von Singen kann kaum die Rede sein -  Bonbons in die sie entzückt begaffende Menge.
Fastnacht ist eine Zeit, wo allen möglichen Ausschweifungen unter dem Motto „in der verrückten bzw. fünften Jahreszeit ist alles erlaubt“,  nachgegeben und die körperlichen Reize am meisten beachtet und zur Schau getragen werden. Bei allen in dieser Zeit stattfindenden Vergnügungen ist das Augenmerk hauptsächlich darauf gerichtet, alles sonst Unerlaubte unter dem Deckmantel des angeblichen „Nun-Erlaubt-Seins“ zu treiben. Fastnacht ist demzufolge nichts anderes, als ein von Regierung und Kirche geduldeter Versuchungsprozess für beide Geschlechter, denn alles läuft auf die Erweckung von Gelüsten heraus, die nur die Gelegenheit abwarten, befriedigt zu werden, und oftmals bei ihrer Nichterfüllung in verschiedenen Arten von Gewalt ausarten, so z.B. Betrunkenmachen oder durch Verabreichung von Drogen (beispielsweise geschmacksneutrales flüssiges Ecstasy als Beimischung in Getränken) Frauen bis unschuldige Mädchen gefügig zu machen und zu sexuellen Handlungen zu veranlassen, auf die sie sich normalerweise nicht eingelassen hätten bis hin zu deren Vergewaltigung (erst nach einer ganzen Serie von Vergewaltigungen müssen die maskierten Mitglieder von Zünften – zumindest mancherorts – zu ihrer möglichen Identifizierung Abzeichen mit Nummerncodes tragen).

Auf den Fastnachtsveranstaltungen ist aber auch überall die ungezügelte Putzsucht der Frauen anzusehen, die alles dazu beitragen, um mit dem zu glänzen womit sie nicht prunken sollten: mit dem Fleisch ihres Körpers treiben sie Handel, bieten es wie eine Ware feil. Ob aber hinter diesem Fleisch eine geistig-gebildete Seele steckt, danach wird nicht gefragt, wenn nur das Fleisch recht geputzt und geziert dem lüsternen Auge des Mannes gefällt! So wundert es auch nicht, dass es geradezu üblich geworden ist, dass Ehepaare an diesen Tagen nicht zusammen sondern gesondert ausgehen, man nicht darauf sieht, ob der andere die Nacht zu Hause oder egal mit wem woanders verbringt oder vielleicht sogar mit zu sich nach Hause bringt.
Fastnacht dient dazu, sich hemmungslos gehen zu lassen. Man entschuldigt dies mit „der fünften Jahreszeit, in der alles erlaubt sei“. So steigt gerade in dieser Zeit und besonders auch unter Jugendlichen der Alkoholkonsum rapide an, die Einsatzkräfte der Polizei und Sanitäter haben Hochkonjunktur aufgrund alkoholbedingter Verkehrsdelikte bis hin zu schweren Unfällen, Werfen von Flaschen bei Umzügen, Schlägereien bis Messerstechereien und anderer Gewalttätigkeiten, Koma-Trinkens, Drogenrauschs.

Fastnacht ist eine Zeitepoche, in der

  • heidnischen Praktiken und Gebräuchen, damit einem Götzentum, nachgegangen wird und zählen vor Gott zu den sogenannten 'Greueln' oder 'Greuelsünden': „Der Herr hat Greuel an den verkehrten Herzen, und Wohlgefallen an den Frommen.“ (Spr 11,20) „Des Narren Tücke ist Sünde, und der Spötter ist ein Greuel vor den Leuten.“ (Spr 24,9) „Sie sagen, sie erkennen Gott; aber mit den Werken verleugnen sie es, sintemal sie es sind, an welchen Gott Greuel hat, und gehorchen nicht.“ (Tit 1,16)
„Ihr seid's, die ihr euch selbst rechtfertigt vor den Menschen; aber Gott kennt eure Herzen; denn was hoch ist unter den Menschen, das ist ein Greuel vor Gott.“ (Lk 16,15)
„Nun will ich bald meinen Grimm über dich schütten und meinen Zorn an dir vollenden und will dich richten, wie du verdient hast, und dir geben, was deinen Greueln allen gebührt. Mein Auge soll dein nicht schonen, und ich will nicht gnädig sein; sondern will dir geben, wie du verdient hast, und deine Greuel sollen unter dich kommen, dass ihr erfahren sollt, ich sei der Herr, der euch schlägt.“ (Hes 7,8-9)

  • das Geistige ganz mit Füßen getreten wird. Der Herr: „Frevel und Festfeier mag ich nicht!“ (Jes 1,13) „Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie.“ (Am 5,21) „Wisset ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasset euch nicht verführen! Weder die Hurer noch die Abgöttischen noch die Ehebrecher noch die Weichlinge noch die Knabenschänder noch die Diebe noch die Geizigen noch die Trunkenbolde noch die Lästerer noch die Räuber werden das Reich Gottes ererben. Und solche sind euer etliche.“ (1.Kor 6,9-11)

  • auf vielfältige Weise die Hand zum Fallen, zum Sündigen geboten wird: „fallen in Versuchung und Stricke und viel törichte und schädliche Lüste, welche versenken die Menschen ins Verderben und Verdammnis.“ (1.Tim 6,9) „Wachet und betet, dass ihr nicht in Versuchung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.“ (Mk 14,38) „Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht.“ (Joh 8,34)),

und bestens dazu geeignet ist,

  • den Menschen zu seinem moralischen und geistigen Ruin zu verhelfen: „Kein Knecht kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen  hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten“ (Lk 16,13 u. Mt 6,24), „denn das sollt ihr wissen, dass kein Hurer oder Unreiner oder Geiziger, welcher ist ein Götzendiener, Erbe hat in dem Reich Christi und Gottes.“ (Eph 5,5) „Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Hass, Mord, Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch zuvor gesagt und sage noch zuvor, dass, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.“ (Gal 5,19-21),

wohinein auch gleich von Anfang an

  • die Kinder mit einbezogen werden, man nur zu warten braucht, bis der in sie gelegte Same aufgeht: „Wie man einen Knaben gewöhnt, so lässt er nicht davon, wenn er alt wird.“ (Spr 22,6) „Auch einen Knaben kennt man an seinem Wesen, ob er fromm und redlich werden will.“ (Spr 20,11) „Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehst, wenn du dich niederlegst oder aufstehst.“ (5. Mose 6,6-7). Eine bundesweite Studie der Leuphana Universität Lüneburg belegt, dass jeder dritte 10- bis 18-Jährige sich nach eigenen Angaben dreimal im Monat oder öfter betrinkt. „Wisset ihr nicht: welchem ihr euch begebet zu Knechten in Gehorsam, des Knechte seid ihr, dem ihr gehorsam seid, es sei der Sünde zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?“ (Röm 6,16), denn: „von wem jemand überwunden ist, des Knecht ist er geworden.“ (2. Petr 2,19).

Fastnachtssitzungen und -feiern

  • sind voll von Gotteslästerungen, verbalen Äußerungen unter die Gürtellinie und zweideutigen Pseudo-Witzen: „Diese aber lästern alles […] Weh ihnen!“ (Jud 1,10-11)

  • bei denen sich der eine über den anderen erhebt, hochmütig seinen Nächsten verspottet und auslacht: „Und wisset aufs erste, dass in den letzten Tagen kommen werden Spötter, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln“  (2.Petr 3,3), „da sie euch sagten, dass zu der letzten Zeit werden Spötter sein, die nach ihren eigenen Lüsten des gottlosen Wesens wandeln.“ (Jud 1,18) „Er wird der Spötter spotten; aber den Elenden wird er Gnade geben.“ (Spr 3,34) „Gott widersteht den Hoffärtigen [Hochmütigen].“ (1.Petr 5,5)

  • Alkohol und Drogen Hemmungen fallen lassen: „und saufet euch nicht voll Wein [gilt, da die Auswirkungen wie bei Alkohol sind, auch für Drogen (s.a. „Die Bibel zu Drogen“)], daraus ein unordentlich Wesen folgt“ (Eph 5,18)),

  • sexuelle Ausschweifungen und Gewalt sich Bahn brechen: „Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht.“ (Gal 5,19)
„Fliehet der Hurerei!“ (1.Kor 6,18), denn „der Tod ist der Sünde Sold.“ (Röm 6,23)
„Wenn jemand beim Knaben schläft wie beim Weibe, die haben einen Greuel getan und sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen.“ (3.Mose 20,13; 3.Mose 18,22),. „Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.“ (Gal 6,8). Wenn ihr „wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen.“ (Gal 5,16)

Wo ist die Züchtigkeit des weiblichen Geschlechts geblieben? Wo das Band, welches den Mann an seine Gefährtin und sie an ihn binden sollte?: „Ein schönes Weib ohne Zucht ist wie eine Sau mit einem goldenen Haarband.“ (Spr 11,22). Geboten ist, „dass die Weiber in zierlichem Kleide mit Scham und Zucht sich schmücken.“ (1.Tim 2,9). Gott hat aufgegeben, „dass sie die jungen Weiber lehren züchtig sein, ihre Männer lieben, Kinder lieben, sittig sein, keusch, häuslich, gütig, ihren Männern untertan, auf dass nicht das Wort Gottes verlästert werde.“ (Tit 2, 4-5). Zur Schädlichkeit des sexuellen Ausschweifens und Ehebruchs: „Du sollst auch nicht bei deines Nächsten Weibe liegen, dadurch du dich an ihr verunreinigst.“ (3.Mose 18,20). „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: "Du sollst nicht ehebrechen." Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.“ (Mt 5,27-28). „Die Ehe soll ehrlich gehalten werden bei allen und das Ehebett unbefleckt; die Hurer aber und die Ehebrecher wird Gott richten.“ (Hebr 13,4). „Ihr Männer, liebet eure Weiber, gleichwie Christus auch geliebt hat die Gemeinde und hat sich selbst für sie gegeben, auf dass er sie heiligte.“ (Eph 5,25-26).
                                                                                                                                  
Wie soll bei Fastnachtsveranstaltungen gleich welcher Art ein Glaube, eine religiöse Tendenz vorherrschen, wo von allen Seiten dagegen gearbeitet und selbst der letzte Funke Gottes aus dem Herzen zu vertilgen gesucht wird? Selbst bei den z.B. als so harmlos angesehenen Senioren- und Kinder-Fastnachtsfeiern ist doch schon zumindest der Hochmut, das sich Überheben, Lustig machen (lästern, spotten) über andere zu finden, die Kleinsten werden herausgeputzt und damit nicht nur der Eitelkeit, der Gefallsucht (wer ist am schönsten oder am schreckhaftesten kostümiert?) näher gebracht sondern auch auf den Weg gesetzt, den sie fortan wandeln werden, einen Weg, der zu Vergnügungen und der vorherrschenden weltlichen Genusssucht hin- und von Gott wegführt. „Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist's in denen, die verloren werden, verdeckt; bei welchen der Gott dieser Welt der Ungläubigen Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.“ (2.Kor 4,3-4)!

Kann man demnach in Fastnachts-, Faschings- und Karnevalsfeste als  der „fünften Jahreszeit“ Gott mitnehmen?
Fastnacht beinhaltet ausgelassene und hemmungslose Freudenfeste, begleitet von einer übermäßigen Genusssucht und durch eine Geist und Ohren betäubenden Musik, Alkohol und Drogen. Dass das nichts mit der christlichen Freude zu tun hat, die wir genießen dürfen, müsste eigentlich einem jeden Christen klar sein. Gott spricht: „Ich will eure Feiertage in Trauern und alle eure Lieder in Wehklagen verwandeln.“ (Am 8,10), und „der Herr weiß die Gottseligen aus der Versuchung zu erlösen, die Ungerechten aber zu behalten zum Tage des Gerichts, sie zu peinigen, allermeist aber die, so da wandeln nach dem Fleisch in der unreinen Lust, und die Herrschaft verachten, frech, eigensinnig, nicht erzittern, die Majestäten zu lästern, […], davon sie nichts wissen, und werden in ihrem verderblichen Wissen umkommen und den Lohn der Ungerechtigkeit davon bringen. Sie achten für Wollust das zeitliche Wohlleben, sie sind Schandflecken und Laster, prangen von euren Almosen, prassen mit dem Euren, haben Augen voll Ehebruchs, lassen sich die Sünde nicht wehren, locken an sich die leichtfertigen Seelen, haben ein Herz, durchtrieben mit Geiz, verfluchte Leute. Sie haben verlassen den richtigen Weg und gehen irre und folgen nach dem Wege Bileams, des Sohnes Beors, welcher liebte den Lohn der Ungerechtigkeit […]. Das sind Brunnen ohne Wasser und Wolken, vom Windwirbel umgetrieben, welchen behalten ist eine dunkle Finsternis in Ewigkeit. Denn sie reden stolze Worte, dahinter nichts ist, und reizen durch Unzucht zur fleischlichen Lust diejenigen, die recht entronnen waren denen, die im Irrtum wandeln und verheißen ihnen Freiheit, ob sie wohl selbst Knechte des Verderbens sind. Denn von wem jemand überwunden ist, des Knecht ist er geworden. Denn so sie entflohen sind dem Unflat der Welt durch die Erkenntnis des Herrn und Heilandes Jesu Christi, werden aber wiederum in denselben verflochten und überwunden, ist mit ihnen das Letzte ärger geworden denn das Erste. Denn es wäre ihnen besser, dass sie den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt hätten, als dass sie erkennen und sich kehren von dem heiligen Gebot, das ihnen gegeben ist.“ (2. Petr 2,9-22; vergl. auch Jud. 1.10.23)

Gott setzte Gebote ein. Sie erlauben keine Veränderung bzw. Anpassung nach eigenem Gutdünken, und so müssen auch die Menschen, wenn sie gegen diese Gebote verstoßen und damit sündigen, den sich daraus ergebenden Folgen unterliegen. Und dabei braucht sich niemand auf Seine Erbarmung vertrösten. Wer unseren himmlischen Vater neben der Welt herziehen will und der Welt und ihrer Freuden wegen beiseiteschieben kann, den wird Er gehen und fallen lassen, wohin er will.
Gilt uns gläubigen Christen denn nicht folgendes?: „Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen! Allein sehet zu, dass ihr durch die Freiheit dem Fleisch nicht Raum gebet“ (Gal 5,13), wobei die fleischlichen Begierden nicht nur die Sexualität umfassen, sondern ausnahmslos alle weltlichen Vergnügungen, denn: „Ihr seid teuer erkauft; darum so preist Gott an eurem Leibe und in eurem Geiste, welche sind Gottes“ (1.Kor 6,20), und handelt nicht „als hättet ihr die Freiheit zum Deckel der Bosheit, sondern als die Knechte Gottes“ (1.Petr 2,15-16).

Als Christen sollten wir uns vor jedem Anschein hüten, dass wir mit solchen Dingen zu tun haben, die wider die göttliche Ordnung sind. In Epheser 5,3-4 ist eindeutig erklärt, dass sich Büttenreden und das damit verbundene alberne Geschwätz für einen Christen nicht ziemt. „Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, da die Spötter sitzen, sondern hat Lust zum Gesetz des Herrn und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht! (Ps 1,1-2)

An Fastnacht wird das Sündigen auf den Höhepunkt gebracht. Wer Fastnacht feiert, macht Gemeinschaft mit all jenen, die dieses Fest für gut befinden und es feiern und hat damit teil an deren Sünden (2.Joh 1,9-11). Doch die Aussage der Bibel ist eindeutig: „habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, strafet sie aber vielmehr“ (Eph 5,11) und „ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?“ (2.Kor 6,14)

Eine biblische Mahnung an jene, die der Fastnachtsverharmlosung folgen, und sich damit von falschen Propheten und Irrlehrern verführen lassen: „So bestehet nun in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, und lasset euch nicht wiederum in das knechtische Joch fangen.“ (Gal 5,1), denn „Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte.“ (1.Kor 7,23). Wahrlich: „Wie ich sehnlich warte und hoffe, dass ich in keinerlei Stück zu Schanden werde, sondern dass mit aller Freudigkeit, gleichwie sonst allezeit also auch jetzt, Christus hoch gepriesen werde an meinem Leibe, es sei durch Leben oder durch Tod. Denn Christus ist mein Leben, und Sterben [der weltlichen Freuden und Vergnügungen nach] ist mein Gewinn“ (Phil 1,20-21), und „So jemand euch Evangelium predigt anders, denn das ihr empfangen habt, der sei verflucht! Predige ich denn jetzt Menschen [so auch Verharmlosen von Fastnacht] oder Gott zu Dienst? Oder gedenke ich, Menschen gefällig zu sein? Wenn ich den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich Christi Knecht nicht.“  (Gal 1,9-10).

Für einen wahrhaftigen Nachfolger Christi sollte gelten: „Ihr Lieben, lasset euch die Hitze, so euch begegnet, nicht befremden (die euch widerfährt, dass ihr versucht werdet), als widerführe euch etwas Seltsames; sondern freuet euch, dass ihr mit Christo leidet, auf dass ihr auch zur Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben möget. Selig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet über den Namen Christi; denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruht auf euch. Bei ihnen ist er verlästert, aber bei euch ist er gepriesen. […] Leidet er aber als ein Christ, so schäme er sich nicht; er ehre aber Gott in solchem Fall. Denn es ist Zeit, dass anfange das Gericht an dem Hause Gottes. So aber zuerst an uns, was will's für ein Ende werden mit denen, die dem Evangelium nicht glauben? Und so der Gerechte kaum erhalten wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen? Darum, welche da leiden nach Gottes Willen, die sollen ihm ihre Seelen befehlen als dem treuen Schöpfer in guten Werken“ (1.Petr 4,12-19), „Denn auch ihr wisset, liebe Brüder, von unserm Eingang zu euch, dass er nicht vergeblich gewesen ist; sondern, ob wir gleich zuvor gelitten hatten und geschmäht gewesen waren zu Philippi, wie ihr wisset, waren wir freudig in unserm Gott, bei euch zu sagen das Evangelium Gottes mit großen Kämpfen. Denn unsere Ermahnung ist nicht gewesen aus Irrtum noch aus Unreinigkeit noch mit List; sondern, wie wir von Gott bewährt sind, dass uns das Evangelium vertraut ist zu predigen, also reden wir, nicht, als wollten wir den Menschen gefallen, sondern Gott, der unser Herz prüft“ (1.Thess 2,1-4).

Wehe denen, die die Lehre Jesu nur angepasst an ihre eigenen Vorstellungen leben wollen und meinen, in ein so weltlich ausgeartetes Fest bräuchte man nur Gott mit hinein zu nehmen und es sei dadurch von Ihm genehmigt oder geheiligt: „Der Knecht aber, der seines Herrn Willen weiß, und hat sich nicht bereitet, auch nicht nach seinem Willen getan, der wird viel Streiche leiden müssen“ (Lk 12,47), denn „Ich weiß deine Werke; denn du hast den Namen, dass du lebest, und bist [geistig]tot“ (Offb 3,1).

Die Bibel spricht eine klare Sprache: „Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten [Zusammenschluss Schlechtgesinnter], Hass, Mord, Saufen, Fressen und dergl., von welchen ich euch zuvor gesagt und sage noch zuvor, dass, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben“ (Gal 5,19-21).

Stärken wir uns daher vielmehr untereinander: „lasset uns ablegen die Sünde, so uns immer anklebt und träge macht, und lasset uns laufen durch Geduld in dem Kampf, der uns verordnet ist, und aufsehen auf Jesum, den Anfänger und Vollender des Glaubens; welcher, da er wohl hätte mögen Freude haben, erduldete das Kreuz und achtete der Schande nicht und hat sich gesetzt zur Rechten auf den Stuhl Gottes. Gedenket an den, der ein solches Widersprechen von den Sündern wider sich erduldet hat, dass ihr nicht in eurem Mut matt werdet und ablasset“ (Hebr 12,1-3).

Ein gottgefälliges Leben lässt sich nicht mit dem Feiern von Fastnacht vereinbaren. Ein Christ, der an Fasching teilnimmt, macht - auch wenn er die schlimmsten Auswüchse nicht mitmacht - Gemeinschaft mit jenen die dieses Fest feiern und ist kein glaubwürdiger Nachfolger und Zeuge Jesu, denn „ich sitze nicht bei den eitlen Leuten und habe nicht Gemeinschaft mit den Falschen“ (Ps 26,4).

Natürlich dürfen wir uns freuen. Unter Fröhlichkeit soll dabei jedoch keine ausgelassene, unlautere und unsittliche Spaßmacherei verstanden werden, sondern jene Heiterkeit und Munterkeit, die gottergebene Menschen nach gutem und Gott wohlgefälligem Handeln empfinden. Ausgelassenheit und Spaß, der immer auf Kosten anderer geht, passt nicht zu einem Christen. Und auch nicht zu Christus. Und Ihm wollen wir doch Freude machen, oder? „Wisset ihr nicht: welchem ihr euch begebet zu Knechten in Gehorsam, des Knechte seid ihr.“ (Röm 6,16). Und so „zieht den alten Menschen mit seinen Werken aus und ziehet den neuen an, der da erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbilde des, der ihn geschaffen hat.“ (Kol 3,9-10).
















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