Die Bibel zur Ehe - Bibelverstehen - Bibelverstehen

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Was sagt uns die Bibel zur Ehe

Das Zusammenleben in Ehe und Familie ist von großer Bedeutung, die wichtigste Beziehung darin die zwischen den Ehepartnern, da sie als Vorbilder die Gesinnung ihrer Kinder prägen und damit deren Wege vorbereiten. Ist die Grundlage ein falsches Denken, so folgt daraus ein falsches Handeln, doch aus einem richtigen Denken heraus, verbunden mit der Bereitschaft zum Gehorsam gegenüber Gott, folgt richtiges Handeln.
Die Ehe ist Geschenk und Aufgabe, eine dauerhafte, sich verpflichtende Partnerschaft zwischen Mann und Frau. Wird sie in der rechten gottgefälligen Ordnung geführt, so beseitigt sie Einsamkeit, schafft gegenseitige Ergänzung in geistlicher, seelischer und körperlicher Hinsicht. Was sagt uns nun die Bibel zu Ehe und Sexualität?


Grundsätzliches
Aus der Bibel wissen wir, dass Gott Eva aus Adam erschaffen hat, um ihm eine Gefährtin zu geben: „Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm seiner Rippen eine und schloss die Stätte zu mit Fleisch. Und Gott der Herr baute ein Weib aus der Rippe, die er vom Menschen nahm, und brachte sie zu ihm. Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin heißen, darum dass sie vom Manne genommen ist. Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und sie werden sein ein Fleisch“ (1.Mo 2,21-24). Eva ging also samt Leib und Seele aus Adam hervor, und so wurden aus einem Menschen und aus einer Seele zwei, waren aber dennoch ein Fleisch und eine Seele.
Und wie für Adam ein Weib geschaffen wurde, so ist auch für jeden Mann ein Weib zur Lebensgefährtin und ehelichen Ergänzung bestimmt. „Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei“ (1.Mo 2,18).
Die Aufgabe von beiden besteht nun darin, sich gegenseitig zu unterstützen, da ein jeder zu seiner Ganzheit und Vollendung in geistiger und leiblicher Sicht auch das benötigt, was der andere besitzt.
Mann und Frau haben dann eine wahre Herzensehe geschlossen, wenn sie sich im Geist und im Herzen als zusammengehörig erkannt haben. So gilt dann dieser geistige, vor Gott geschlossene Bund als unlösbar, und darf auch nicht mehr vom Menschen getrennt werden: „So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden“ (Mt 19,6; Mk 10,9). Auf einer solchen Ehe liegt Gottes Segen und wird daher für beide zu wahrer Glückseligkeit führen. „Über alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit“ (Kol 3,14).


Die Partnerwahl

Grundlegende Verhaltensregeln
Die Partnerwahl sollte immer aus wahrer in Gott ruhender Liebe geschehen, denn weltliche Auswahlkriterien befriedigen nur für eine begrenzte Zeit. Hat man sich daran gewöhnt, geht die Beziehung in Gleichgültigkeit über und führt zum Scheitern.
Und so ist auch eine dauerhafte und glückliche Beziehung zwischen einem Gläubigen und einem ungläubigen Partner nicht möglich und wird auch nicht von Gott empfohlen: „Ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen […] was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen? Was hat der Tempel Gottes für Gleichheit mit den Götzen? Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht: ‚Ich will unter ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Darum gehet aus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt kein Unreines an, so will ich euch annehmen und euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein‘, spricht der allmächtige Herr“ (2.Kor 6,14-18), „und sollst dich mit ihnen nicht befreunden: Eure Töchter sollt ihr nicht geben ihren Söhnen, und ihre Töchter sollt ihr nicht nehmen euren Söhnen. Denn sie werden eure Söhne mir abfällig machen, dass sie andern Göttern dienen“ (5.Mo 7,3-4), „und dass du nehmest deinen Söhnen ihre Töchter zu Weibern und dieselben dann ihren Göttern nachlaufen und machen deine Söhne auch ihren Göttern nachlaufen“ (2.Mo 34,16).
Wer Gott bittet und fest darauf vertraut, dem wird auch zu der für ihn richtigen Zeit der zu ihm passende Partner zugeführt. Eine Partnerwahl, die ohne Gott erfolgt, geschieht oftmals zu früh und läuft Gefahr, in die Brüche zu gehen. „Ein vernünftiges Weib kommt vom Herr“ (Spr 19,14).

Zum Mann
„Der Mann aber ist des Weibes Haupt“ (1.Kor 11,3): In der Ehe sollte der Mann die Führerrolle übernehmen, diese aber unter Berücksichtigung der Bedürfnisse seiner Frau weise und liebevoll erfüllen. Um diese verantwortungsvolle Aufgabe gewissenhaft ausführen zu können, ist es ratsam, dass er vor dem Eingehen einer Ehe bereits eine gewisse geistige Reife erlangt hat. „Ihr Männer, liebet eure Weiber, gleichwie Christus auch geliebt hat die Gemeinde und hat sich selbst für sie gegeben, auf dass er sie heiligte, und hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, auf dass er sie sich selbst darstellte als eine Gemeinde, die herrlich sei, die nicht habe einen Flecken oder Runzel oder des etwas, sondern dass sie heilig sei und unsträflich. Also sollen auch die Männer ihre Weiber lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer sein Weib liebt, der liebt sich selbst. Denn niemand hat jemals sein eigen Fleisch gehasst; sondern er nährt es und pflegt sein, gleichwie auch der Herr die Gemeinde. Denn wir sind die Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein“ (Eph 5,25-30). „Ihr Männer, liebet eure Weiber und seid nicht bitter gegen sie“ (Kol 3,19). „Desgleichen, ihr Männer, wohnet bei ihnen mit Vernunft und gebet dem weiblichen als dem schwächeren Werkzeuge seine Ehre, als die auch Miterben sind der Gnade des Lebens, auf dass eure Gebete nicht verhindert werden“ (1.Petr 3,7):

Zur Frau
Die Frau soll rein, wohlgesittet und demütig sein, d.h. nicht geputzt und geschmückt sein oder mit ihren Reizen prunken, sondern züchtig ihren Leib bedecken: „Desgleichen dass die Weiber in zierlichem Kleide mit Scham und Zucht sich schmücken, nicht mit Zöpfen oder Gold oder Perlen oder köstlichem Gewand, sondern, wie sich's ziemt den Weibern, die da Gottseligkeit beweisen wollen, durch gute Werke. Ein Weib lerne in der Stille mit aller Untertänigkeit. Einem Weibe aber gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie des Mannes Herr sei, sondern stille sei. Denn Adam ist am ersten gemacht, danach Eva. Und Adam ward nicht verführt; das Weib aber ward verführt und hat die Übertretung eingeführt. Sie wird aber selig werden durch Kinderzeugen, so sie bleiben im Glauben und in der Liebe und in der Heiligung samt der Zucht“ (1.Tim 2,9-15).
Eine tugendhafte Frau ist ein Segen für den Mann, ein herrschsüchtiges, ungerechtes und eigensinniges aber wird ihm viel Sorgen und Kummer bereiten: „Ein tugendhaftes Weib ist die Krone ihres Mannes, aber eine böse ist wie Eiter in seinem Gebein“ (Spr 12,4).
Eine Frau, die ihre äußerliche Schönheit und weiblichen Reize herausstreicht, tut dies aus der ihrer Eigenliebe entspringenden Gefallsucht und bringt somit dem Mann keinen Segen: „Ein schönes Weib ohne Zucht ist wie eine Sau mit einem goldenen Haarband“ (Spr 11,22). „Lieblich und schön sein ist nichts; ein Weib, das den Herrn fürchtet, soll man loben“ (Spr 31,30).
In ihr sollte neben der Liebe Treue, Ergebung, Sanftmut und Demut vorherrschen: „Und zum Weibe sprach Er: […] dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, und er soll dein Herr sein“ (1.Mo 3,16); „[…] die jungen Weiber lehren züchtig sein, ihre Männer lieben, Kinder lieben, sittig sein, keusch, häuslich, gütig, ihren Männern untertan, auf dass nicht das Wort Gottes verlästert werde“ (Tit 2,4-5). „Desgleichen sollen die Weiber ihren Männern untertan sein, auf dass auch die, so nicht glauben an das Wort, durch der Weiber Wandel ohne Wort gewonnen werden, wenn sie ansehen euren keuschen Wandel in der Furcht. Ihr Schmuck soll nicht auswendig sein mit Haarflechten und Goldumhängen oder Kleideranlegen, sondern der verborgene Mensch des Herzens unverrückt mit sanftem und stillem Geiste; das ist köstlich vor Gott. Denn also haben sich auch vorzeiten die heiligen Weiber geschmückt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und ihren Männern untertan waren, wie die Sara Abraham gehorsam war und hieß ihn Herr; deren Töchter ihr geworden seid, so ihr wohltut und euch nicht lasst schüchtern machen“ (1.Petr 3,1-6).
Begegnet eine Frau ihrem Mann in Liebe und Sanftmut, so wird sie auf diese Weise eine wohltuende Einwirkung auf ihn haben, und so heißt es auch, dass die Sanftmut der Frauen das Band darstellt, das die Herzen der Männer an sie bindet, und die Männer es auch nicht zerreißen werden: „Wem ein tugendsam Weib beschert ist, die ist viel edler denn die köstlichsten Perlen. Ihres Mannes Herz darf sich auf sie verlassen, und Nahrung wird ihm nicht mangeln. Sie tut ihm Liebes und kein Leides ihr Leben lang“ (Spr 31,10-12).


Die Ehe

Grundlegendes
Gott hat Adam nur ein Weib erschaffen: „Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib“ (1.Mo 1,27), und so hat Er auch für jedes männliches Wesen nur ein dazu passendes weibliches bestimmt, so dass nach Gottes Ordnung jeder Mann auch nur ein Weib an seiner Seite haben soll.
Auch wenn Gott im Alten Testament die Vielweiberei geduldet hat, so hat er sie jedoch niemals angeordnet oder anempfohlen. Wie wir aus allen in der Bibel festgehaltenen Fällen ersehen können, verurteilte Gott die Vielweiberei; sie brachte stets Streit, Bitterkeit, Tränen und Fluch (1.Mo 16+21; 1.Mo 29+30; Ri 9, 1.Sam 1,2-8; 2.Sam 13-15; 1.Kön 11,1-8).
Gott hat aus dem ersten Mann eine Frau geschaffen. Sein Ziel ist es, beide in der Ehe zu einer neuen Einheit, ‚zu einem Fleisch‘, zusammenzuführen: „Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und sie werden sein ein Fleisch“ (1.Mo 2,24). „Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, dass, der im Anfang den Menschen gemacht hat, der machte, dass ein Mann und ein Weib sein sollte, und sprach: "Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und werden die zwei ein Fleisch sein"? So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch“ (Mt 19,4-6).

Voraussetzung für die Ehe
Um ein gutes und haltbares Ehebündnis eingehen zu können sollten die Ehepartner die nötige Reife dazu erlangt haben.
Ehen unter nahen Verwandten sind von Gott nicht erlaubt: „Niemand soll sich zu seiner nächsten Blutsfreundin tun, ihre Blöße aufzudecken“, wie auch nicht von Vater und aller weiterer Blutsverwandten (3.Mo 18,6 ff).

Die Ehe aus geistiger Sicht
Das geistig hohe Ziel der Ehe ist die Einung in und mit Gott, denn so wie Jesus aus Gott hervorgegangen und zu Ihm zurückgekehrt ist, so sind auch wir aus Gott hervorgegangen und sollen zu und in Gott zurückkehren. „Doch ist weder der Mann ohne das Weib, noch das Weib ohne den Mann in dem Herrn“ (1.Kor 11,11). „Ich habe deinen Namen offenbart den Menschen, die du mir von der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben. […] Nun wissen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, sei von dir. […] Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein […], auf dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; dass auch sie in uns eins seien“ (Joh 17, 6-23).


Ehebruch und Scheidung

Was ist Ehebruch?
„Du sollst nicht ehebrechen“ sagen uns das zweite sowie das fünfte Buch Mose (2.Mo 20,14 und 5.Mo 5,18), denn „Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden (brechen)“ (Mt 19,6; Mk 10,9).

Ehebruch bedeutet

  • das Freien (sich bemühen um, werben, nachlaufen) einer zweiten oder mehrerer Frauen. „Um der Hurerei willen habe ein jeglicher sein eigen Weib, und eine jegliche habe ihren eigenen Mann.“ (1. Kor 7,2)

  • der Beischlaf eines Ledigen oder Verheirateten mit einer Verheirateten oder Geschiedenen. „Lass dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes. Du sollst nicht begehren […] alles, was sein ist“ (5.Mo 5,21), „Wer eine Geschiedene freit, der bricht die Ehe“ (Mt 5,32). „Er sprach zu ihnen: Wer sich scheidet von seinem Weibe und freit eine andere, der bricht die Ehe an ihr; und so sich ein Weib scheidet von ihrem Manne und freit einen anderen, die bricht ihre Ehe“ (Mk 10,11-12; Lk 16,18; Mt 19,8-12). „Ich aber sage euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn um Ehebruch), der macht, dass sie die Ehe bricht“ (Mt 5,32).
„Wenn du dem Herrn ein Gelübde tust, so sollst du es nicht verziehen zu halten; denn der Herr, dein Gott, wird's von dir fordern, und es wird dir Sünde sein“ (5.Mo 23,22, s.a. 1.Petr 5,3).

Die Ehe wird schon geistig gebrochen, wenn ein Mann eine verheiratete Frau (oder umgekehrt) „nur“ ansieht und im Herzen den Sinn fasst, sie (ihn) zum Ehebruch zu verleiten, auch wenn das vollbrachte Werk unterbleibt, und/oder in Gedanken und Vorstellungen Unzucht mit ihr (ihm) treibt: ,,Ihr habt gehört, dass gesagt ist: ,Du sollst nicht ehebrechen.‘ Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, ihrer zu begehren, der hat schon die Ehe gebrochen in seinem Herzen“ (Mt 5,27-28). Im Hebräer-Brief 13,4 wird uns daher angeraten: „Die Ehe soll ehrlich gehalten werden bei allen und das Ehebett unbefleckt; die Hurer aber und die Ehebrecher wird Gott richten“.
Die Folge solchen Ehebruchs heißt demnach: „Aber wer mit einem Weibe die Ehe bricht, der ist ein Narr; der bringt sein Leben in das Verderben“ (Spr 6,32). „Wisset ihr nicht, dass die Ungerechten werden das Reich Gottes nicht ererben? Lasset euch nicht verführen! Weder die Hurer […] noch die Ehebrecher […] werden das Reich Gottes ererben“ (1.Kor 6,9-10; Gal 5,19-21).
Wie heilig Gott diesen Bund ansieht, zeigt sich in den Folgen eines Ehebruchs: „Wer die Ehe bricht mit jemandes Weibe, der soll des Todes sterben, beide, Ehebrecher und Ehebrecherin, darum dass er mit seines Nächsten Weibe die Ehe gebrochen hat“ (3.Mo 20,10).

Gibt es eine berechtigte Ehescheidung?
Grundsätzlich ist eine Ehescheidung nicht erlaubt, denn „was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden“ (Mk 10,9).
Wird dennoch eine Ehe geschieden, so ist eine Wiederverheiratung nicht erlaubt, um dem geschiedenen Partner eine evtl. Umkehr, Besserung und Rückkehr in die alte Ehe offen zu lassen: „Den Ehelichen aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, dass sich das Weib nicht scheide von dem Manne; so sie sich aber scheidet, dass sie ohne Ehe bleibe oder sich mit dem Manne versöhne; und dass der Mann das Weib nicht von sich lasse“ (1.Kor 7,10-11).
Es gibt aber auch einige Ausnahmen, die eine Ehescheidung erlauben, so im Fall einer der beiden Ehepartner gläubig, der andere aber ungläubig (geworden) ist und der Ungläubige es verlangt: „Den andern aber sage ich, nicht der Herr: So ein Bruder ein ungläubiges Weib hat, und sie lässt es sich gefallen, bei ihm zu wohnen, der scheide sich nicht von ihr. Und so ein Weib einen ungläubigen Mann hat, und er lässt es sich gefallen, bei ihr zu wohnen, die scheide sich nicht von ihm. Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durchs Weib, und das ungläubige Weib ist geheiligt durch den Mann. Sonst wären eure Kinder unrein; nun aber sind sie heilig. So aber der Ungläubige sich scheidet, so lass ihn scheiden. Es ist der Bruder oder die Schwester nicht gefangen in solchen Fällen. Im Frieden aber hat uns Gott berufen. Denn was weißt du, Weib, ob du den Mann wirst selig machen? Oder du, Mann, was weißt du, ob du das Weib wirst selig machen?“ (1.Kor 7,12-16).
Bricht einer der Ehepartner die Ehe, kann die Ehe vollgültig gelöst werden, da Betrug ein jedes Bündnis auflöst: „Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn um Ehebruch), der macht, dass sie die Ehe bricht; und wer eine Abgeschiedene freit, der bricht die Ehe“ (Mt 5,32).
Auch Unzucht oder Sexsucht des Partners rechtfertigen eine Ehescheidung: „Ich sage aber euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn um der Hurerei willen) und freit eine andere, der bricht die Ehe“ (Mt 19,9).

Unterhaltszahlung und Fürsorgepflicht
Wenn ein Mann durch einen vorehelichen Verkehr ein Kind zeugt, so soll er für dessen Unterhalt sorgen und die Geschwängerte heiraten, es sei denn, ihr Vater sei nicht damit einverstanden: „Wenn jemand an eine Jungfrau kommt, die nicht verlobt ist, und ergreift sie und schläft bei ihr, und es findet sich also, so soll, der bei ihr geschlafen hat, ihrem Vater fünfzig Silberlinge geben und soll sie zum Weibe haben, darum dass er sie geschwächt hat; er kann sie nicht lassen sein Leben lang“ (5.Mo 22,28-29), und „Wenn jemand eine Jungfrau beredet, die noch nicht verlobt ist, und bei ihr schläft, der soll ihr geben ihre Morgengabe (Mitgift) und sie zum Weibe haben. Weigert sich aber ihr Vater, sie ihm zu geben, soll er Geld darwägen, wie viel einer Jungfrau zur Morgengabe gebührt“ (2.Mo 22,15-16).

Wiederverheiratung nach Tod des Ehepartners?
Wenn einer der beiden Ehepartner gestorben ist, so ist der überlebende Teil frei und kann, so er es möchte, eine neue Ehe eingehen, „denn ein Weib, das unter dem Manne ist, ist an ihn gebunden durch das Gesetz, solange der Mann lebt; so aber der Mann stirbt, so ist sie los vom Gesetz, das den Mann betrifft“ (Rö 7,2). Folgender Ratschlag für die Männer: „Bist du an ein Weib gebunden, so suche nicht, los zu werden; bist du los vom Weibe, so suche kein Weib“ (1.Kor 7,27).

Schwagerehen:
Gott gab Mose ein Gebot, dass, wenn ein Mann stirbt, sein Bruder - so es möglich ist - verpflichtet ist, seine Schwägerin zu heiraten und für sie in seinem Haus zu sorgen: „Wenn Brüder beieinander wohnen und einer stirbt ohne Kinder, so soll des Verstorbenen Weib nicht einen fremden Mann draußen nehmen; sondern ihr Schwager soll sich zu ihr tun und sie zum Weibe nehmen und sie ehelichen“ (5.Mo 25,5). Doch ist dies kein Muss-Gesetz, da die Witwe die Entscheidungsfreiheit über eine mögliche Heirat behält: „Ein Weib ist gebunden durch das Gesetz, solange ihr Mann lebt; so aber ihr Mann entschläft, ist sie frei, zu heiraten, wen sie will, nur, dass es im Herrn geschehe.“ (1.Kor 7,39-40; Rö 7,2)










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