Dreieinigkeit - Bibelverstehen - Bibelverstehen

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Die Dreieinigkeit Gottes

Eine grundlegende Aussage des Christentums über Gott besteht in der Dreieinigkeit (Dreifaltigkeit, Trinität) Gottes, die aus Vater, Sohn und Heiliger Geist besteht. Was sagt uns die Bibel dazu?

Es gibt nur einen Gott.
Die Bibel lehrt uns, dass es seit jeher nur einen einzigen Gott gibt, der der selbe im Alten Testament („denn ich bin Gott, und keiner mehr“ (Jes 45,22)) wie im Neuen Testament ist („und dass kein andrer Gott sei als der eine“ (1. Kor 8,4)).

Gott als Vater und Sohn.
Um unter den Menschen sichtbar zu lehren und zu wirken, nahm Gott-Vater-Jehova in Gott-Sohn-Jesus Menschengestalt an. Wenn Jesus von sich sagt: „Ich und der Vater sind eins“ (Joh 10,30), und „wer mich sieht, sieht den Vater“ (Joh 14,9), so bringt Er damit zum Ausdruck, dass Seine von Gott geschaffene Seite (‚Sohn‘) mit der ungeschaffenen Seite des Schöpfergottes (‚Vater‘) eine Einheit bildet. Jesus ist also das äußere, geschaffene Menschliche, der wahre geschaffene Mensch, bei dem Jehova das Innere, ungeschaffene Göttliche, der allein wahre ungeschaffene Gott ist.

Gott als Schöpfer und Vater:
„Dankest du also dem Herrn, deinem Gott, du toll und töricht Volk? Ist er nicht dein Vater und dein Herr? Ist's nicht er allein, der dich gemacht und bereitet hat?“
(5. Mo 32,6)
„Aber nun, Herr, du bist unser Vater; wir sind der Ton, du bist der Töpfer; und wir alle sind deiner Hände Werk.“ (Jes 64,7)
„Bin ich nun Vater, wo ist meine Ehre? bin ich Herr, wo fürchtet man mich? spricht der Herr Zebaoth zu euch Priestern, die meinen Namen verachten.“ (Mal 1,6)

Gott als Sohn in Menschengestalt:
In Jesaja 9,5-6 wird die Geburt Jesu angekündigt, in dem Gott auf Erden erscheint:
„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; er heißt Wunderbar, Rat, Held, Ewig-Vater, Friedefürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhl Davids und in seinem Königreich, dass er's zurichte und stärke mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth.“ (Jes 9,5-6)
„aus welchen Christus herkommt nach dem Fleisch, der da ist Gott über alles, gelobt in Ewigkeit.“ (Rö 9,5)
„Der Engel antwortete und sprach zu ihr [Maria*]: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das von dir geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.“ (Lk 1,35)
„denn so sie die erkannt hätten, hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt.“ (1. Kor 2,8)
„des Menschen Sohn wird sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit.“ (Mt 19,28)
„und werden sehen kommen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.“ (Mt 24,30)
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*) Anm. zu Marias Empfängnis: Bibelkritiker behaupten gerne, die Vorstellung der Jungfrauengeburt sei überholt. Bei Maria habe es sich ganz einfach um eine junge Frau gehandelt. In diesem Sinne sei auch die Aussage in Jesaja 7,14 zu deuten: „wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie heißen Immanuel“. Doch wie sollte eine aus einem natürlichen Zeugungsakt hervorgegangene Schwangerschaft das angekündigte Zeichen sein? Gott, dem alle Dinge möglich sind, benötigt sicher nicht die Zeugungskraft eines Mannes um Sich auf Erden zu inkarnieren!


Gott Vater und Gott Sohn sind Eins:
Gott Vater und Gott Sohn bilden eine Einheit vom unsichtbaren göttlichen Geist und Seiner sichtbaren Gestalt, eine einzige aus zwei Wesensteilen bestehende Person, „denn in ihm [Jesus] wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig“ (Kol 2,9). Dies ist nur möglich, wenn Gott-Vater und Gott-Sohn eine einzige Person sind.
Gott-Vater-Jehova hat Sich in Gott-Sohn-Jesus und als Jesus zu einem wahren geschaffenen Menschen erschaffen. „Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir?“ (Joh 14,10)
„Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich.“ (Joh 8,58)
„Wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.“ (Joh 12,45)
„Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der Vater aber, der in mir wohnt, der tut die Werke.“ (Joh 14,10); „tue ich sie aber, glaubet doch den Werken, wollt ihr mir nicht glauben, auf dass ihr erkennet und glaubet, dass der Vater in mir ist und ich in ihm.“ (Joh 10,38)
„Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe.“ (Joh 11,25)
„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh 14,6)
„Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und hat uns einen Sinn gegeben, dass wir erkennen den Wahrhaftigen; und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.“
(1. Joh 5,20)
„haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von welchem alle Dinge sind und wir zu ihm; und einen Herrn, Jesus Christus, durch welchen alle Dinge sind und wir durch ihn.“ (1. Kor 8,6)
„Denn Gott war in Christo und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.“
(2. Kor 5,19)
„Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ (Mt 28,18)

Heiliger Geist.
Der Heilige Geist ist die Macht, Kraft und Gewalt Gottes, die aus der Liebe Gottes (Vater) („Gott ist die Liebe“ (1. Joh 4,16)) und der Weisheit Gottes (Sohn) („Christo Jesu, welcher uns gemacht ist von Gott zur Weisheit.“ (1. Kor 1,30)) hervorgeht.
„Der Geist Gottes hat mich gemacht, und der Odem des Allmächtigen hat mir das Leben gegeben.“ (Hi 33,4)
„Und nun sendet mich der Herr und sein Geist.“ (Jes 48,16)
„Die Liebe des Herrn ist über mir, darum dass mich der Herr gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden zu predigen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass ihnen geöffnet werde.“ (Jes 61,1)
„Der Geist des Herrn ist bei mir, darum, dass er mich gesalbt hat; er hat mich gesandt, zu verkündigen das Evangelium.“ (Lk 4,18)
„Aber sie erbitterten und entrüsteten seinen heiligen Geist; darum ward er ihr Feind und stritt wider sie.“ (Jes 63,10)
„Seht ihr nun, dass ich's allein bin und ist kein Gott neben Mir! Ich kann töten und lebendig machen, ich kann schlagen und heilen, und ist niemand, der aus meiner Hand errette. Denn ich will meine Hand in den Himmel heben und will sagen: Ich lebe ewiglich. Wenn ich den Blitz meines Schwerts wetzen werde und meine Hand zur Strafe greifen wird, so will ich mich wieder rächen an meinen Feinden und denen, die mich hassen, vergelten. Ich will meine Pfeile mit Blut trunken machen, und mein Schwert soll Fleisch fressen, mit dem Blut der Erschlagenen und Gefangenen, von dem entblößten Haupt des Feindes.“ (5. Mo 32, 39ff)
„ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesu und durch den Geist unsers Gottes.“ (1. Kor 6,11)
„Es sind mancherlei Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind mancherlei Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind mancherlei Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirket alles in allem.“ (1. Kor 12,4-6)

Gott in Seiner Dreieinigkeit.
Gott ist in Seiner dreieinigen Natur der Vater Seinem Göttlichen nach (Jes 44,6+8), als Sohn Seinem vollkommenen Menschlichen nach (Joh 14,6; Mt 13,37), und als Geist dem Wirken und Erkennen nach (1. Mo 1,2; Hi 33,4; 1. Sam 2,6-10; Joh 14,26).
Der Vater in Jesus Christus ist die ewige Liebe, der Urgrund und Schöpfer aller Dinge der ganzen ewigen Unendlichkeit (1. Joh 4,8; 1. Mo 1,1). Der Sohn ist das aus der ewigen Liebe hervorgegangene Licht und die Weisheit (Joh 9,5; Kol 2,3). Der Heilige Geist ist die Macht, Kraft und Gewalt Gottes (1. Kor 12,4-6). Die göttliche Liebe, die göttliche Weisheit und die göttliche Macht verkörperten sich in Jesus Christus. Daher gibt es keinen Gott in drei Personen, sondern nur einen einzigen Gott, der in Jesus einen Leib angenommen hat, um sich den Menschen auf der Erde zu offenbaren.






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