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Buße

„Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?“
Römer 2,4


Was ist unter Buße zu verstehen?
Buße bedeutet Umkehr von der Welt und ihren Sinnenreizen hin zu Gott (Joh 18,36), von dem man sich durch ein nach der Welt ausgerichtetem und damit sündhaften Leben entfernt hat, denn „wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein“ (Jak 4,4). Und so ruft Paulus dazu auf, „aufzutun eure Augen, dass ihr euch bekehrt von der Finsternis zu dem Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, zu empfangen Vergebung der Sünden“ (Apg 26,18).

Zur Buße gehört demnach, dass man seine begangenen Sünden erkennt, sie bereut und in Zukunft nicht wieder tun will: „So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden vertilgt werden“ (Apg 3,19), denn „so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen“ (Lk 13,3).

Buße und Reue
Buße ist nicht zu verwechseln mit Reue. Ferner genügt der alleinige Vorsatz zur Buße nicht, denn wenn auch die Reue und der Vorsatz vorhanden ist, die begangene Sünde in Zukunft nicht wieder zu begehen, aber dennoch nicht in die Tat umgesetzt wird, bleibt die begangene Sünde weiterhin bestehen. „Tut Buße [bereut, kehrt um] und glaubt [werktätig] an das Evangelium!“ (Mk 1,15).
Gleiches gilt, wenn der gefasste Vorsatz zwar in die Tat umgesetzt wird, jedoch alsbald wieder ein Rückfall in das alte Verhaltensmuster erfolgt. Dies hebt weder die Sünde auf, noch erlangen wir dafür Vergebung. In diesem Fall bleibt die Sünde weiterhin bestehen, hält uns gefangen und versperrt uns den Weg zu Gott. „Erneuert euch aber im Geist eures Gemüts“ (Eph 4,23), und „prüfet, was da sei wohlgefällig dem Herrn“ (Eph 5,10).

Solange unser altes Verhalten, sei es auch mit kurzen Unterbrechungen und Verbesserungen, unser Leben bestimmt, so lange verbleiben wir in der Ferne zu Gott. Den Weg der Buße und damit zu Ihm gehen wir erst ab dem Zeitpunkt, ab dem wir nach erfolgter Reue und gefasstem Vorsatz unser Leben auch tatsächlich ernsthaft dauerhaft ändern. Jesus spricht: „Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach“ (Lk 9,23).

Wahre  Buße
Zur wahren Buße gehört es, sein bisheriges nach der Welt ausgerichtetes Leben zu ändern. Hierzu ist es notwendig, sich durch Entsagung und Selbstbeherrschung von der Welt und ihren Sinnenreizungen abzuwenden, die weltlichen Begierden zu überwinden, und von nun an  nach den Geboten, wie Jesus es als Beispiel vorgegeben hat, werktätig zu leben, anderenfalls die Buße nichts nutzt. „Stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille“ (Rö 12,2).

Damit Gott uns Seine Liebe spürbar erweisen und uns vergeben kann, müssen wir zu Ihm umkehren. Dies geschieht, indem wir unsere Sünden bereuen, sie Ihm bekennen und unser Leben nach Seinem Willen ausrichten. Wir müssen sein wie der ‚verlorene Sohn‘, der in sich schlug und sprach: „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater.“ (Lk 15,18-20). Dann dürfen wir auf Seine Erbarmung und Entgegenkommen hoffen: „Da er aber noch ferne von dannen war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn, lief und fiel ihm um seinen Hals und küsste ihn“ (Lk 15,20).

„Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, und der Geist wider das Fleisch; dieselben sind widereinander, dass ihr nicht tut, was ihr wollt. Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Hass, Mord, Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch zuvor gesagt und sage noch zuvor, dass, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. Wider solche ist das Gesetz nicht. Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lüsten und Begierden. So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln.“ (Gal 5,16-23)


„Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Joh 3,16).








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