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Sind Christen immun gegen Besessenheit?

Manch einer hat durch bittere Erfahrungen und damit auf eine sehr harte Weise die von Paulus gemachte Aussage „Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel“ (Eph 6,12) in ihrer Wahrheit erkannt.

Durch erlebte und nicht verarbeitete Traumata, Krankheit, Leid etc. kann ein Mensch so geschwächt sein, dass er offen ist für ihn umgebende Geister. Meistens sind es jedoch der zu wenige oder gar kein Glaube an Gott und die Übertretungen der göttlichen und natürlichen Ordnung, die den Menschen in den Einflussbereich Satans und seiner dämonischen Helfer bringt. Sündiges Verhalten bewirkt, dass sich gleichgeartete Verstorbene oder (die Anziehung bewirkende Neigung innehabende) Dämonen angezogen fühlen, sich um diesen Menschen aufhalten oder sogar in dessen Körper eindringen. Durch ihren Willen wirken sie dann auf die Gedanken, Neigungen und Handeln des Besetzten ein. Wer sich aufgrund seines Verhaltens freiwillig von Gott entfernt, entfernt sich auch aus dem Schutz Gottes und räumt damit – auch wenn es ihm nicht bewusst ist – Satan Rechte über sich ein.

Die meisten Menschen, die von einem schlechten Geist oder gar Dämon besessen sind, sind sich dessen zunächst nicht bewusst, da die eigene Neigung der des einflussnehmenden Geistes entspricht. Erst wenn ihre Neigung immer stärker und unkontrollierbarer wird, kommen Fragen auf. Die Betroffenen bemerken, dass irgendetwas nicht mit ihnen stimmt. Sie erklären oftmals, dass sie nicht mehr wüssten was mit ihnen los sei, dass etwas in ihnen sei, das manchmal vollständig die Kontrolle übernähme und sie dazu bringe Dinge zu tun, die sie gar nicht tun wollten. Manche hören dabei auch Stimmen in sich, die ihnen klare Anweisungen geben. Personen im Umfeld eines Betroffenen erzählen, dass dieser sich in seiner Persönlichkeit verändert, nicht mehr „der Alte“ sei. Am ehesten erkennbar wird eine Besetzung, wenn Gefühle, Gedanken und Handlungsweisen unter innerem Zwang erfolgen und der eigene Wille sich nicht mehr durchsetzen kann, sondern dem Zwangseinfluss nachgeben muss. (Weiteres unter „Was unter Besessenheit zu verstehen ist“).

Viele Menschen sind der Meinung, durch ihren Glauben vor der Gefahr des Besessenseins geschützt zu sein. Doch sind Christen immun gegen Besessenheit?

Menschen, die sich als Christ bezeichnen, aber nicht wie ein bekennender Christ leben (Jak 2,14-26; 1.Joh 3,18), sind anfälliger für Einflüsse schlechter Geistwesen als Christen, die ihren Glauben werktätig ausüben und ständig bemüht sind, den Willen Jesu zu erkennen und in ihrem täglichen Leben umzusetzen.

Neben erlebten und unverarbeiteten Traumata, Schwächung durch Krankheit u.ä. können auch ererbte Familienlasten – wie z.B. bis in die heutige Generation hineinwirkende Verwünschungen und Flüche aus früheren Generationen, praktizierter Okkultismus etc. – einen Zugriff von schlechten Geistern oder gar Dämonen möglich machen (2. Mose 20, 4-6,  4.Mose 14,18, 1. Mose 9,20-27).

Satan schläft nicht. Er ist aktiv und versucht auch jene zu verführen und zu verderben, die ein gottesfürchtiges und gottgefälliges Leben führen. Er versucht jede Möglichkeit, jede schlechte Angewohnheit auszunutzen um durch den Betroffenen umgebende schlechte Geister die Gedanken und Vorlieben auf das zu lenken und zu fixieren, was sowohl den Wünschen, Bedürfnissen oder Trieben sowohl des Menschen als auch des umgebenden Geistes gleichermaßen entspricht. Er braucht sie meist nur zu verstärken, um den Menschen so zu lenken, wie er es haben wollen. Die Bibel mahnt: „Versuchung, die kommen wird über den ganzen Weltkreis, zu versuchen, die da wohnen auf Erden“ (Off 3,10). „Darum, wer sich lässt dünken, er stehe, mag wohl zusehen, dass er nicht falle“ (1.Kor 10,12). „Seid nüchtern und wachet; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, welchen er verschlinge“ (1.Petr 5,8). „So seid nun Gott untertänig. Widerstehet dem Teufel, so flieht er von euch; nahet euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reiniget die Hände, ihr Sünder, und macht eure Herzen keusch, ihr Wankelmütigen“ (Jak 4,7-8).

Als Testkriterium, ob eine Besessenheit vorliegt, hat sich folgendes bewährt: Wer sich von einer sündhaften Angewohnheit enthalten, davon frei werden will und versucht, in der Bibel, oder entsprechenden geistigen Texten zu lesen, erregt im eingedrungenen Geist sehr massiven Widerstand, der sich in Störung der Gedanken und Konzentration, Ablenkung auf andere Themen äußert und in den meisten Fällen auch zu starken Entzugserscheinungen führt, um eine rasche Rückfälligkeit zu erzielen. Werden solche Geister im Namen Jesu Christi vertrieben, lassen sie es nicht unversucht, ihn durch Außenstehende zum Rückfall in die Sünde zu veranlassen.

Nur wer wahrhaft und werktätig nach Gottes Geboten lebt, sein Leben Jesu Christus übergibt, steht unter Seiner Führung und Seinem Schutz. Und so sind ein reines und gläubiges Herz und ein sittlicher Lebenswandel das beste Schild gegen schlechte Geister und ihre Besitznahme.






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