Bergpredigt - Schriftverständnis Bibel - Bibelverstehen

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Die Bibel zu...
Die Bergpredigt verstehen - Fortsetzung


Kapitel 6

Mt 6,1-4: Wohltätigkeit - Warnung vor Scheinheiligkeit.

Mt 6,1-4: „Habt acht auf eure Almosen, dass ihr die nicht gebet vor den Leuten, dass ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt anders keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. Wenn du Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie die Heuchler tun in den Schulen und auf den Gassen, auf dass sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, auf dass dein Almosen verborgen sei; und dein Vater, der in das Ver-borgene sieht, wird dir's vergelten öffentlich.“

Wenn wir jemandem etwas Gutes tun, so sollen wir nicht darüber reden oder gar damit vor anderen prahlen, denn dadurch werden wir dafür mit einem weltlichen Ruhm gelobt und geehrt. Gott, der auch das Verborgendste sieht, wird nur unsere im Geheimen getanen guten Werke belohnen (Rö 12,8; 1.Kor 13,3; Mt 25,37-40; Lk 12-14).
Wer seinen armen Nächsten wahrhaft liebt wie sich selbst, der wird ihn nicht abweisen wenn er ihn um etwas bittet, egal welcher Herkunft, welchen Alters er auch sei; was er den Armen tut, das wird Gott so ansehen, als hätte er es Ihm getan und wird es ihm vergelten (Joh 14,21).
Wer vieles mit Liebe und Freude gibt, dem wird auch vieles wieder gegeben werden (Mt 6,4, Rö 2,6; Mt 16,27).

Negativ-Verhalten beim Almosengeben:
Wer ein großes Vermögen und Einkommen hat, dabei aber nur für seine Kinder spart und mit harten Augen auf seine armen Nächsten schaut, wenn sie ihn um ein Almosen bitten, abweist oder stets nur vertröstet, ist ein Feind Gottes, denn wie will er Gott lieben, den er nicht sieht, wenn er seinen Nächsten nicht liebt, den er vor sich sieht und dessen Not kennt? (1. Joh 4,20). Wer seinen armen Nächsten in der Not alleine lässt, den wird auch Gott alleine lassen.
Wer seinem Nächsten nicht von Herzen gibt sondern nur aus einer notwendigen Pflicht heraus oder um des Ansehens seiner Mitmenschen willen, der hat in den Augen Gottes nichts gegeben, egal wie reichlich er dabei gibt. Wer dagegen wenig hat, dieses wenige jedoch gerne mit seinem armen Nächsten teilt, dem wir auch das Wenige reichlichst von Gott vergolten werden. Nur ein Herz, in dem die Liebe herrscht und aus der heraus gehandelt wird, ist Gott wohlgefällig.

Weisheit beim Almosengeben:
Wir sollen die Armen nicht leiden lassen, aber wir brauchen ihnen dabei auch nicht so viel geben, dass sie dadurch auch reich werden würden. Wir sollten auch zunächst denen, die man sieht und kennt, ihren Bedürfnissen nach angemessen helfen und nicht in ferne Länder spenden, während wir gleichzeitig unseren armen nächsten Nachbarn in unserer unmittelbaren Umgebung beiseiteschieben und darben lassen.
Es sollte uns nicht interessieren, ob der Arme, der um ein Almosen bittet, uns hierfür dankt und was er danach damit macht, auch wenn es Arme gibt, die das ihnen gegebene Almosen vergeuden und darüber hinaus auch noch höchst undankbar sind. Wichtig ist die geübte Nächstenliebe, von der wir niemanden ausschließen sollen.
Ein Armer, der jedoch schon mehrmals die Güte des Wohltäters missbraucht hat, sollte mit einer guten und liebevollen Rede ermahnt werden.
Demjenigen, der eindeutig und erwiesenermaßen aus Arbeitsscheu und Faulheit bettelt, oder sich sogar auf diesem Wege einen Reichtum ansammeln möchte, dem braucht nicht gegeben werden.
Gott lohnt stets alle aus wahrhaftigem Herzen Gebenden, auch wenn dabei in Unwissenheit einem Betrüger oder Heuchler ein Almosen gegeben wird. Desgleichen wird derjenige, der zu Unrecht ein Almosen erheischt, dafür ebenfalls seinen gerechten Lohn ernten.

Unter Almosengeben ist allerdings nicht nur das Spenden von Geld zu verstehen, sondern alles das, woran es dem armen Nächsten mangelt. Mangelt es jemandem z.B. an Zeit und ein anderer hat viel Zeit, ist also wohlhabend an Zeit, so bestünde in diesem Fall das Almosengeben in Zeit. Ein Starker, Wohlhabender an Kraft, kann einem Schwachen - Armen an Kraft - dort helfen, wo seine Kraft benötigt wird usw.


Mt 6,5-8: Richtig beten.

Mt 6,5-8: „Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Gassen, auf dass sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin. Wenn aber du betest, so gehe in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten öffentlich. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viel Worte machen. Darum sollt ihr euch ihnen nicht gleichstellen. Euer Vater weiß, was ihr bedürfet, ehe ihr ihn bittet.“

Vor Gott gilt allein das Gebet der Liebe im Herzen:
Solange man nicht aus der Liebe des Herzens heraus, sondern nur mit den Lippen betet und den Namen Gottes anruft, wird dies von Ihm nicht erhört werden (Jes 29,13). Wer Gott von ganzem Herzen liebt und daraus handelt, ist ein rechter Anbeter Gottes, dessen Gebete erhört werden (Joh 9,31).

Zum Vater im Verborgenen beten:
Das rechte Beten besteht darin, sich von der Außenwelt abzuwenden, sich im Herzen zu konzentrieren und so im Stillen und Verborgenen seine Bitte mit einfachen Worten Gott vorzutragen.

Ernsthaft und ohne viele Worte bitten:
Gott erhört auch diejenigen ernsthaften Bitten, die ohne großes Aufheben in der Gemeinde von mehreren vorgetragen werden, jedoch nicht solche, bei denen auf die Äußerlichkeiten ein größerer Wert gelegt wird, das Herz jedoch dabei wenig empfindet. Denn so ehren die Menschen Gott mit leeren Weltzeremonien und mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von Ihm (Jes 29,13; Mt 15,8-9; Mk 7,6-7).

Welche Gebete Gott nicht erhört:
Gott erhört diejenigen Bitten nicht, die nicht ehrlich, nicht wirklich von Herzen gemeint sind, sich als Schaden auf den Bittenden selbst oder jemanden anderen auswirken könnten.

Gott ohne Unterlass im Geist und in der Wahrheit anbeten:
Wir sollen Gott ohne Unterlass anbeten (1.Thes 5,17; 2.Tim 1,3), und da Gott ein Geist ist, kann Er auch nur im Geist und in der Wahrheit angebetet werden (Joh 4,24; 2.Kor 3,17), was bedeutet, allezeit an den einen wahren Gott glauben, Ihn aus allen Kräften über alles lieben und Seine Gebote werktätig halten (Mt 22,37-39; Jak 2,17).

Gott in der Tat anbeten:
Das wahre, Gott wohlgefällige Gebet im Geist besteht nicht in eitlen Worten, im Bewegen der Lippen, sondern in der Liebe zu Gott und tätigen Ausübung der Liebe an unseren Mitmenschen (Spr 19,17; 1. Petr 2,21; Mt 16,24; Mt 25,37-40; Jak 2,17).

Wer wie dargetan betet, durch lebendige Werke und Taten der Liebe, der betet ohne Unterlass Gott im Geist und in aller Wahrheit an, denn ohne Tat ist jedes Lippengebet eine Lüge, mit der Gott als die ewige Wahrheit nicht verehrt, sondern nur verunehrt wird, da die Herzen fern sind von der wahren Liebe zu Gott und den armen Nächsten (Jes 1,15-17).

Unser Vater weiß, was wir bedürfen:
Das reinste Gebet ist ein stilles Ruhen in Gott, da unser Herz auf diese Weise voll bei Ihm weilt und durch nichts beunruhigt werden kann.
Unser himmlischer Vater weiß, was wir bedürfen. Für den, der vertrauensvoll sein Leben in Seine Hände legt, wird Er sorgen und dazu die Verhältnisse um ihn herum so gestalten, dass er das erhält, was er benötigt (Mt 6,31-33; Lk 12, 22-31).


Mt 6,9-13: Das Gebet der Gebete.

Mt 6,9-13: „Darum sollt ihr also beten: Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie wir unseren vergeben. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“

Zu einem wahrhaften Gebet wird dieses Gebet nur, wenn es im Herzen lebendig und voll Liebe Gott vorgetragen, nicht über irgendetwas geklagt, sondern dankbar angenommen wird, dass alles, was uns widerfährt, nach dem Willen Gottes zu unserem Besten geschieht (Rö 8,28). Wenn wir so denken und fühlen, werden wir in Gott unseren Frieden finden und Er wird uns durch alle Wirrnisse den Weg des wahren Lebens, des Lichtes und der Wahrheit zu Ihm finden lassen (Joh 14,6).
Wer dankbar anerkennt, dass nichts ohne Sinn geschieht und alles dazu dient, uns näher zu Gott zu bringen, nähert sich auch fortwährend der Liebe Gottes, bis er ganz in dieselbe übergeht.


Mt 6,14-15: Vergeben führt zur Vergebung der eigenen Fehler durch Gott.

Mt 6,14-15: Denn so ihr den Menschen ihre Fehler vergebet, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wo ihr aber den Menschen ihre Fehler nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure Fehler auch nicht vergeben.“

Verletzungen, die wir erleiden, sind ein nagender Wurm in uns, der uns, wenn wir nicht verzeihen können, krank macht (Spr 10,12).
Vergebung ist der Schlüssel zur Heilung aller Gebrechen, die mit Kränkung, Verbitterung, Verachtung und Hass verbunden sind, denn Liebesschulden sind die Schulden, die uns am hartnäckigsten verfolgen und mit Aussöhnung abgetragen werden können - Aussöhnung mit dem Anderen, aber auch mit sich selbst (1.Petr 4,8).
Der größte und bitterste Schmerz ist nie die Verletzung selbst, die in uns eingraviert ist, sondern dass wir nicht mehr richtig lieben können. Doch ist Versöhnung immer möglich und lebensnotwendig. Die Bereitschaft zu vergeben ist der Einstieg für den Ausstieg aus Kränkung, Verbitterung, Zorn und Hass.
Jesus ruft uns auf, mit jedermann in Frieden zu leben. Wo keine Feindschaft, Neid oder Hass besteht, herrscht Harmonie. Es ist besser, ein Unrecht zu erdulden als irgendjemanden zu verletzen.
Wir sollten daher unsere Verletzungen durch ein demütiges Hinnehmen des uns Widerfahrenen ersetzen und damit zur Gottesliebe eilen, wie sie sehr gut in 1.Kor 13,4-7 beschrieben steht.
Keine wirkliche Heilung der inneren Wunden geschieht ohne Jesus. Daher lädt Er uns ein, zu Ihm zu kommen, damit Er uns helfen kann (Mt 11,28-29).


Mt 6,16-18: Richtiges Fasten.

Mt 6,16-18: Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer sehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, auf dass sie vor den Leuten scheinen mit ihrem Fasten. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht, auf dass du nicht scheinest vor den Leuten mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, welcher verborgen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten öffentlich.“

Von ungewaschenen Fastern/Heuchlern ohne gesalbtes Haupt:
Es gibt viele Leute, die heuchelnd etwas vorgeben, was sie gar nicht sind. So laufen viele nicht wegen echter Frömmigkeit in die Kirche, sondern nur um als fromme Menschen angesehen zu werden; aus Gewohnheit, „weil es sich so gehört“; um für eine Weile nicht einsam zu sein; weil man es von ihnen erwartet. Und so gehören z.B. zu einer schönen Hochzeit natürlich auch das weiße Kleid und ein prachtvoller Gottesdienst dazu, ob dieses weiße Kleid und die Segnung für die Ehe vor Gott gerechtfertigt sind, interessiert dabei weder Priester noch Brautleute. Taufe und Beerdigung gehören in die Kirche und natürlich auch ein Besuch an den großen Glaubensfesten, wo man denkt, man müsse mal wieder etwas für sein Gewissen tun, oder weil es zumindest da zum Feiern des entsprechenden Festes mit dazu gehöre, ihm einen schönen Rahmen gebe.
Dann gibt es auch solche, die mit einem halben, einem lauen Glauben in die Kirche laufen, um sich dann dort noch am liebsten von irgendeinem Heiligen einen zeitlichen Vorteil zu erbitten, anstatt sich direkt an Gott zu wenden, ohne dessen Willen ja ohnehin keine Bitte erhört wird.
Heuchler sind, die sich kirchlich engagieren, um von der Gemeinde gut angesehen und gelobt zu werden, sich dadurch selbst besser als ihre Nächsten dünkend über selbige erheben.
Es will ein jeder nur scheinen, wozu also die Salbung des Hauptes und wozu die Waschung des Angesichts? Der Welt genügt ja der Schein! Wozu das echte Fasten Gott zuliebe auf sich nehmen, sich selbst verleugnen und Jesus mit einem beharrlichen Willen nachfolgen?

Das wahre Fasten:
Wahres Fasten heißt, aus wahrer Liebe zu Gott sich selbst verleugnen an allem, was die Welt bietet, von ganzem Herzen sanftmütig und geduldig wie Jesus werden, um durch ein solches vor Gott gerechtes Fasten zum Brot des Lebens zu gelangen (Lk 14,15).
Jesaja gibt uns in den Versen 58,6-9 das vor Gott gültige Fasten wie folgt kund: „Das ist aber ein Fasten, das ich erwähle: Lass los, welche du mit Unrecht gebunden hast; lass ledig, welche du beschwerst; gib frei, welche du drängst; reiß weg allerlei Last; brich dem Hungrigen dein Brot, und die, so im Elend sind, führe ins Haus; so du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht von deinem Fleisch. Alsdann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Besserung wird schnell wachsen, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des Herrn wird dich zu sich nehmen. Dann wirst du rufen, so wird dir der Herr antworten; wenn du wirst schreien, wird er sagen: Siehe, hier bin ich“.


Mt 6,19-21: Falsche und echte Schätze.

Mt 6,19-21: Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der Rost fressen und da die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen und da die Diebe nicht nachgraben noch stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.“

Wir sollen uns nicht von der Welt blenden lassen und nicht auf ihre Verlockungen hören, denn in ihr ruht der arge Geist der Versuchung zu allen Sünden. Wir sollen schon hier nach dem Geistigen durch die werktätige Nachfolge Jesu streben (Mt 19,21; Mk 10,21; Lk 12,33-34; Lk 18,22; Kol 3,1-2), denn was würde es nützen, alle Schätze der Welt zu besitzen, dabei aber an der Seele Schaden zu erleiden? Nur was an Geistigem erworben ist, hat Beständigkeit.


Mt 6,22-23: Werde Licht!

Mt 6,22-23: Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn dein Auge einfältig ist, so wird dein ganzer Leib licht sein; ist aber dein Auge ein Schalk, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!“

Es gibt Menschen, die sehen und hören, aber sie vernehmen davon doch nichts und verstehen und fassen auch nichts, denn sie sind und bleiben verstockt und blind im Herzen. Wer aber verstockt und blind im Herzen ist, der ist auch verstockt und blind im Gehirn und ganzen Leib, denn wenn schon das, was im Menschen Licht sein soll, Finsternis ist, wie finster ist dann erst der ganze Mensch? (Joh 11,10; Joh 3,19-20; 2.Kor 4,4).
Wer seine Sinne nach dem Geistigen richtet, vergeistigt sich, wird dadurch Licht (Joh 8,12; Joh 3,21). Wer seine Sinne aber nach der Welt richtet, verfinstert sich, da er sich dadurch in die finstere Materie vergräbt. Wenn nun das Licht des Geistes der Seele verschlossen bleibt, wie groß wird dann die Finsternis in der Seele sein? (Lk 11,34-36; Joh 11,9-10; 2.Kor 6,14).
Hier werden deutlich die Folgen aufgezeigt, die ein nach der Welt mit ihren Sinnenfreuden und Vergnügungen ausgerichtetes Leben mit sich bringt - es ist ein Leben in Dunkelheit und Gottesferne.


Mt 6,24: Die Unmöglichkeit, gleichzeitig zwei gegensätzlichen Herren zu dienen.

Mt 6,24: „Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“

Niemand kann Gott und der Welt gleichzeitig dienen, und sie auch nicht gleichzeitig lieben. Wer Gott nicht liebt, hat auch nicht das wahre Leben aus Gott in sich, sondern nur ein Scheinleben aus dem Fürsten dieser Welt, der niemals etwas anderes als nur den Tod geben kann (Rö 6,23; 1.Kor 15,56; Jak 1,15). Ein jeder, der in das Reich Gottes eingehen will, muss daher das Reich der Welt aus seinem Herzen schaffen (Eph 5,14; Heb 13,20). Johannes sagt uns: „Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. So jemand die Welt liebhat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters.“ (1.Joh 2,15) Wer sich also von ihr gefangen nehmen lässt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er in einer ihn treffenden Not keine Hilfe von Gott erhält (Lk 16,13; Jak 4,4). Gleiches gilt auch für die Lauen, die sich zwischen Gott und der Welt nicht entscheiden können (1.Kön 18,21; 2. Kor 6,15, Off 3,16).


Mt 6,25-34: Unnötige Sorgen.

Mt 6,25-34: Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn Speise? und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zu- setzen möge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr für die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist wie derselben eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: Sollte er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr des alles bedürfet. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum sorgt nicht für den andern Morgen; denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe. Suche nach Meinem Worte nur allein das Reich Gottes und seine lichtvollste Gerechtigkeit, die da vor allem besteht in der Liebe zu Gott und zum Nächsten, so wird dir alles andere ganz frei hinzugegeben werden!“

Jesus ruft uns hier auf, unser Leben vertrauensvoll in Seine Hände zu legen und anstatt nach weltlichen Reichtümern nur nach den geistigen Schätzen des Reiches Gottes zu streben, sodann uns alles zum Leben Notwendige von Ihm gegeben wird (Ps 37,5; Phil 4,6, Mt 16,8). Es geht hier also darum, sein Leben nach dem Geistigen auszurichten, denn „was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne, und nähme an seiner Seele Schaden?“ (Mk 8,36; Mt 16,26).
Jesus hat mit Seiner Lehre für alle Zeit gezeigt, wie wir leben sollen, wozu es notwendig ist, das alleine auf das Diesseits ausgerichtete Denken aufzugeben (Mt 6,24; Lk 16,13). Für den, der aus der Liebe zu Gott den Schritt wagt, die weltlichen Bequemlichkeiten hinter sich zu lassen, danach trachtet, sein Leben nach Seinem Willen auszurichten und Seine Lehre in der Tat umsetzt, für den wird Gott sorgen und ihn in solche Verhältnisse versetzen, in denen er Ihm dienend auskommen und sein Leben dennoch fristen kann (1.Petr 5,7; 1.Tim 6,6; Hebr 13,5-6).







Copyright by christlich-psychologische-beratung.com 2012
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü