Begriffserklärungen zum Schriftverständnis der Bibel - Bibelverstehen

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Begriffserklärungen

Angst
Angst haben heißt, sich vor etwas fürchten, und so ist Furcht mit Angst gleichzusetzen, wobei mit Furcht im allgemeinen eher eine mildere Form der Angst ausgedrückt wird, denn man kann sie auch mit Bangigkeit, Beklemmung, Ängstlichkeit definieren.
Wie entsteht  Angst?
Die Seele des Menschen ist als substantiell ätherisches Leibmenschwesen der innere Mensch im Menschen. Sie ist in eine völlige Freischwebe zwischen Geist (Gott) und Materie (Welt, Fleisch) gestellt und je nachdem, wohin sie ihren Willen und ihre Liebe ausrichtet, kann sie sich vollkommen in die Materie vergraben, sich damit in ihre eigene Hölle und ihren eigenen Tod begeben, oder aber sie kann sich ins Geistige erheben, wodurch sie zu ihrer  Lebensvollendung und damit vollsten Freiheit gelangt (2. Kor 4,16-18; Mt 6,24; Rö 8,5-6; Rö 8,7; 1.Kor 2,14; 1. Thess 5,23).
Ihr innerer Führer ist ihr Gewissen, über das sie Gutes von Schlechtem, Wahres von Falschen unterscheiden lernt (Rö 2,15; Rö 9,1; 2.Kor 1,12). Darüber hinaus ist ihr durch die Gebote Gottes und der Lehre Jesu der Weg der göttlichen Ordnung gezeigt. Beschreitet sie ihn in Ausübung der gebotenen wahren göttlichen, uneigennützigen Liebe, so erhebt sie sich dadurch ins Geistige, wird immer freier von den sie umgebenden materiellen Banden, gelangt zur Vollendung und ewigen Lebensfreiheit (2. Kor 3,17; Gal 5,13, Rö 8,2; Jak 1,25; 3.Jh 1,11; Mt 10,38-39). Lässt sie sich aber von den Reizen der Welt (Materie/Fleisch) betören und richtet sie ihre Liebe und ihr Wollen danach aus, so entfernt sie sich von Gott und ihrer Lebensbestimmung, begibt sich in ihre damit selbstgeschaffene Hölle und, wenn sie nicht umkehrt, in ihren Tod (Rö 7,21-24; Gal 5,17; Rö 6,23).
Und so lebt sich die Seele des Menschen entweder durch eine falsche Ausrichtung in ihr Fleisch hinein oder durch eine rechte Richtung in ihren Geist aus Gott. Je mehr sie sich in ihr Fleisch hineinlebt, umso mehr befällt sie auch das Gefühl der Vernichtung als einer Eigenschaft des Fleisches und dieses Gefühl ist dann die Angst, die den Menschen schwach und unfähig macht (Rö 5,5; 1.Kor 6,19, s.a. 1.Kor 3,16; 2.Kor 6,16; 2.Kor 6,16).
Angst ist Trennung von Gott
Wie wir vorstehend gesehen haben, bedeutet Angst Gott fern zu sein, und so findet letztendlich jedes Empfinden von Angst seinen Ursprung in einer zerbrochenen Beziehung zu Gott, und das seit Urbeginn der Menschheit an, als sich Adam durch seinen Ungehorsam von Gott entfernte, da er sich nicht an Gottes Gebot hielt (1.Mo 2,17; Rö 5,12).
Und wie in Adam aus dem Bewusstsein seiner eigenen Schwäche und Ohnmacht und seinem Handeln wider Gottes Willen Angst entstand, so entsteht auch in uns Angst, wenn wir entgegen der Stimme unseres Gewissens handeln und uns unserer eigenen Ohnmacht und Schwäche bewusst werden (1.Mo, 3,10).

Auferstehung, eigene
Die Sünde verletzt die Seele und führt zu deren Tod.
„Der Tod ist der Sünde Sold“ (Rö 6,23): „Ein jeglicher wird versucht, wenn er von seiner eigenen Lust [Begierde] gereizt und gelockt wird. Darnach, wenn die Lust empfangen hat [der Begehrlichkeit nachgegeben wurde], gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.“ (Jak 1,14-15) „Wer aber in Wollüsten [Sinnlichkeit/Begehrlichkeit/Gier] lebt, ist lebendig tot.“ (1.Tim 5,6) „Welchem ihr euch begebet zu Knechten in Gehorsam, des Knechte seid ihr, dem ihr gehorsam seid, es sei der Sünde zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit.“ (Rö 6,16)
Errettung liegt in der Abkehr vom bisher geführten sündhaften Leben: „Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten“. (Eph 5,14).“So legt nun von euch ab nach dem vorigen Wandel den alten Menschen, der durch Lüste im Irrtum sich verderbt.“ (Eph 4,22).
Wer sein bisheriges sündhaftes Leben bereut, den Weg der Umkehr (Buße) geht und sein Leben werktätig nach der Lehre Jesu ausrichtet (Joh 8,12), dem ist die Möglichkeit der Erlangung der Vergebung seiner Sünden und Heimkehr zu Gott gegeben (Lk 15,11ff), worunter die Auferstehung von den Toten und Übergang zum ewigen Leben zu verstehen ist.  


Beten, richtiges
Das rechte Beten geschieht aus der Liebe des Herzens heraus. Wer nur mit den Lippen betet und den Namen Gottes anruft, wird von Ihm nicht erhört werden (Jes 29,13). Wer Gott von ganzem Herzen liebt und daraus handelt, ist ein rechter Anbeter Gottes, dessen Gebete erhört werden (Joh 9,31), denn das wahre, Gott wohlgefällige Gebet im Geist besteht nicht in eitlen Worten, im Bewegen der Lippen, sondern in der Liebe zu Gott und tätigen Ausübung der Liebe an unseren Mitmenschen (Spr 19,17; 1. Petr 2,21; Mt 16,24; Mt 25,37-40; Jak 2,17).
Wir sollen Gott ohne Unterlass anbeten (1.Thes 5,17; 2.Tim 1,3), und da Gott ein Geist ist, kann Er auch nur im Geist und in der Wahrheit angebetet werden (Joh 4,24; 2.Kor 3,17), was bedeutet, allezeit an den einen wahren Gott glauben, Ihn aus allen Kräften über alles lieben und Seine Gebote werktätig halten (Mt 22,37-39; Jak 2,17). Wer lebendige Werke und Taten der Liebe ausübt, betet ohne Unterlass Gott im Geist und in aller Wahrheit an, denn ohne Tat ist jedes Lippengebet eine Lüge, mit der Gott als die ewige Wahrheit nicht verehrt, sondern nur verunehrt wird, da die Herzen fern sind von der wahren Liebe zu Gott und den armen Nächsten (Jes 1,15-17).
Gott erhört diejenigen ernsthaften und gerechtfertigten Bitten eines jeden, die ohne großes Aufhebens im Herzen oder aber auch in der Gemeinde von mehreren vorgetragen werden, jedoch nicht solche, bei denen auf die Äußerlichkeiten ein größerer Wert gelegt wird, das Herz jedoch dabei wenig empfindet. Denn so ehren die Menschen Gott mit leeren Weltzeremonien und mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von Ihm (Jes 29,13; Mt 15,8-9; Mk 7,6-7). Nicht erhört werden diejenigen Bitten, die nicht ehrlich, nicht wirklich von Herzen gemeint sind, sich als Schaden auf den Bittenden selbst oder jemanden anderen auswirken könnten.
Das reinste Gebet ist ein stilles Ruhen in Gott, da unser Herz auf diese Weise voll bei Ihm weilt und durch nichts beunruhigt werden kann. Unser himmlischer Vater weiß, was wir bedürfen. Für den, der vertrauensvoll sein Leben in Seine Hände legt, wird Er sorgen und dazu die Verhältnisse um ihn herum so gestalten, dass er das erhält, was er benötigt (Mt 6,31-33; Lk 12, 22-31).

Buße
Buße bedeutet Umkehr von der Welt und ihren Sinnenreizen hin zu Gott, von dem sich die Menschen durch das Sündigen entfernt haben. Sie sind aufgerufen, „aufzutun ihre Augen, dass sie sich bekehren von der Finsternis zu dem Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, zu empfangen Vergebung der Sünden“ (Apg 26,18).
Wahre Buße heißt die bisher begangenen Sünden zu bereuen, sich durch Entsagung, d.h. Selbstverleugnung und Selbstbeherrschung von der Welt und ihren Sinnenreizungen abzuwenden und die weltlichen Begierden zu überwinden, anderenfalls die Buße nichts nutzt. „So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden vertilgt werden“ (Apg 3,19), denn „so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen“ (Lk 13,3).
„Stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille“ (Rö 12,2). „Erneuert euch aber im Geist eures Gemüts“ (Eph 4,23), „tut Buße und glaubt an das Evangelium!“ (Mk 1,15) „Prüfet, was da sei wohlgefällig dem Herrn“ (Eph 5,10). „Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?“ (Rö 2,4) (Ausführlicheres hier)


Demut
Demut bedeutet Mut zum Dienen, hat nichts mit Anpasserei oder Kriechertum zu tun, sondern ist der freiwillige Gehorsam und die Umsetzung von Gottes Willen durch das Halten Seiner Gebote und Ausrichten seines Lebens nach Seinen Liebegesetzen (Ausführlicheres hier).

Dreieinigkeit Gottes
Gott ist in Seiner dreieinigen Natur der Vater Seinem Göttlichen nach (Jes 44,6+8), als Sohn Seinem vollkommenen Menschlichen nach (Joh 14,6; Mt 13,37), und als Geist dem Wirken und Erkennen nach (1.Mo 1,2; Hi 33,4; 1.Sam 2,6-10; Joh 14,26).
Der Vater in Jesus Christus ist die ewige Liebe, der Urgrund und Schöpfer aller Dinge der ganzen ewigen Unendlichkeit (1.Joh 4,8; 1.Mo 1,1). Der Sohn ist das aus der ewigen Liebe hervorgegangene Licht und die Weisheit (Joh 9,5; Kol 2,3). Der Heilige Geist ist der Wille Gottes (1.Mo 1,2; 1.Thess 1,5-6). Die göttliche Liebe, die göttliche Weisheit und der göttliche Wille (Macht) verkörperten sich in Jesus Christus. Daher gibt es keinen Gott in drei Personen, sondern nur einen einzigen Gott, der in Jesus einen Leib angenommen hat, um sich den Menschen auf der Erde zu offenbaren (Ausführlicheres hier)

Dreifaltigkeit
s. Dreieinigkeit

Dreiheit des Menschen
Der Mensch besteht als ein Ebenbild Gottes (1.Mo 1,26-27; Eph 4,24)  ebenfalls wie Er aus einer Dreiheit von Leib, Seele und Geist (Thess 5,23).
Auch wenn dies heute meistenfalls bestritten wird, so unterschieden fast alle Theologen des Mittelalters zwischen Geist und Seele. So war ebenfalls für die mittelalterlichen Mystiker wie Eckehart, Johannes vom Kreuz, Theresia von Avila usw. der Unterschied zwischen Geist (spiritus) und Seele (anima) eine Selbstverständlichkeit.
Desgleichen lehrte die katholische Kirche zunächst die Dreiheit von Leib, Seele und Geist. Als sich jedoch Papst Pius IX im Jahr 1857 in einem Schreiben an den Kardinal von Breslau gegen die Unterscheidung nach Seele und Geist aussprach, wurde diese Meinung übernommen, jedoch hat diese Aussage keinen lehramtlichen Charakter (Alois Mager: Mystik als Lehre und Leben, Innsbruck 1934, S. 180 u. 186).

Dünkel (s. Hochmut)


Ehrfurcht
Ehrfurcht bedeutet Achtung, Anerkennung, Wertschätzung. Und so geht mit der wahren Liebe stets die Ehrfurcht einher, denn wer liebt, der achtet und ehrt das, was er liebt.
Eine übertriebene Ehrfurcht schadet, denn sie macht verzagt und kleinmütig, zerstört die Liebe, die die Grundbedingung allen Lebens ist. Sie entfernt den Menschen von Gott, während er sich mit der wahren und vollen Liebe seines Herzens Ihm stets mehr und mehr nähern kann, und dabei mit dem Geist Gottes und damit des ewigen Lebens in der Seele mehr und mehr erfüllt wird (1.Jh 4,16; Jh 14,23). Eine übertriebene Ehrfurcht vor Gott ist genauso schädlich wie eine zu geringe, denn wer Ihn nur mit Furcht und Zittern hochachtet, kann Ihn genauso wenig lieben wie jemand, der Ihn gar nicht achtet. Wer hingegen Gott in Seinen guten Eigenschaften und Fähigkeiten erkennt, der wird Ihn dafür bewundern und lieben, und das ist die gerechte Ehrfurcht vor Gott, die wir Ihm schulden. Und so ist eine gerechte Ehrfurcht gut, doch soll der Glaube und die Liebe zu Gott, die sich in einem werktätigen Handeln nach Seinem Wort ausdrückt, stets höher stehen (1.Jh 5,3).
Wer noch eine zu ängstliche Ehrfurcht vor Gott hat, ist noch nicht rein, denn nur ein unlauteres und wankendes Herz, das noch nicht mit Gottes Willen eins geworden ist, fürchtet sich vor Ihm als dem allmächtigen, ewigen Gott (1.Jh 4,18). Wer in Ihm jedoch, Den er über alles lieben soll, den liebevollsten Vater und Seine Gnade erkannt hat, verliert die Furcht vor Ihm (2.Tim 1,7; 1.Jh 2,5-6).
Jesus ist nur den Abtrünnigen ein Herr. Denen, die Ihn aus ganzem Herzen lieben, ist Er dagegen ein Bruder und wahrster Vater. Und die Ihn über alles lieben und daher völlig in ihren Herzen tragen, sind durch Ihn Selbst in ihnen geheiligt. Er ist ihnen kein Herr mehr, und was Er hat, haben auch sie, weil sie Ihn Selbst in sich durch ihre große Liebe haben (Jh 14,21).
Aus Liebe und wahrer Ehrfurcht vor Gott sollen wir Seinen erkannten Willen mit unserem freien Willen vollends zu unserem machen und danach handeln (Mt 6,10; Mt 7,21; 1.Jh 2,17).
Auf diese Weise geben wir Ihm allzeit die Ehre und werden dadurch Seine Liebe in uns haben. Und wer die Liebe Gottes in sich hat, der hat für alle Ewigkeiten alles in sich (Jh 14,23). „Über alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit“ (Kol 3,14).
Weiteres s.u. ‚Angst, Gottesfurcht und Ehrfurcht‘.


Fasten
Wahres Fasten heißt, aus wahrer Liebe zu Gott sich selbst verleugnen an allem, was die Welt bietet, von ganzem Herzen sanftmütig und geduldig wie Jesus werden (Mt 10,38; Mt 16,24; Mt 5,44; Lk 6,28), um durch ein solches vor Gott gerechtes Fasten zum Brot des Lebens zu gelangen (Lk 14,15).
Jesaja gibt uns in den Versen 58,6-9 das vor Gott gültige Fasten wie folgt kund: „Das ist aber ein Fasten, das ich erwähle: Lass los, welche du mit Unrecht gebunden hast; lass ledig, welche du beschwerst; gib frei, welche du drängst; reiß weg allerlei Last; brich dem Hungrigen dein Brot, und die, so im Elend sind, führe ins Haus; so du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht von deinem Fleisch. Alsdann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Besserung wird schnell wachsen, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des Herrn wird dich zu sich nehmen. Dann wirst du rufen, so wird dir der Herr antworten; wenn du wirst schreien, wird er sagen: Siehe, hier bin ich“.

Fleisch
Dieses Wort wird in der Bibel in dreifacher Bedeutung gebraucht: Einmal als Nahrungsmittel als das Fleisch von Tieren, darüber hinaus in seiner Bedeutung als natürlichem (materiellen) Leib, und dann auch noch in seiner sinnlichen Bedeutung als ein Angehör des Irdischen, der Welt. Spricht man in der letzten Bedeutung von ihm, ist damit die Selbstsucht und die egoistische Eigenliebe gemeint. Wer sich selbst liebt, der ist in der fleischlichen Liebe, das sind seine Leidenschaften und Begierden („unter welchen auch wir alle weiland unsern Wandel gehabt haben in den Lüsten unsers Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Vernunft und waren auch Kinder des Zorns von Natur, gleichwie auch die andern“ (Eph 2,3)). Wer aber sein Fleisch liebt, d.h. in seinen fleischlichen Begierden und Leidenschaften aufgeht, der trägt die Begierde nach dem Tod in sich, der in seine Begierde übergehen und ihn verzehren und töten wird, „denn die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt; die aber geistlich sind, die sind geistlich gesinnt. Aber fleischlich gesinnt sein ist der Tod, und geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede. Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht.   Die aber fleischlich sind, können Gott nicht gefallen“ (Rö 8,5-8). „Wo ihr nach dem Fleisch lebet, so werdet ihr sterben müssen; wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschäfte tötet, so werdet ihr leben“ ( Rö 8,13), denn „wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten“ (Gal 6,8). So „enthaltet euch von fleischlichen Lüsten, welche wider die Seele streiten,  und führet einen guten Wandel“ (1.Petr 2,11), und  „legt nun von euch ab nach dem vorigen Wandel den alten Menschen, der durch Lüste im Irrtum sich verderbt. Erneuert euch aber im Geist eures Gemüts und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit“ (Eph 4,22-24)


Gerechtigkeit
Die guten Taten belohnen sich von selbst, die schlechten bestrafen sich von selbst (Gesetz von Ursache und Wirkung).

Gericht
Durch ein Gericht wird etwas aus der Ordnung Geratenes wieder in Ordnung ‚gerichtet‘. Ein göttliches Gericht geschieht immer dann, wenn der Mensch von Gott abgefallen ist bzw. sich von Ihm abgewandt hat. Es ist ein Liebesakt des himmlischen Vaters, mit dem Er den Menschen wieder in Seine Ordnung und Bestimmung zurückruft (Ge-Richt = Gegen-Richten).

Gesetz
Jesus erfüllt die Gesetze und Propheten, er hebt sie nicht auf: „Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten  aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen“ (Mt 5,17).
Jesus hat das Gesetz Mose und die Lehre der Propheten nicht aufgelöst und nur insoweit aufgehoben, als darin eine äußere, mit irdischen Strafen belegte Nötigung, in einer bestimmten Weise zu handeln, bestand, wodurch das Gesetz einem jedem Menschen ein über ihn herrschender Richter und damit gleichzeitig auch ein bleibendes Gericht darstellte. Ein durch eine Gesetzeslast gedrückter Mensch aber ist abgeschnitten von der inneren, göttlichen Lebensfreiheit. Jesus hat durch Sein Erlösungswerk das alte „Muss“-Gesetz aufgehoben, die Menschen dadurch aus dem harten Joch des Gerichts befreit und ihnen ihre volle Freiheit wiedergegeben, so dass sie von da an unter keinem Mussgesetz mehr stehen sollen (Rö 10,4; 1. Joh 2,7).
Die wahre Liebe zu Gott und zum Nächsten erfüllt alle davor den Menschen gegebenen Gesetze Moses und alle Vorschriften und Ermahnungen der Propheten. Wer seine Mitmenschen wahrhaft liebt und darum auch Gott über alles liebt, wird gegen niemanden sündigen, denn er wird niemanden beneiden, hassen, fluchen oder sogar töten. Er wird sich anständig gegen jedermann benehmen, wird jedem gerne das Seinige lassen, wird niemand belügen und betrügen, und keiner wird ein Verlangen nach etwas haben, das einem anderen gehört.
Wer den allein wahren Gott erkennt, an Ihn glaubt und Ihn in der Tat über alles und seine Nächsten, das sind alle Menschen ohne Ausnahme ihrer Hautfarbe, Standes und Glaubens, wie sich selbst liebt und ihnen tut, was er vernünftigermaßen auch wünschen kann, dass sie ihm dasselbe tun möchten, der erfüllt dadurch das ganze Gesetz und auch alles, was die Propheten gelehrt haben (Mt 3,15; Rö 3,31; Joh 13,34).

Gesetz, Jesus erfüllt die Propheten, er hebt sie nicht auf.
„Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten  aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.“  (Mt 5,17)
Jesus hat das Gesetz Mose und die Lehre der Propheten nicht aufgelöst und nur insoweit aufgehoben, als darin eine äußere, mit irdischen Strafen belegte Nötigung, in einer bestimmten Weise zu handeln, bestand, wodurch das Gesetz einem jedem Menschen ein über ihn herrschender Richter und damit gleichzeitig auch ein bleibendes Gericht darstellte. Ein durch eine Gesetzeslast gedrückter Mensch aber ist abgeschnitten von der inneren, göttlichen Lebensfreiheit. Jesus hat durch Sein Erlösungswerk das alte „Muss“-Gesetz aufgehoben, die Menschen dadurch aus dem harten Joch des Gerichts befreit und ihnen ihre volle Freiheit wiedergegeben, so dass sie von da an unter keinem Mussgesetz mehr stehen sollen (Rö 10,4; 1. Joh 2,7).
Die wahre Liebe zu Gott und zum Nächsten erfüllt alle davor den Menschen gegebenen Gesetze Moses und alle Vorschriften und Ermahnungen der Propheten. Wer seine Mitmenschen wahrhaft liebt und darum auch Gott über alles liebt, wird gegen niemanden sündigen, denn er wird niemanden beneiden, hassen, fluchen oder sogar töten. Er wird sich anständig gegen jedermann benehmen, wird jedem gerne das Seinige lassen, wird niemand belügen und betrügen, und keiner wird ein Verlangen nach etwas haben, das einem anderen gehört.
Wer den allein wahren Gott erkennt, an Ihn glaubt und Ihn in der Tat über alles und seine Nächsten, das sind alle Menschen ohne Ausnahme ihrer Hautfarbe, Standes und Glaubens, wie sich selbst liebt und ihnen tut, was er vernünftigermaßen auch wünschen kann, dass sie ihm dasselbe tun möchten, der erfüllt dadurch das ganze Gesetz und auch alles, was die Propheten gelehrt haben (Mt 3,15; Rö 3,31; Joh 13,34).

Durch das Gesetz zur Freiheit
Durch Jesus trat anstelle der harten Gerechtigkeit des Gesetzes des Alten Testaments Seine Liebe, Geduld und Erbarmung. Mit Seinem Tod am Kreuz, mit dem Er für die Sünden der Menschheit blutete, übertrug Er das einstige Gericht (des Gesetzes) der Liebe einem jeden in sich, auf dass sich ein jeder selbst finde und richte nach seiner Liebe. Es steht demnach einem jeden frei zu wählen, ob er durch eine werktätige Nachfolge Jesu seine Freiheit erlangen oder weiterhin unter dem Gesetz verbleiben will. "Wer aber durchschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin beharrt und ist nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter, der wird selig sein in seiner Tat" (Jak 1,25). "Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr tut, wie ich euch getan habe [...] So ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr's tut" (Joh 13,15-17; s.a. Phil 2,5; 1.Petr 2,21). "So ist nun nichts Verdammliches an denen, die in Christo Jesu sind, die nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist. Denn das Gesetz des Geistes, der da lebendig macht in Christo Jesu, hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes" (Rö 8,1-2).

Gewissen
Jeder kennt die leisen und lauten Mahnrufe des Gewissens: Bevor wir etwas Unerlaubtes tun, vernehmen wir die Stimme des Gewissens recht leise, während der Tat ist sie kaum wahrnehmbar, aber danach ist sie umso durchdringender. Das Gewissen sagt uns, dass wir das Gute tun und das Böse lassen sollen, und verurteilt uns unbestechlich, wenn wir nicht hören wollen. Es beinhaltet unser moralisches Bewusstsein, ist unsere Instanz für Gut und Böse: „Sie beweisen damit, dass in ihr Herz geschrieben ist, was das Gesetz fordert, zumal ihr Gewissen es ihnen bezeugt, dazu auch die Gedanken, die einander anklagen oder auch entschuldigen“ (Rö 2,15).
Aber es ist nicht unbedingt alles in Ordnung, wenn das Gewissen schweigt, „denn ich bin mir nichts bewusst, aber darin bin ich nicht gerechtfertigt“ (1.Kor 4,4). Wer fortlaufend Wertmaßstäbe vermittelt bekommt, die im Gegensatz zu der Bibel stehen, kann u.U. sogar das Gute als böse und das Böse als gut ansehen: „Weh denen, die Böses gut und Gutes böse heißen“ (Jes 5,20), und wer ständig gegen sein Gewissen handelt, macht es unempfindlich und stumpf. Am Ende einer solchen Entwicklung steht, dass man das gute Gewissen von sich stößt und so, was den Glauben betrifft, Schiffbruch erleidet: „und habest den Glauben und gutes Gewissen, welches etliche von sich gestoßen und am Glauben Schiffbruch erlitten haben“ (1.Tim 1,19).
Ein Christ sollte so leben, dass er ein gutes Gewissen hat, „denn die Hauptsumme des Gebotes ist: Liebe von reinem Herzen und von gutem Gewissen und von ungefärbtem Glauben“ (1.Tim 1,5). Ein gutes Gewissen hat derjenige, der nicht gegen sein Gewissen handelt. Es vermittelt Freude und Zufriedenheit.
Im Alltagsstress und -lärm wird oftmals das Gewissen überhört bzw. man achtet nicht darauf. Es ist daher wichtig, sich Zeiten der Ruhe und Stille zu gönnen um sich selbst und den Willen Gottes zu erforschen.
Um das Gewissen besser auszubilden, sollte man sich täglich mit dem Wort Gottes beschäftigen.
Wer gesündigt hat, sollte sofort seine Schuld eingestehen und die Angelegenheit so rasch als möglich wieder in Ordnung bringen.

Glauben
Glauben heißt, das Wesen Jesu anzuerkennen, wie Er es durch Seine Worte erklärt hat. Wenn wir danach konsequent in einer werktätigen Nachfolge wandeln und handeln und unseren Gehorsam zu Ihm, den wir Ihm nach der Überzeugung von Seiner Liebe, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit und Allmacht schuldig sind, damit verbinden, wird sich Seine Verheißung an uns erfüllen. Glauben heißt, Ihm in allen Seinen göttlichen Eigenschaften ähnlich werden. Unser ganzes Wesen, Körperbau, Seele und Geist sind dazu eingerichtet: Der Körper als ein Organ, mit dem wir unserer Umgebung dienen können, die Seele, die wählt oder will, sich dabei den Direktiven des Geistes, der sich über das Gewissen mitteilt, unterordnen oder auch dem entgegen handeln kann, worin das Geheimnis des freien Willens liegt. Ordnen wir ihn dem Willen Jesus vollkommen unter, üben wir wahrhaftig unseren Glauben aus.

Gleichnissprache der Bibel
Der Grund, warum in der Bibel mit vielen Gleichnissen das Wort den Menschen verkündet wurde, liegt zum einen darin, dass früher wie auch heute noch im Orient die Bilder- und Gleichnissprache gebräuchlich ist, zum anderen die Bildersprache die Sprache der Seele ist, und den damals lebenden Menschen die geistigen Wahrheiten in Form von Vergleichen und Schilderungen aus dem praktischen Leben leichter verständlich gemacht werden sollten. Darüberhinaus liegt in den Gleichnissen auch stets ein tieferer, innerer Sinn, der sich dem Gottsuchenden je nach seinem Verständnisgrad aufschließen wird, der damals passte und für alle kommenden Zeiten den gleichen Wert haben wird.

Götzentum
Götzentum bedeutet Abkehr von Gott, falscher Glaube, Unglaube oder Taten, die gegen Gottes Ordnung erfolgen. Götzendienst verrichtet derjenige, der jemanden oder etwas anderes anstatt den Einen Gott als Schöpfer aller Dinge verehrt und anbetet. “Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben verwandelt die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes in ein Bild gleich dem vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere“ (Rö 1,22-23). Es gibt nur einen einzigen, wahren Gott, auf Erden uns Menschen in Jesus Christus erschienen. Wer nicht an Jesus glaubt, nicht nach Seiner Lehre  lebt und sich somit nicht von Ihm führen und leiten lässt, entfernt sich aus seinem eigenen freien Willen von Ihm und damit Seiner geoffenbarten Ordnung. Wer bewusst oder auch unwissentlich die göttliche Ordnung übertritt, verhält sich nach jenen ordnungswidrigen Regeln, die der Satan als Gegensatz zu Gottes Ordnung und Person aufgestellt hat. Wer sich aus der göttlichen Ordnung entfernt, liebt Gott nicht, führt ein sündhaftes Leben, versündigt sich somit gegen Gott und Seine Ordnung.  
Lehren, die vom Schöpfergott wegführen, Jesus als Mensch gewordenen Schöpfergott nicht erkennen und anerkennen und ihn durch einen anderen Gott bzw. durch andere Gottheiten ersetzen, bezeichnet Gott in der Bibel als Heidentum. Was sich daraus entwickelte, wird als Götzentum bezeichnet, die entsprechenden Irrlehren als Götzenlehren, alle anderen 'Götter' als tote Götzen, die ihnen geweihten Tempel und Kirchen, die dabei verwendeten Bilder als Götzenbilder, jeglichen Dienst für sie als Götzendienst, ihre Priester als Götzenpriester, ihre Ämter als Götzenämter. Das gesamte Heidentum ist demnach Götzentum und die typisch heidnischen Praktiken und Gebräuche zählen vor Gott zu den sog. 'Greueln' oder 'Greuelsünden' (3.Mo 26,1; Jes 42,8; Jer 2,5; Hos 8,4; Ps 78,58; Ps 96,5; Rö 2,22; 1.Kor 8,4; 1.Kor 12,2; 2.Kor 6,16; 1.Kor 10,7+14; Eph 5,5; Gal 5,20; Kol 3,5; 1.Petr 4,3; Jes 44,9; 1.Kor 8,10; 5.Mo 7,25-26; 5.Mo 12,31; 5.Mo 20,18; Hes 33,29)     

Gottesfurcht
Wer Gott nicht fürchtet ist aller bösen Taten fähig, doch aus einer übergroßen Gottesfurcht erwächst niemandem das ewige Leben, weil ein furchtsames Gemüt fern von Gott und damit ein gerichtetes ist. Nur in der Liebe liegt die Freiheit (Jh 9,31). Ein Gehorsam, der bloß aus großer Furcht geübt wird, ist im eigentlichen Sinn kein Gehorsam sondern pure Eigenliebe, da das Gesetz nur aus Angst vor Bestrafung gehalten wird. Wer Gott zu sehr fürchtet, kann Ihn nicht lieben. Der himmlische Vater, Selbst pur Liebe, ist jedoch nur durch Liebe und Vertrauen zu finden und kann sich lediglich auf diesem Weg einem jeden nahen. Daher ist uns auch das Liebegebot als das oberste gegeben (Mt 22,37-40), denn wer die wahre Liebe ausübt hält gleichsam alle anderen Gebote. Die wahre Liebe ist das Größte (1.Kor 13,13), und wer sie hat, hat alles und damit auch Ihn (1.Jh 4,16). Folglich kann auch jemand, der lediglich aus Gottesfurcht den Glauben wie erzwungen annimmt und danach getreu lebt, Gott nicht mit der rechten Liebe erfassen, da er Ihn zu sehr fürchtet. Die Furcht vor Gott sollte daher niemals über der Liebe zu Ihm stehen. Dagegen entspringt aus einem gerechten Maß von Gottesfurcht der freiwillige Gehorsam gegen Gott und aus diesem die wahre Liebe zu Ihm. Sie ist der Weg, aufgrund dessen Er erkannt und erschaut werden kann (Sp 1,7).
Gottesfurcht und Liebe gehen stets miteinander einher. Da die Liebe jedoch höher steht als die Furcht, sollte ein jeder seine Furcht von der Liebe gefangen nehmen lassen, um im himmlischen Vater das ewige Leben zu erhalten (1.Kor 13,2).
Gottesfurcht ist auch die erste Stufe zur Weisheit. Gott über alles lieben ist ebenso Vollendung der Weisheit, somit höchste Seligkeit (Sp 1,7; Ps 111,10; Rö 11,33). Folglich heißt Gott fürchten, Gott als die ewige, höchste, reinste Liebe über alles lieben und, da Gott die höchste Wahrheit (Weisheit) ist, nach dieser Wahrheit zu leben und sich nicht der Welt aus materiellen Interessen hinzugeben. Wer auf diese Weise lebt, hat die wahre Gottesfurcht im Herzen. Und wer diese hat, der betet Gott allzeit und vollgültig im Geist und der Wahrheit an (Jh 4,24; Jh 8,31-32).
Die Liebe zu Gott ist der Inbegriff Seiner Ordnung. Wer sich an diese Liebe werktätig hält, wird nicht mehr in ein Gericht zurücksinken. Wer aber die göttliche Ordnung verlässt, über den wird notgedrungener maßen auch das Gericht herein brechen (Gal 5,1). Gott erhört nur die Gottesfürchtigen, die ohne Sünde sind und in allem den Willen Gottes tun (Jh 9,31; Ps 66,18; Sp 15,29). Es sollte daher ein jeder nur fürchten Gott nicht zu lieben, denn die Angst, die aus einer Gottesentfremdung entsteht, führt zu Lähmung, (Gottes-)Furcht dagegen zu Veränderung.

Gott wahrhaft lieben
Gott wahrhaft lieben heißt, Seine Gebote unter allen Umständen, egal wie bitter sie auch sein mögen, zu halten und nach ihnen zu leben im Vertrauen darauf, dass Er am besten weiß, was einer jeden Seele nottut, um ihr auf dem wahren Lebensweg zu ihrer Vollendung zu helfen.
Gott, der da ist unser aller Vater in Jesus, ist die reinste Liebe, die niemanden richtet und einen jeden selig machen will. Doch muss man auch das wollen, was Gott will, ansonsten keine Seligkeit erreicht werden kann (Mt 7,21; Mt 10,22; Mk 8,35-38). Da Gott die Willensfreiheit eines jeden respektiert und niemandem einen Zwang antut, wird einem jeden das zuteil, was er selbst will, sich aus seinem Willen selbst schafft (Gal 6,7-8; 2.Kor 9,6-7), sei es der Himmel oder aber die Hölle (Mt 6,24; Lk 16,13).

Gut
"Niemand ist gut denn der einige Gott" (Mt 19,17), daher ist auch "alle Kreatur Gottes gut, und nichts ist verwerflich" (1.Tim 4,4) besagt, dass alles, was Gott geschaffen hat, Gutes enthält, da es von Ihm kommt, ein Ausfluss von Ihm ist und daher auch nichts anderes sein kann als Er Selbst, nämlich gut. Durch Missbrauch kann jedoch alles zum Feind des Menschen werden, auch wenn es nur zu seinem Besten geschaffen wurde.


Heidentum (s.Götzentum)

Heilig
Im Neuen Testament werden drei griechische Wörter gebraucht, die mit heilig übersetzt werden: άγιος – hagios, womit der Heilige Geist gemeint ist wie auch alle diejenigen, die Jesus Christus als ihren Herrn angenommen haben und Ihm werktätig nachfolgen; als όσιος – hosios werden alle diejenigen bezeichnet, die nach den göttlichen Geboten handeln und damit ihr Leben zum Heil führen (heilig stammt wortgeschichtlich von ‚Heil‘ ab); und mit ιερός – hieros ist alles beschrieben, was der göttlichen Macht angehört und von ihr erfüllt ist.

Heiligenverehrung: Wer Jesus nachfolgt, soll voll Vertrauen sein Leben allein in Seine Hände legen. Wer Hilfe benötigt, soll sich einzig und allein an Ihn wenden und darauf vertrauen, dass er das, worum er gebeten hat, zu der für ihn rechten Zeit erhält und ansonsten geduldig und demütig das, was Jesus ihm auferlegt (sein Kreuz) auf sich nehmen (Lk 9,23; Mt 16,24 Mk 8,34). Wer Heilige bzw. seitens der Kirche als heiliggesprochene anruft, erhöht seinen Nächsten und handelt damit gegen die göttliche Ordnung (1.Kor 8,6; 5.Mo 11,16; 2.Mo 20,2).

Hoffart s.Hochmut


Kind
„So ihr nicht werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen“ (Mt 18,3).  Ein Kind im himmlischen Sinn zu werden heißt, alles aus dem Herzen zu verdrängen, was sich nicht mit einem kindlichen Sinn verträgt.  Der kindliche Sinn liegt darin,  sein ganzes Vertrauen in Gott zu legen. Denn wo volles Vertrauen herrscht, da ist unbegrenzte Liebe, und wo unbegrenzte Liebe zum himmlischen Vater ist, ist williger Gehorsam, der sich darin äußert, alle Sorgen und Wünsche vertrauensvoll Ihm zu übergeben (Kol 2,7; Mt 11,28).

Kirche, wahre
Das Herz, das die Wohnstätte Gottes ist, ist die allein wahre und seligmachende Kirche auf Erden: „Wir haben gehört, dass er [Jesus] sagte: Ich will den Tempel, der mit Händen gemacht ist, abbrechen und in drei Tagen [zwischen Kreuzestod und Auferstehung] einen anderen bauen, der nicht mit Händen gemacht sei.“ (Mk 14,58)  „Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darinnen ist, er, der ein Herr ist Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln mit Händen gemacht.“ (Apg 17,24) „Oder wisset ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst.“ (1.Kor 6,19; 1.Kor 3,16) „Was hat der Tempel Gottes für Gleichheit mit den Götzen? Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht: "Ich will unter ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.“ (2.Kor 6,16)


Leiden, sein Sinn
Geistigen Ursprungs hat der Mensch ein anderes Ziel und eine andere Aufgabe als nur im Weltlichen zu leben. Die Zeit des Erdenlebens, das ein Probe- und Prüfungsleben ist und zur Vorbereitung auf das anschließend ewig dauernde geistige Leben dient, flieht an ihm vorüber. Die Welt kann zwar auf Augenblicke erheitern aber nie auf die Länge befriedigen, da alles Weltliche dem Vergehen unterliegt und somit in ihr keine Beständigkeit, keine Dauer gefunden werden kann. Anders verhält es sich mit dem Geistigen, denn geistiger Besitz hat keine Grenzen und keine Schranken. Und so ist in Gottes unendlichem Reich ein ewiges Fortschreiten möglich, und je mehr der Mensch in der wahren Liebe wächst desto größere Fähigkeiten erlangt er, umso glückseliger wird er.  
Im Weltlichen müssen neben dem Wollen stets Verhältnisse und Umstände übereinstimmen, um das Erwünschte zu erreichen. Das Geistige bietet immer die Möglichkeit vorwärtszuschreiten. Im Weltlichen hängt das meiste von anderen ab, im Geistigen ist es unser Inneres, wo alle Schätze der unendlichen geistigen Welt verborgen liegen, wo Gott Selbst sich kundgeben kann, wovon unser Frieden abhängt, und wodurch alle im Leben hereinbrechenden Misshelligkeiten nicht mehr als Strafen, sondern als weise und notwendige Reinigungen zur Befreiung von unseren weltlichen Schlacken und Prüfungen zur Festung unseres ewigen Lebens erkannt werden. Hier dürfen wir erfahren, was Jesus mit  „Kommet her zu Mir alle, die ihr mühselig und beladen seid“ (Mt 11,28) gemeint hat: dass Er als die Liebe Selbst uns zwar notwendige, zu unserem Heil dienende, Lasten auflädt, sie uns aber auch tragen hilft. Und so erscheinen die Leiden und Missgeschicke des Lebens nicht mehr als Plagen sondern als Segnungen des himmlischen Vaters, der Seine Kinder nicht zu Herren der Welt, sondern zu Seinen geistigen Kindern und Mitregenten Seines Reiches machen möchte.


Propheten, falsche und ihre Kennzeichen
Die echten und falschen Propheten wird man stets an ihren Werken erkennen (Ti 1,16). Das untrügliche Zeichen eines echten Propheten ist, dass es ihm einzig und allein um Gott und keinerlei weltliche Interessen, das Ansehen seiner Kirche und seines Oberhauptes geht (1.Kön 19,7-18). Die echten sind kompromisslose Diener Gottes und Nachfolger Jesus im Wort und in der Tat, die falschen aber handeln selbstsüchtig und eigenliebig wie die Pharisäer, sich für das was sie in Gottes Namen tun bezahlen lassen und den Menschen angepasste eigennützige Reden halten (Mt 24,4-5+11; Mk 13,22; 1.Joh 4,1). Sie verändern die Heilige Schrift, verstellen ihren Sinn und legen den ursprünglichen Text ihren Interessen angepasst falsch aus: „Und der Herr sprach zu mir: Die Propheten weissagen falsch in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen und nichts mit ihnen geredet. Sie predigen euch falsche Deutungen und ihres Herzens Trügerei.“ (Jer 14,14) „Solche falschen Apostel und trügliche Arbeiter verstellen sich zu Christi Aposteln. Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich zum Engel des Lichtes. Darum ist es auch nicht ein Großes, wenn sich seine Diener verstellen als Prediger der Gerechtigkeit; welcher Ende sein wird nach ihren Werken.“ (2.Kor 11,13-15)


Reich Gottes
(Jesus:) „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Joh 18,36) besagt, dass das Reich Gottes nicht von dieser Welt ist, an ihm demnach auch nichts weltliches haftet, sondern dass es sich hierbei um das Reich der Wahrheit und des Lebens im Innersten des Herzens  des Menschen handelt. „Das Reich Gottes kommt nicht mit äußerlichen Gebärden; man wird auch nicht sagen: Siehe hier! oder: da ist es! Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch“ (Lk 17,20-21).
„Von der Zeit an wird das Reich Gottes durchs Evangelium gepredigt, und jedermann dringt mit Gewalt hinein“ (Lk 16,16); „das Himmelreich leidet Gewalt, und die Gewalt tun, die reißen es an sich“ (Mt 11,12) heißt, wer die Lehre Jesu durch den lebendigen Glauben und damit durch die werktätige Liebe annimmt, hat das Gericht und den Tod überwunden und wird das ewige Leben haben (Joh 12,25; Mt. 16,25; Lk 9,24; Lk 17,33; Mk 8,35), denn die freiwillige Befolgung des erkannten Willen Gottes macht den Himmel im Herzen des Menschen aus, der der Sitz des göttlichen Geistes ist (1.Kor 3,16). (Ausführlicheres hier)


Schalkheit
Arglist, betrügerische Gesinnung

Schalksauge
betrügerischer, hinterlistiger Sinn

Schalksknecht
arglistiger, betrügerischer Knecht

Sünde
Im AT werden mehrere Worte (hebräisch) für Sünde verwendet: Chatha, was Bewegung in die falsche Richtung und auch Verfehlung des richtigen Zieles bedeutet, Pascha für Auflehnung, Awon für Schuld und Schagah für Abirren. Im NT ist (griechisch) hauptsächlich von Hamartia die Rede, womit nicht treffen, verfehlen und auch Verfehlung gemeint ist. Und im Altdeutschen heißt Sünde Sund, womit Trennung durch einen tiefen Graben ausgedrückt wird.
Ur- bzw. Erbsünde bedeutet, dass der natürliche Mensch seinen eigenen Weg geht ohne nach Gott zu fragen, woraus alle seine weiteren Sünden hervorgehen („Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, und der Geist wider das Fleisch […]. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Hass, Mord, Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch zuvor gesagt und sage noch zuvor, dass, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit.“ (Gal 5,16-22)).
Das uns auferlegte oberste Gebot ist die Liebe („Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte. Dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andere aber ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Mt 22,37-39)). Wer dieses Gebot missachtet, lebt in Sünde, denn er zerstört die Gemeinschaft mit Gott, entfernt sich von Ihm, verfehlt sein Lebenssinn und –ziel („dieweil sie wussten, dass ein Gott ist, und haben ihn nicht gepriesen als einen Gott noch ihm gedankt, sondern sind in ihrem Dichten eitel geworden, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert“ (Rö 1,21); „deren Verstand verfinstert ist, und die entfremdet sind von dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, so in ihnen ist, durch die Blindheit ihres Herzens“ (Eph 4,18) „eure Untugenden scheiden euch und euren Gott voneinander, und eure Sünden verbergen das Angesicht vor euch, dass ihr nicht gehört werdet.“  (Jes 59,2)).

Sündenvergebung
Ohne Buße ist eine Sündenvergebung nicht möglich.


Taufe
Durch die Taufe erfolgt die Aufnahme in die christliche Gemeinschaft. Dieses äußere Zeichen allein aber gibt weder den Glauben noch die versprochene Seligkeit. Auch reicht es nicht aus, lediglich an Gott, in Jesus Christus auf Erden erschienen zu glauben ohne auch Seine Lehre in der Tat anzunehmen, d.h. in seinem Leben werktätig und kompromisslos umzusetzen (Jak 2,17-18; Jak 2,26; Gal 5,6; Jak 1,22; Rö 2,13; Mt 7,26);  Mt 7,21). Wo im Neuen Testament von der Taufe gesprochen wird, steht der Glaube und die Unterweisung im Wort Gottes weder daneben, noch dahinter, sondern davor. Die Reihenfolge im Markusevangelium heißt: Predigt des Evangeliums - Glaube - Taufe. Grundsätzlich kommt es nicht auf eine äußere Taufe an, sondern darauf, was wir sind. Und so kann eine ernst gemeinte kirchliche Taufe nur eine Vorbildung des inneren geistigen Geschehens sein (Ausführlicheres hier).

Taufe durch Wasser und Geist
Johannes der Täufer: „Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker denn ich, dem ich nicht genugsam bin, seine Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen“ (Mt 3,11), und Jesus sprach: „Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Es sei denn dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen“ (Joh 3,5).
Das Wort Taufen entspringt dem griechischen Wort baptizein (baptismós), was ein- oder untertauchen bedeutet, und im Alten Testament in Zusammenhang mit Reinigung gebraucht wurde (2.Kö 5,14).
Johannes taufte nach der alten Schöpfung mit  Wasser. Durch  die  Begegnung  mit dem  äußeren Buchstabenwort werden wir mit dem Wasser der Erkenntnis getauft, welches uns den Weg (der Buße = Umkehr) zum Reich Gottes zeigt (Mt 3,11; Mk 16,16; Apg 2,38).
Gott ist die Liebe, Sein Reich ist die Liebe und befindet sich inwendig in uns (Lk 17,21). Wer demnach Gott durch die Liebe und in der Liebe (Lk 10,27) sucht, der sucht Ihn im Geist und in der Wahrheit (Jh 4,24; Jh 8,31-32), erkennt Ihn stets mehr und mehr und liebt Ihn sonach auch stets mehr und mehr, wodurch es in ihm heller und heller wird (2.Kor 3,18), bis der Geist Gottes ihn völlig durchdringt (Gal 2,20).
Das ist die Geist- und Feuertaufe durch Jesus (Mt 3,11). Und wer von diesem Geist getauft worden ist, ist in das inwendige Reich Gottes eingegangen (Jh 3,5-6), denn er ist von Gottes Geist durchdrungen und es ist in ihm bleibender Tag geworden.

Todesangst
Eine große Angst vor dem Leibestod empfinden vor allem diejenigen Menschen, die keinen oder nur einen schwachen Glauben haben, die ihr Leben überwiegend nach der Welt ausgerichtet haben, und deren Seele sich durch ihr Weltenleben stark in ihr Fleisch/Materie vergraben hat (Gal 6,8) (s.a. ‚Wie entsteht Angst‘). Darüber hinaus entsteht Angst vor dem Sterben aus Unkenntnis oder falschen Begriffen über das Jenseits und dem Weiterleben nach dem Tod.


Unkeuschheit und Unzucht
Keuschheit bedeutet Schamhaftigkeit, während die Unkeuschheit Lüsternheit und Wollust ausmacht. Die Unzucht entspringt der Leidenschaft des fleischlichen Sinnlichkeitsgenusses und verstößt gegen das Sittlichkeits- und Schamgefühl, wodurch der Mensch unrein wird. „Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht“ (Gal 5,19) „welche ruchlos sind und ergeben sich der Unzucht und treiben allerlei Unreinigkeit.“ (Eph 4,19) „Was aus dem Menschen geht, das macht den Menschen gemein; denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, gehen heraus böse Gedanken; Ehebruch, Hurerei, Mord, Dieberei, Geiz, Schalkheit, List, Unzucht, Schalksauge, Gotteslästerung, Hoffart, Unvernunft. Alle diese bösen Stücke gehen von innen heraus und machen den Menschen gemein.“ (MK 7,20-23)„Denn es ist genug, dass wir die vergangene Zeit des Lebens zugebracht haben nach heidnischem Willen, da wir wandelten in Unzucht, Lüsten, Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und greulichen Abgöttereien.“ (1.Petr 4,3) „Lasset uns ehrbar wandeln als am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid“ (Rö 13,13)
In der Bibel wird immer wieder der Segen der Keuschheit und die Züchtigkeit des Fleisches betont: „Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit.“ (Gal 5,22) „Niemand verachte deine Jugend; sondern sei ein Vorbild den Gläubigen im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Geist, im Glauben, in der Keuschheit.“ (1. Tim 4,12) „Und wir geben niemand irgendein Ärgernis […] sondern in allen Dingen beweisen wir uns als die Diener Gottes: […] in Keuschheit…“ (2. Kor 6,6) „[…] sage, dass sie nüchtern seien, ehrbar, züchtig, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld […], dass sie die jungen Weiber lehren züchtig sein, ihre Männer lieben, Kinder lieben, sittig sein, keusch, häuslich, gütig, ihren Männern untertan, auf dass nicht das Wort Gottes verlästert werde. Desgleichen die jungen Männer ermahne, dass sie züchtig seien.“ (Tit 2,2-6)

Unzucht s. Unkeuschheit


Weg
Es gibt nur zwei Möglichkeiten zur Lebensausrichtung, zwei Wege:
"So spricht der Herr: Siehe, ich lege euch vor den Weg zum Leben und den Weg zum Tode". (Jer 21,8)
"Der Mensch hat Leben und Tod vor sich; welches er will, das wird ihm gegeben werden". (Sir 15,17)
"Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt". (Mt 7,13)








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